Infomobil und Beteiligungs-Box am Dialogtag
 
Ideensammlung am Dialogtag
 
Luftbild Ideensammlung Peter Leßmann
 
 
 

Dialogtage Vol. 1, was ist das eigentlich?

Am Samstag, 2. Oktober, von 10 bis 18 Uhr hieß es mitten auf dem Prinzipalmarkt, gemeinsam kreativ zu werden, bei den Dialogtagen Vol. 1 zur Zukunft der Innenstadt. "Volume 1", weil es die ersten Tage dieser Art sind.

Mitten auf dem Prinzipalmarkt boten verschiedene Aktionen die Gelegenheit, mögliche Zukunftsideen für die Stadtmitte zu entwerfen. Diskutiert wurde auch, wie man die City schon heute verbessern kann und was eigentlich zur Innenstadt gehört - nur die Altstadt oder auch Aasee, Schloss und Hafen.

Ob es nun um Verbesserungswünsche für konkrete Orte geht oder um große Zukunftsvisionen: Alle Anregungen waren gefragt und wurden gesammelt.

Bereits zwei Tage vorher, am 30. September, machte ein Multiplikatorenabend den Auftakt der Dialogtage.

Auch im weiteren Verlauf des auf zwei Jahre angelegten Innenstadtprozesses „Stadt.Raum.Leben - Münsters Mitte machen“ gibt es für jede und jeden noch zahlreiche Möglichkeiten, sich mit eigenen Ideen und auch Sorgen einzubringen. 

Multiplikatorenabend mit der Stadtgesellschaft

Am 30. September 2021 fand als Auftakt der Dialogtage ein Multiplikatorenabend zum Auftakt des Innenstadtprozesses statt. Der Einladungskreis der Gäste mit Innenstadtbezug war sehr vielfältig und umfasste verschiedene Institutionen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren u. a. aus den Bereichen Bildung, Architektur, Stadtgestaltung, Gesundheit, Gastronomie, Hotellerie, Gender, Integration, Inklusion, Immobilien, Handel, Dienstleistungen, Umwelt, Klimaschutz, Kirche, Senioren, Jugend, Kultur, Mobilität, Soziales, Sicherheit, Sport, Wirtschaft, Tourismus und Politik. Dies zeigt, wie vielfältig die Zukunftsgestaltung der Innenstadt sein wird.

Die Frage des Abends lautete: "Wie können wir unsere Innenstadt noch besser machen als sie heute schon ist?" Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Markus Lewe berichtete Prof. Kunibert Wachten vom Büro scheuvens + wachten plus über das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, das aktuell für die Innenstadt erarbeitet wird. Thorsten Kausch vom Büro Stadtmanufaktur stellte vor, wie ein Zentrenmanagement für die Innenstadt entstehen kann. Auch Multiplikatoren kamen zu Wort und äußerten sich dazu, welche Fragen zur Zukunft der Innenstadt sie am meisten bewegen. Stadtbaurat Robin Denstorff stellte schließlich  neun zentrale Zukunftsfragen für die Innenstadt vor und lud alle Teilnehmenden zu einer aktiven gemeinsamen Mitgestaltung des Innenstadtprozesses ein.

Die Präsentationen des Abends stehen hier zum Download bereit:

Präsentationen des Multiplikatorenabends am 30.09.2021

   

Info-Mobil und Beteiligungs-Box

Das Infomobil, das viele Münsteranerinnen und Münsteraner schon vom Reallabor Wolbecker Straße kennen, zog für den 2. Oktober mitten ins Herz der Stadt, auf den Prinzipalmarkt. Am Mitmach-Marktstand wurde gefragt, gedacht, gemalt und aufgeschrieben. Auch Kinder waren herzlich willkommen, sich mit ihren Wünschen rund um die Innenstadt einzubringen.

Eine ganz besondere Form der Mitwirkung aller bot die große Beteiligungs-Box neben dem Infomobil. Auf einem begehbaren Luftbild von Münsters Innenstadt wurden zahlreiche Ideen für Verbesserungsmöglichkeiten direkt vor Ort markiert.

Auch im Internet können alle Interessierten nach den Dialogtagen noch bis Ende November ihre Anregungen, Vorschläge und Überlegungen in eine Karte eintragen. 

Spaziergänge zu 101 Ideenorten

"Münsters Mitte Machen" lautet das Motto, unter dem die Innenstadt für die Zukunft noch besser gemacht werden soll als sie heute schon ist. Interessierte Bürgerinnen und Bürger entdeckten bei  "101 Ideenorten"-Spaziergängen mit dem Stadtplaner und Münsterkenner Prof. Kunibert Wachten versteckte aber auch ganz offensichtliche Orte, die in Zukunft schöner oder anders werden könnten, und kamen gemeinsam ins Gespräch.

Wer Lust hat, die "101 Ideenorte" auf eigene Faust zu erkunden, kann dies gerne tun. Hier stehen Informationen zur Route zum Download bereit:

"101 Ideenorte"-Spaziergang nördliche Innenstadt

"101 Ideenorte"-Spaziergang südliche Innenstadt 

 

Was passiert mit den Ideen?

Alle eingebrachten Anregungen werden sortiert, ausgewertet und in den Ideenpool zum aktuellen Innenstadtprozess der Stadt Münster aufgenommen. Damit alle Ideen zur Gestaltung der Innenstadt der Zukunft ihre volle Wirkung erzielen können, werden sie aufeinander abgestimmt, nach Dringlichkeit und Machbarkeit zeitlich gestaffelt und zu einem "großen Ganzen" zusammengefügt.

Daraus entsteht eine Entwicklungsperspektive für die Innenstadt mit zahlreichen Einzelprojekten - ein sogenanntes Innenstadtentwicklungskonzept. Hierin werden alle Lebensfelder gleichermaßen unter die Lupe genommen: Handel, Gastronomie, Wohnen, Stadtgrün und Klimaresilienz, Bildung, Aufenthaltsorte und Plätze für alle Menschen, Wasser in der Stadt, Verkehr und Mobilität und vieles Weitere. 

Die im Konzept in einer großen Maßnahmentabelle enthaltenen Projektideen können dann, je nach ihrer Priorisierung, auf den Weg zur Realisierung gebracht werden. Dies bedeutet, dass  die einzelnen Ideen immer konkreter beschrieben, geplant, gezeichnet und so lange mit vielen Fachleuten, den Bürgerinnen und Bürgern und der örtlichen Politik abgestimmt werden, bis sie umgesetzt werden können.