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Literaturline
Lesung September 2026
Christina Schößler: „Atem ist ein scheues Tier“
„Atem ist ein scheues Tier“, der neue Gedichtband von Christina Schößler (edition offenes feld, Dortmund 2025) ist eine Klangreise durch eine Welt, die voller Leben ist, beseelt und unbeseelt. Sie zu durchwandern – lautlich, faktisch, traumwandlerisch – ermöglicht eine Begegnung mit dem Rätselhaftem, das uns tagtäglich umgibt und dem die Autorin gekonnt Sprache schenkt, ohne es ganz einzufangen. Da wandeln Wesen durch Welten, die menschliche Antlitze tragen, wie Tiere existieren Dinge und geben Laute von sich, da hockt das Dunkel und ist, und zwischen allem führt der Atem, gleichermaßen Flüchtigkeit wie Permanenz, als Stifter des Worts ein wundersames, animalisches Eigenleben. Und lässt die Gedichte erklingen, erknistern, errauschen.
Christina Schößler, * 1975 in Gütersloh, aufgewachsen in Harsewinkel, Studium der Germanistik, Philosophie, Angewandten Kulturwissenschaften in Münster, lebt und arbeitet ebenda als Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Kulturschaffende. Sie veröffentlicht seit 2004 Lyrik, Prosa und Essays in Zeitschriften, in Anthologien und im Hörfunk. Schößler hat mehrere Literaturpreise gewonnen, darunter 1. Preis Landschreiber-Wettbewerb 2016 und 2018, Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis 2021. Zuletzt erschienen Gedichte in „Vom Frieden. Texte westfälischer AutorInnen“ (Elsinor Verlag).
Für die Literaturline liest Christina Schößler Auszüge aus ihrem Gedichtband „Atem ist ein scheues Tier“.

