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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Literaturline – Lesung für zuhause oder unterwegs
Yulia Marfutova © Mark Römisch
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden. Im Januar 2026 liest Yulia Marfutova aus ihrem Roman „Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel“.
Zur Literaturline
Literaturline – Open Call für literarische Texte
Grafik: Jenni Henke © Kulturamt Münster
Die Literaturline Münster ist ein Angebot vom Kulturamt und bietet seit 1979 Lesungen zum Abhören. In der Literaturline werden literarische Texte unterschiedlichster Art veröffentlicht – immer mit einem Bezug zu Münster. Gesucht werden Autor*innen, die am Anfang ihrer literarischen Karriere stehen. Der Open Call ist Bestandteil der Veranstaltung POETRY und soll ganz besonders dazu einladen, lyrische Beiträge einzureichen. 2026 wird im Rahmen des Internationalen Lyriktreffens Münster wieder der Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie verliehen. Wie bei jeder Ausgabe bildet POETRY das Rahmenprogramm, das Lyrik in all ihren Ausdrucksformen erfahrbar machen will. Die eingereichten Texte werden von einer Jury gesichtet. Die Preisverleihung findet am 19. Juni in Münster im Rahmen einer Lesung im Café SpecOps statt. Dort werden die drei Erstplatzierten aus ihren Texten lesen. Für die Lesungen erhalten die drei Erstplatzierten jeweils 250 Euro. Der Gewinnertext wird zudem in der Literaturline veröffentlicht.
Bewerbungsschluss ist der 22. März 2026.
Zur Ausschreibung
Foto: Goldstoff Filme/ABBYLL, Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Kulturmagazin 24/25
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteurinnen und Akteure selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen. Die neue Ausgabe widmet sich den Bereichen Literatur, Film und digitale Medien – zentrale Felder, die die kulturelle Entwicklung in Münster maßgeblich prägen. Das Magazin ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie hier zum Download.
Kulturmagazin 24/25
(PDF, 12.0 MB)
Neuigkeiten für Kulturschaffende
Projektstipendium KunstKommunikation 2027
© DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst
Als Herzstück des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst fördert der Kreis Steinfurt mit dem deutschlandweit einmaligen Projektstipendium KunstKommunikation partizipatorische Kunstprojekte und Interventionen im ländlichen Raum auf internationaler Ebene. Für das Projektstipendium können sich Künstler*innen mit einer abgeschlossenen Akademie-/Hochschulausbildung oder vergleichbaren Qualifikationen bewerben.
Bewerbungsschluss ist der 11. Februar 2026
Alle Infos: www.da-kunsthaus.de
„Kultur macht stark. Wir können Kunst“
© Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V.
Unter dem Titel „Wir können Kunst“ fördert der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V. (BBK) als Programmpartner des BMBFSFJ Kunstprojekte lokaler Bündnisse, die von professionellen Bildenden Künstler*innen für Kinder und Jugendliche durchgeführt werden, deren Bildungschancen eingeschränkt sind. In den Projekten werden sowohl klassische künstlerische Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage, Drucktechniken, plastisches Arbeiten als auch Bühnenbildarbeiten, Foto-, Film-, digitale Techniken und Performances vermittelt und erlernt. Auch spartenübergreifende Projekte sind förderfähig, solange die Bildende Kunst den Schwerpunkt darstellt. Die Projekte finden zu selbstgewählten Themen statt, die sich zielgruppengerecht mit der Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden und gesellschaftlichen, politischen oder nachhaltigen Themen auseinandersetzen. Das Projektbüro bietet digitale Informationsveranstaltungen zur Antragstellung an.
Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2026
Alle Infos: www.bbk-bundesverband.de
Veranstaltungstipps
Haus der Niederlande im Krameramtshaus: Kollektiv des guten Willens
„Aufruhr 500 – Drei Projektionen für Münster“
Kollektiv des guten Willens, Aufruhr 500 (Still), 2025. © Kollektiv des guten Willens
Am 15. Mai 1525 erheben sich zehntausend Bauern, Bäuerinnen und Leibeigene im thüringischen Frankenhausen, um unter der Regenbogenflagge des Predigers Thomas Müntzer gegen Ausbeutung, Feudalherrschaft und Leibeigenschaft aufzubegehren. 500 Jahre später hat das Kollektiv des guten Willens die Bauernschlacht am Fuße des Panoramamuseums in Bad Frankenhausen mit Statist*innen und Live-Action-Role-Play-Gruppen neu inszeniert. Es entstand ein Kaleidoskop sich überlagernder Perspektiven auf eine 500-jährige Geschichte von Aufruhr, Medienkrieg und Geschichtsdarstellung. In der Ausstellung wird eine Drei-Kanal-Videoinstallation präsentiert, die sich einer linearen Geschichtsdarstellung entgegenstellt, stattdessen unterschiedliche Bildwelten, Medienumbrüche und gesellschaftliche Spannungen darstellt – eine inhaltliche wie formale Auseinandersetzung mit der Konstruktion von Geschichte. Ein intentionales und perspektivisches Chaos entsteht, in dem die „wahre“, die historische Begebenheit verschwimmt.
