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Ausstellungen
Haus der Niederlande im Krameramtshaus
1589 als Warenlager und Versammlungsort der Münsteraner Kramergilde erbaut, diente das Krameramtshaus während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden als Unterkunft der niederländischen Gesandten. Heute hat sich der Zunftsaal im Krameramtshaus längst zu einem begehrten Ausstellungsraum in der Innenstadt entwickelt. Hier stellen sich Münsteraner Künstler*innen und -gruppen vor und geben einen Einblick in ihre Arbeiten.
Die inhaltliche Gestaltung der Ausstellungen liegt jeweils bei den Künstler*innen, die Projektvorschläge beim Kulturamt einreichen können. Das Kulturamt begleitet die Ausstellungen intensiv und stattet sie mit einer entsprechenden Finanzierung aus. Ergänzt wird das Programm durch Retrospektiven verdienter Künstler*innen der Stadt, die das Kulturamt bei besonderen Anlässen ermöglicht.
Insgesamt präsentiert das Kulturamt drei bis fünf Ausstellungen im Jahr im Wechsel mit dem Zentrum für Niederlande-Studien, das seit 1995 gemeinsam mit dem Institut für Niederländische Philologie sowie der dazugehörigen Bibliothek das Haus der Niederlande bewohnt.
Wenn Sie Interesse an einer Ausstellung im Zunftsaal des Krameramtshauses haben, senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (bestehend aus Ihrer Ausstellungsidee, Ihrem Lebenslauf sowie Bildmaterial) in einer zusammenhängenden PDF-Datei (max. 20 MB) an
kulturamt@stadt-muenster.de.
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Aktuelle Ausstellung
„Bilder Buch Kunst – 20 Jahre Ateliers Hafenstraße“
Seit 20 Jahren entstehen in den Ateliers Hafenstraße Illustrationen, Comics, Bilderbücher und Fotografien. Zum Jubiläum zeigen 15 Künstler*innen ihre Arbeiten im Haus der Niederlande im Krameramtshaus. In den Atelierräumen am Alten Güterbahnhof in der Hafenstraße 64 arbeiten insgesamt 20 Kreative – darunter Illustrator*innen, Künstler*innen, Autor*innen, Grafiker*innen sowie Fotograf*innen. Rund 800 Buchprojekte sind dort seit 2006 entstanden. Dazu gehören auch bekannte Kinderbuchfiguren wie die Kuh Lieselotte, Dr. Brumm, der Grolltroll und das Urmel. In der Ausstellung sind unterschiedliche Arbeiten aus den Ateliers zu sehen: Siebdrucke und Grafiken von Robert Nippoldt und Nolwenn Chouinard, Comics von Duniel Niehaus und Maximiliane Spieß, Kinderbuchillustrationen von Alexander Steffensmeier, Lilli L’Arronge, Stephan Pricken, Lars Baus und Günther Jakobs sowie Fotografien von Dominic Sehak. Ein Infokubus gibt zudem Einblicke in den Atelieralltag.
Bis 11. Oktober 2026
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.: 12 bis 18 Uhr
Sa., So., feiertags: 10 bis 16 Uhr
Alle Infos: Flyer zur Veranstaltung
Kommende Ausstellung
„Amsterdam Zufluchtsort. Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda, ihr Leben im Exil 1938–1950“
Eine Ausstellung des Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster
Im Jahr 1938 verließ das Künstlerpaar Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda Deutschland und fand in Amsterdam einen Zufluchtsort. Seine konkret-konstruktive Kunst wurde von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, was einem Berufsverbot gleichkam, während sie sich als Jüdin mit der antisemitischen Gesetzgebung des NS-Staates konfrontiert sah. Beide überlebten den Zweiten Weltkrieg in Amsterdam und erhielten 1950 die niederländische Staatsbürgerschaft.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage, wie Friedrich Vordemberge-Gildewart und Ilse Leda in Amsterdam unter der nationalsozialistischen Herrschaft zwischen 1940 und 1945 gelebt haben. Wie haben sie ihren Lebensunterhalt verdient? Wie konnte Ilse Leda als Jüdin überleben. Der Blick richtet sich auch auf Freunde und Weggefährten wie Max Beckmann, Willem Sandberg und Frans Duwaer und auf Themen wie Judenverfolgung und Widerstand in den Niederlanden. Dr. Hans Peterse und eine Projektgruppe des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück haben das Konzept und die Ausführung der Ausstellung im Jahr 2022 gemeinsam erarbeitet.
20. Oktober bis 29. November 2026
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Do., Fr.: 12 bis 18 Uhr
Sa., So., feiertags: 10 bis 16 Uhr
dienstags geschlossen
Weitere Infos: www.uni-muenster.de


