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Ausstellungen
Haus der Niederlande im Krameramtshaus
1589 als Warenlager und Versammlungsort der Münsteraner Kramergilde erbaut, diente das Krameramtshaus während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden als Unterkunft der niederländischen Gesandten. Heute hat sich der Zunftsaal im Krameramtshaus längst zu einem begehrten Ausstellungsraum in der Innenstadt entwickelt. Hier stellen sich Münsteraner Künstler*innen und -gruppen vor und geben einen Einblick in ihre Arbeiten.
Die inhaltliche Gestaltung der Ausstellungen liegt jeweils bei den Künstler*innen, die Projektvorschläge beim Kulturamt einreichen können. Das Kulturamt begleitet die Ausstellungen intensiv und stattet sie mit einer entsprechenden Finanzierung aus. Ergänzt wird das Programm durch Retrospektiven verdienter Künstler*innen der Stadt, die das Kulturamt bei besonderen Anlässen ermöglicht.
Insgesamt präsentiert das Kulturamt drei bis fünf Ausstellungen im Jahr im Wechsel mit dem Zentrum für Niederlande-Studien, das seit 1995 gemeinsam mit dem Institut für Niederländische Philologie sowie der dazugehörigen Bibliothek das Haus der Niederlande bewohnt.
Wenn Sie Interesse an einer Ausstellung im Zunftsaal des Krameramtshauses haben, senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (bestehend aus Ihrer Ausstellungsidee, Ihrem Lebenslauf sowie Bildmaterial) in einer zusammenhängenden PDF-Datei (max. 20 MB) an
kulturamt@stadt-muenster.de.
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Aktuelle Ausstellung
Kollektiv des guten Willens: „Aufruhr 500 – Drei Projektionen für Münster“
Am 15. Mai 1525 erheben sich zehntausend Bauern, Bäuerinnen und Leibeigene im thüringischen Frankenhausen, um unter der Regenbogenflagge des Predigers Thomas Müntzer gegen Ausbeutung, Feudalherrschaft und Leibeigenschaft aufzubegehren. Die Bauernkriege waren die erste unvollendete soziale Revolution auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. 500 Jahre später hat das Kollektiv des guten Willens die Bauernschlacht am Fuße des Panoramamuseums (der ehemaligen DDR-Gedenkstätte „frühbürgerliche Revolution in Mitteldeutschland“) in Bad Frankenhausen neu inszeniert. Gemeinsam mit Statist*innen und Live-Action-Role-Play-Gruppen aus der Region entstand ein Kaleidoskop sich überlagernder Perspektiven auf eine 500-jährige Geschichte von Aufruhr, Medienkrieg und Geschichtsdarstellung. In der Ausstellung im Haus der Niederlande im Krameramtshaus präsentiert das Kollektiv des guten Willens eine Drei-Kanal-Videoinstallation, die sich einer linearen Geschichtsdarstellung entgegenstellt, stattdessen unterschiedliche Bildwelten, Medienumbrüche und gesellschaftliche Spannungen darstellt – eine inhaltliche wie formale Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Geschichte. Ein intentionales und perspektivisches Chaos entsteht, in dem die „wahre“, die historische Begebenheit verschwimmt.
Eröffnung: Donnerstag, 29. Januar 2026, 18 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung findet ein Gespräch zwischen Merle Radtke, Leiterin Kunsthalle Münster, und den beteiligten Künstler*innen, Mareike Fiege, Peter Maria Volkhardt und Max Wigger statt.
30. Januar bis 1. März 2026
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 12-18 Uhr
Samstag, Sonntag, feiertags: 10-16 Uhr
Weitere Infos: www.kollektivdesgutenwillens.com
Kommende Ausstellung
De Parade – Deutsche Kolonialausstellung
Eine Ausstellung des Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster
Die Ausstellung „De Parade“ zeigt die künstlerische Vision von Jehuda de Jong, die in ihrer Installation die vielschichtigen Spuren des Kolonialismus sichtbar macht. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Objekte aus dem Museum Huis Doorn, die historische Einblicke in den deutsch-niederländischen Umgang mit kolonialem Erbe bieten. Gemeinsam schaffen Kunst und historische Objekte einen Raum, in dem die Besucher*innen eingeladen sind, über die koloniale Vergangenheit beider Länder und deren Auswirkungen auf die Gegenwart nachzudenken. Dabei soll betont werden, dass Kolonialismus kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte ist, sondern ein historischer Prozess, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart hineinwirken und unser Denken, Handeln, unsere Sprachen und Kommunikation bis heute beeinflussen.
Dienstag, 3. März bis Sonntag, 31. Mai 2026
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Do., Fr.: 12 bis 18 Uhr
Sa., So., feiertags: 10 bis 16 Uhr
dienstags geschlossen
Weitere Infos: www.uni-muenster.de