Eröffnung: Donnerstag, 29. Januar 2026, 18 Uhr
30. Januar bis 1. März 2026
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Alle Infos: Haus der Niederlande im Krameramtshaus
RESET*Landpartie – Bockholter Berge und B-SET-Konzertabend
© RESET e.V.
Die Tour in und um Münster vereint viele B‘s. Mit dem Bus geht es raus aus der Stadt. Startpunkt ist die B-Side. Von dort fährt der Bus in die bewaldeten Bockholter Berge zu einer kleinen 4-5 km langen Wanderung durch die Natur mit Bachschluchten, Heidegebieten und Seeufer. Am frühen Abend geht es mit vielen Eindrücken zurück an die B-Side, wo es bei gutem Wetter eine Impro-Performance neben der B-Side an einem Betonsilo am Hafen („Die Schildkröte“) zu erleben gibt: Lichtkünstlerin Katrin Bethge trifft mit ihrem Overheadprojektor auf den Leipziger Geiger Eric Sacher. Bei schlechtem Wetter findet das Abendprogramm drinnen in der B-Side statt. Anschließend gibt es ein Solokonzert der Indie-Folk-Songwriterin ANTONÍ im „Wohnzimmer“ der B-Side zu erleben. Ihre Musik ist in der Natur verwurzelt und vereint klare akustische Elemente mit organischer Elektronik. Der Abend wird mit einem weiteren Konzert im „Saal“ abgerundet, wo das brandneue Ethno-Jazz Ensemble Suna Vento auf die Live-Visuals von Katrin Bethge trifft. Suna Vento begeistert mit ihrem euphorisierenden Sound, der traditionelle Klänge aus dem Nahen Osten, Westafrika und Indien mit modernen Arrangements verbindet. Die vergängliche Malerei von Katrin Bethge muss man ebenfalls live erlebt haben. Lichtbrechende Objekte, Flüssigkeiten und alltägliche Materialien werden direkt auf der Arbeitsfläche des Projektors bewegt, wodurch mikroskopisch kleine Räume aus Licht entstehen.
Samstag, 31. Januar 2026, 15.45 Uhr (Abfahrt 16 Uhr)
Treffpunkt: B-Side Café, Am Mittelhafen 42, Münster
Alle Infos: www.landpartie.reset-muenster.de
soundtrips_nrw: Felix Nussbaumer
Felix Nussbaumer © Vanessa Hüppin
Der Schweizer Saxophonist und Komponist Felix Nussbaumer stellt sein Soloprojekt vor und spielt im Anschluss gemeinsam mit zwei profilierten Improvisatorinnen – Maria Cozzani (Violine) und Anna Größbrink (Kontrabass) – aus NRW. Nussbaumer stammt aus Südtirol (IT), lebt und wirkt seit 2019 in Luzern (CH). Er studierte unter anderem mit Gerry Hemingway, Magda Mayas, Dieter Ammann, Nat Su und John Voirol. Als Komponist erhielt er Aufträge vom Ensemble Mondrian, Ensemble Soundtrieb, Ensemble Latenz, soyuz21, dem Othmar Schoeck Festival, dem Festival zeitgenössischer Musik Südtirol und der Kulturbrauerei Luzern, der er seit 2020 angehört. Nach seinen Anfängen in Punk-Rock und Jazz-Musik haben sich seine musikalischen und künstlerischen Interessen auf improvisierte, elektroakustische, performative und multimediale Musik verlagert, in denen er als Komponist, sowie als Saxophonist tätig ist. In seinen komponierten Werken befasst sich Nussbaumer mit einem persönlichen Zugang zu Elektronik und Visualität auf affektive Art mit gesellschaftlichen und politischen Themen.
Sonntag, 1. Februar 2026, 19.30 Uhr
BLACK BOX im cuba, Achtermannstr. 12, Münster
Alle Infos: www.soundtrips-nrw.de
Westfälischer Kunstverein: Rosa Aiello „A Good Reputation“
© Rosa Aiello und Pitt Wenninger
Was gut ist, wird immer zerstört. Zwischen Innen und Außen befindet sich keine Wand, stattdessen eine Membran: durchlässig, vibrierend, verletzlich. Manchmal gelangt das Licht hindurch, manchmal ein Blick, ein Urteil, eine Einladung. Es gibt Schwellen, an denen wir zögern. Wer ist drinnen? Wer bestimmt, wer eintreten darf? Räumliche Konfigurationen ermöglichen Begegnungen: Türen, die sich nur in eine Richtung öffnen lassen; Korridore, die in Sackgassen enden; gemeinsam genutzte Treppenhäuser; Hauptbahnhöfe. In diesen Räumen – und in den alltäglichen, wiederkehrenden, gewohnheitsmäßigen Begegnungen, die dort stattfinden – nehmen Beziehungen Gestalt an. „A Good Reputation“ ist Rosa Aiellos erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland und präsentiert ihre bis dato umfassendste Neuproduktion.
