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Ausstellungen
Haus der Niederlande im Krameramtshaus
1589 als Warenlager und Versammlungsort der Münsteraner Kramergilde erbaut, diente das Krameramtshaus während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden als Unterkunft der niederländischen Gesandten. Heute hat sich der Zunftsaal im Krameramtshaus längst zu einem begehrten Ausstellungsraum in der Innenstadt entwickelt. Hier stellen sich Münsteraner Künstler*innen und -gruppen vor und geben einen Einblick in ihre Arbeiten.
Die inhaltliche Gestaltung der Ausstellungen liegt jeweils bei den Künstler*innen, die Projektvorschläge beim Kulturamt einreichen können. Das Kulturamt begleitet die Ausstellungen intensiv und stattet sie mit einer entsprechenden Finanzierung aus. Ergänzt wird das Programm durch Retrospektiven verdienter Künstler*innen der Stadt, die das Kulturamt bei besonderen Anlässen ermöglicht.
Insgesamt präsentiert das Kulturamt drei bis fünf Ausstellungen im Jahr im Wechsel mit dem Zentrum für Niederlande-Studien, das seit 1995 gemeinsam mit dem Institut für Niederländische Philologie sowie der dazugehörigen Bibliothek das Haus der Niederlande bewohnt.
Wenn Sie Interesse an einer Ausstellung im Zunftsaal des Krameramtshauses haben, senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (bestehend aus Ihrer Ausstellungsidee, Ihrem Lebenslauf sowie Bildmaterial) in einer zusammenhängenden PDF-Datei (max. 20 MB) an
kulturamt@stadt-muenster.de.
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Aktuelle Ausstellung
De Parade – Deutsche Kolonialausstellung
Eine Ausstellung des Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster
Die Ausstellung „De Parade“ zeigt die künstlerische Vision von Jehuda de Jong, die in ihrer Installation die vielschichtigen Spuren des Kolonialismus sichtbar macht. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Objekte aus dem Museum Huis Doorn, die historische Einblicke in den deutsch-niederländischen Umgang mit kolonialem Erbe bieten. Gemeinsam schaffen Kunst und historische Objekte einen Raum, in dem die Besucher*innen eingeladen sind, über die koloniale Vergangenheit beider Länder und deren Auswirkungen auf die Gegenwart nachzudenken. Dabei soll betont werden, dass Kolonialismus kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte ist, sondern ein historischer Prozess, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart hineinwirken und unser Denken, Handeln, unsere Sprachen und Kommunikation bis heute beeinflussen.
Dienstag, 10. März bis Sonntag, 31. Mai 2026
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Do., Fr.: 12 bis 18 Uhr
Sa., So., feiertags: 10 bis 16 Uhr
dienstags geschlossen
Weitere Infos: www.uni-muenster.de
Kommende Ausstellung
Erhard Wilde: „Schwer zu beschreiben“
Knapp dreißig Jahre hat Erhard Wilde (*1941) als Kartograf gearbeitet, bevor er sich ab 1990 der Kunst widmete. Die beruflichen Wurzeln der freien Kataster-Zeichnung sind in seinem Werk unübersehbar: Das Kalligrafische in Form von Ornamenten, Linien und Symbolen prägt vor allem seine grafischen Blätter. Gegenüber dieser zeichnerischen Präzision steht die malerische Spontanität, mit der der Münsteraner seinen inneren Gefühlswelten Ausdruck verleiht. Wildes Werke geben häufig Alltagserfahrungen und Alltagswahrnehmungen wieder – mit zum Teil humoristischen Anklängen. Eine Auswahl an Arbeiten zeigt er ab Juni im Haus der Niederlande im Krameramtshaus. Die Ausstellung ist Teil von POETRY, dem Rahmenprogramm für das Internationale Lyriktreffen Münster 2026.
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr
10. Juni bis 5. Juli 2026
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.: 12 bis 18 Uhr
Sa., So., feiertags: 10 bis 16 Uhr


