Stadt Münster: Stadtplanung - Baulandprogramm

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Baulandentwicklung

Baulandprogramm

Mit dem Baulandprogramm werden diejenigen Flächen ausgewählt, die in den nächsten Jahren zur Baureife entwickelt werden sollen, um die wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Ziele zu erreichen. Die Baureife ist erreicht, wenn verbindliches Planungsrecht vorliegt und die Fläche erschlossen ist. Da die Baulandentwicklung von vielen Faktoren (liegenschaftlichen, planerischen, fachgesetzlichen etc.) abhängig ist, ist das Baulandprogramm dynamisch und auf eine jährliche Fortschreibung angelegt. Mit dieser Vorlage wird insofern die jährliche Fortschreibung des Baulandprogramms 2019 – 2025/2030 angestrebt.

Aus dem Bericht zur Wohnbaulandentwicklung 2018 wird deutlich, dass - vor dem Hintergrund eines historisch hohen Bauüberhangs (genehmigte, aber noch nicht fertig gestellte Bauvorhaben) von mehr als 3.200 Wohneinheiten Ende 2018 - eine deutliche Erhöhung der Wohnungs-Fertigstellungszahlen im Jahr 2019 erwartet werden kann. Dieser hohe Bauüberhang zeigt damit zum einen die ersten Wirkungen der verstärkten Baulandentwicklung seit 2014 und zum anderen – im Zusammenhang mit dem Absinken der Fertigstellungszahlen in 2017/2018 – vermutlich auch ein Erreichen der Kapazitätsgrenzen der lokalen Bauwirtschaft.

Die Baulandbereitstellung in Münster hat zudem im Jahr 2018 mit einer Kapazität von 1.250 Wohneinheiten einen neuen Höchstwert der letzten 20 Jahre erreicht – gleiches gilt für die baureifen Reserven, die zum Stichtag 31.12.2018 über 3.350 WE betrugen und damit deutlich über dem „Soll“-Wert lagen (der Vorrat an baureifen Flächen in Baugebieten soll dem Vierfachen des durchschnittlichen Baulandverbrauchs der letzten fünf Jahre entsprechen).

Trotz dieser positiven Signale aus dem hohen Bauüberhang und der deutlich gestiegenen Baulandbereitstellung besteht vor dem Hintergrund des nach wie vor angespannten Wohnungsmarktes die Notwendigkeit, möglichst kurzfristig weitere, größere Baulandkapazitäten zu erschießen und damit die Baulandentwicklung nochmals zu intensiveren.

Die Studie des Wohnungsmarktes in Münster, welche das Pestel-Institut aktuell vorgenommen hat, geht von einem aktuellen Wohnungsdefizit aus, welches seit 2011 von 1.300 Wohnungen auf ca. 3.000 Wohnungen gestiegen ist. Der Bedarf an neuen Wohnungen ist daher insbesondere in den nächsten Jahren besonders hoch, um dieses Defizit abzubauen und um dem Bestandsmarkt deutliche Impulse zu Belebung zu geben. Daher wird mit dieser Vorlage eine Wohnbaulandoffensive angestrebt, die zum einen eine erhebliche Ausweitung der Baulandentwicklung in quantitativer Sicht bedeutet (Aufnahme neuer Baugebiete mit einem Volumen von über 3.000 Wohneinheiten – vgl. unter 2.3) als auch eine Optimierung der zeitlichen Abläufe erreichen soll.

Als erster Schritt erfolgt daher eine Priorisierung der Baugebiete anhand von Kriterien und im Hinblick darauf, welchen Beitrag sie zur Erreichung dieses Ziels leisten können. Die vorhandenen Arbeitskapazitäten sollen daher auf diese besonders wichtigen (prioritären) Projekte fokussiert werden, ohne die Bearbeitung der weiteren Projekte aufzugeben. In der konkreten Bearbeitung sollen die prioritären Projekte daher stets zeitlichen Vorrang vor der Bearbeitung des Alltagsgeschäfts, zu dem auch die weiteren Baugebiete gehören, bekommen.

Als zweiter Schritt ist für eine Reihe dieser prioritären Projekte ein umfassendes Controlling vorgesehen. Dabei soll die Prozess- und Projektsteuerung optimiert und damit eine höhere Verlässlichkeit in Bezug auf die zeitliche Realisierung erreicht werden. Darüber hinaus ist es das Ziel, die bisher vorgesehenen und in der Tabelle zum Baulandprogramm der Stufe 1 dargestellten Zeitketten – soweit wie möglich – zu verkürzen.

Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 3. Juli 2019 das Baulandprogramm 2019-2025/2030 beschlossen.



 

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