Bis 1. Februar 2026
Westfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, Münster
Alle Infos: westfaelischer-kunstverein.de
Kreativ-Haus: Theaitetos Trio „Nosferatu“
© Theaitetos Trio, Münster
Das Theaitetos Trio hat sich in seiner neuesten Produktion wieder an einen Meilenstein der Filmgeschichte gewagt. Dieses Mal wird die „kreative Axt“ an „Nosferatu“, Murnaus Glanzleistung aus dem Jahre 1922, gelegt. Das Theaitetos Trio zeigt als Stummfilm mit Livemusik ein selbst gedrehtes und musikalisch live begleitetes Remake des Horroklassikers. Das Trio bewegt sich auf der Bühne und im Film virtuos und furios über schwankende und doppelte Böden und schreckt dabei vor keiner musikalischen und szenischen Schandtat zurück.
Freitag, 13. Februar 2026, 20 Uhr
Theaterbühne im Kreativ-Haus, Diepenbrockstraße 28, Münster
Alle Infos: www.kreativ-haus.de
Theater im Pumpenhaus: bodytalk „Westfalen Side Story“
© bodytalk (Münster)
Dort, wo der Hossa Nova zuhause ist und The Girl from Ibbenbüren bei jedem Schützenfest rauf und runter läuft entdecken bodytalk ein neues La-La-Land: Westfalen. Ihr Musical braucht nicht die Stadt der Engel als Kulisse, der Zauber entfaltet sich zwischen Ackerbau und Inzucht, Brauchtum und Missbrauchtum in der Provinz. Hier ist keine Schweinerei zu klein für die Bühne: das Schwein ist der Star! Zum Beispiel im Wurst-Komitee: einer Organisation von Schweinen, die zum Schutz von Liebe und Frieden gegründet wurde. Und wo als Trauerritual für jedes getötete Leben eine Wurst verspeist wird. Klingt kannibalisch – ist es auch. „Westfalen Side Story“ lädt ein zum großen Musical-Schlachtfest. Menschen und Tiere singen und tanzen, grillen und fragen sich: Ist Leben nur etwas, das man essen kann?
Donnerstag, 19. Februar 2026, 20 Uhr
Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Alle Infos: www.pumpenhaus.de
Wewerka Pavillon: Finn Köhntop „Life−Life Balance“
© Finn Köhntop
Zwei lebensgroße Rammböcke zerstören sich selbst. Schlag für Schlag treffen ihre identisch aussehenden Köpfe aufeinander und tragen das Material ab. Ein Motor erzeugt eine fortlaufende, stetige und unaufhaltsame Bewegung der Rammböcke. Als Rammbocksköpfe wurden zwei Pferdeköpfe gewählt, seit Jahrhunderten ein Symbol für Kraft und Schnelligkeit. „Life−Life Balance“ kritisiert eine Lebensführung, die sich an Tempo und zunehmender Geschwindigkeit ausrichtet. Die Rammböcke werden nicht repariert, außer der Motor, wenn er ausfallen würde. So wird die kritisierte Selbstzerstörung performativ aufrechterhalten und die eigene Beteiligung an zerstörerischen Dynamiken kritisch in den Fokus gerückt. Der Wewerka Pavillon, Ausstellungsraum der Kunstakademie Münster, fungiert hier als Bühne, die das Spektakel der Zerstörung präsentiert.
Bis 20. März 2026
Wewerka Pavillon, Aasee-Uferweg, Münster
Alle Infos: www.kunstakademie-muenster.de
Kunsthalle Münster: Jelena Bulajić „Untitled (after)“
Jelena Bulajić „After Sugimoto, Gemsbok“, 2023, Courtesy die Künstlerin und carlier | gebauer, Berlin/Madrid. © Jelena Bulajić
Die Kunsthalle Münster zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von Jelena Bulajić in Deutschland und gibt damit einen Überblick über das Schaffen der serbischen Künstlerin. Bulajić’ Arbeiten sind Werkzeuge zur Erforschung der vermittelten Sicht auf die Welt, Spekulationen über die Dimensionen von Realität. Sie besitzen eine eigene Logik des Zeigens und Offenbarens, gehen aus einer intensiven Beschäftigung mit dem Bildnerischen hervor, dessen Bedingungen und Möglichkeiten. Die Ausstellung bringt verschiedene Werkgruppen der Künstlerin zusammen, darunter neue Arbeiten, die für die Präsentation in der Kunsthalle entstehen und erstmals auch Skulpturen. Die Zusammenschau der unterschiedlichen Werke, das Spiel mit Figuration und Abstraktion führt eine Konzeption des Bildermachens vor Augen und fordert eine Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung ein.
Bis 29. März 2026
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
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