MikroKiez Martiniviertel

 
 
 
 
 

Jetzt sind Sie gefragt. Reden Sie gerne mit!

Für die Hörsterstraße, den kleinen Parkplatz am Bült und die Martinistraße wurden Entwurfsideen erarbeitet. Mit der darin vorgeschlagenen Umgestaltung werden folgende Ziele angestrebt:

  • eine verkehrsberuhigte Zone entsteht und löst die Dominanz von Bussen und Autos ab
  • keine parkenden Autos mehr in der Hörsterstraße und damit mehr Platz für Radfahrende und Zufußgehende
  • mehr Raum für Fahrradparken
  • mehr Orte zum Verweilen auch ohne Konsumzwang, neue Plätze entstehen
  • mehr Grün und Klimagerechtigkeit durch innovative Regenwasserbewirtschaftung, Wasserspeicher mit weniger Versiegelung
  • eine stadtgestalterische Aufwertung, durch die auch die Denkmäler in Wert gesetzt werden. 

Vom 17.  Juni bis zum 17. Juli 2022 haben Sie die Gelegenheit, Ihre Anmerkungen im Beteiligungs-Portal einzutragen: www.plan-portal.de/mikrokiez-martiniviertel

Zum Hintergrund: Herausforderungen und ein Wettbewerb

Herausforderungen für die Zukunft im Martiniviertel

Schon seit längerem sind im Martiniviertel verschiedene Herausforderungen und Probleme bekannt:

  • Viele Autos und Busse durchqueren dieses enge Quartiersstraße. Die Gehwege sind schmal, parkende Autos nehmen viel Fläche in Anspruch und Zufußgehende und Radfahrende haben zu wenig Platz.
  • In der Straße und auf dem kleinen Parkplatz gibt es nur sehr wenig Stadtgrün. Die Flächen sind geteert oder gepflastert, sehr dunkel und deshalb im Sommer sehr heiß. Wasser fließt direkt in die Kanalisation statt zu versickern oder zu verdunsten. Das ist nicht klimagerecht.  
  • Die Martinistraße hinter dem Theater ist kein Ort, an dem sich Menschen gut aufhalten können, könnte es aber sein.
  • Direkt vor der historischen Kulisse des Standesamtes ist einer Bushaltestelle. Es ist nur sehr wenig Platz für die Hochzeitsgesellschaften, kein Grün und auch keine Möglichkeit, Fahrräder geordnet abzustellen. 
  • Der kleine Parkplatz am Bült ist sehr stark durch den Bus- und Autoverkehr und geparkte Autos beeinflusst. Dieser kleine Platz könnte besser genutzt werden. Das wird auch schon seit dem letzten Sommer ausprobiert: die Parkplätze sind aktuell nicht mehr vorhanden, Sitzbereiche und Fahrradständer wurden installiert. Eine dauerhafte Lösung muss jedoch noch entworfen werden.  
 

Ein Wettbewerb als Chance für Neues im Martiniviertel

Im Jahr 2021 hat die Stadt Münster die Chance ergriffen, an einem Fördermittelwettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen teilzunehmen. Unter dem Titel "Zukunft StadtRaum" suchte das Bauministerium innovative Ideen dazu, wie Straßenräume attraktiv neu, vielfältiger und klimagerechter umgestaltet werden können. Dies passte sehr gut für die Hörsterstraße, den Parkplatz am Bült und die Martinistraße. Eine erste Ideenskizze mit dem Titel "MikroKiez Martiniviertel" wurde geschrieben, gezeichnet und im April 2021 beim Ministerium eingereicht.

Auf die erste Wettbewerbsphase, in der Münster mit der Idee "MikroKiez Martiniviertel" gewonnen hat, folgte dann eine zweite Wettbewerbsphase. Hierfür hat die Stadtverwaltung einen schon konkreteren ersten Entwurf für die Projektideen erarbeitet und im Januar 2022 beim Land Nordrhein-Westfalen eingereicht. Der Entwurf der Stadt Münster für das Martiniviertel wurde dann im Frühjahr 2022 als Sieger prämiert. 

Dadurch erhält die Stadt Münster nun bevorzugt Fördermittel für die weitere Planung und eine spätere Realisierung der Projektidee. Jetzt müssen die vorhandenen Entwürfe genauer ausgearbeitet und mit Kostenschätzungen hinterlegt und vom Rat der Stadt Münster beschlossen werden. Ein wichtiger Bestandteil der Ausarbeitung ist nun auch, die Entwürfe mit den Anlieger*innen, Anwohner*innen und den Bürger*innen der gesamten Stadt gemeinsam zu betrachten und zu diskutieren. Dazu findet nun am 17. Juni 2022 die Beteiligungsaktion auf dem Parkplatz am Bült und die oben im Text zu findende Online-Beteiligung statt. 

Dann liegen sogenannte "Vorentwürfe" - ein Begriff aus der Architektur - vor. Bis Ende September 2022 ist mit diesen dann vorliegenden Unterlagen ein formaler Förderantrag für das Projekt beim Land NRW einzureichen.

Danach folgen noch mehrere Arbeitsphasen, in denen die Entwürfe "reif" für eine mögliche Umsetzung gemacht, das heißt immer weiter konkretisiert werden.