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Neue Urbane Stadtquartiere in Münster
Wachstum mit städtebaulicher Qualität
Münster steht in den nächsten Jahren weiterhin vor der Herausforderung eines hohen Wachstumsdrucks und ist daher gefordert, auch in den innerstädtischen Randbereichen neue Flächen für Baulandentwicklungen in den Blick zu nehmen.
Dabei soll der Wachstumsprozess mit hohen städtebaulichen Qualitäten einhergehen.
Mehr zu den Qualitäten zukünftiger Quartiere
Münster Modell Quartiere
Urbane Qualitäten wie kompakte städtebauliche Strukturen, Dichte und Nutzungsmischungen, soziale und kulturelle Vielfalt sowie belebte öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität, aber auch viel Grün bis in die umgebende Münsterländer Parklandschaft – das zeichnet Münster aus.
Ein Schlüsselthema der strategischen Stadtentwicklung Münsters ist die Weiterentwicklung dieser Stadt-Landschaft. Es gilt, die vorhandenen Qualitäten zu stärken und weiterzuentwickeln.
In diesem Sinne sollen die neuen Münster Modell Quartiere 1+2 an der Steinfurter Straße und an der Busso-Peus-Straße über die Kernstadt hinweg bis zu den neuen Münster Modell Quartieren 3|4|5 im Bereich der Stadthäfen räumlich und funktional in Beziehung zueinander gesetzt werden. So entsteht eine zukunftsfähige und vernetzte Stadt mit noch mehr Lebensqualität und Attraktivität.
MMQ 1 Steinfurter Straße
für Leben, Wohnen, Arbeiten/Technologie
Südwestlich der Steinfurter Straße und vis-á-vis des Technologieparks soll ein neuer Stadtraum für Münsters Zukunft als Modellquartier für urbanes Wohnen, Arbeiten und Technologie entstehen. Der Stadtraum mit einer Größe von ca. 50 ha bietet ein herausragendes Potenzial für ein neues urbanes Stadtquartier in Innenstadtrandlage (Entfernung zum Domplatz ca. 2,5 km Luftlinie). Daher hat der Rat der Stadt Münster am 26. August 2020 den Grundsatzbeschluss gefasst, das neue Stadtquartier an der Steinfurter Straße in den nächsten Jahren zügig zu entwickeln.
Die grundlegenden Planungsideen sind abgeleitet aus dem stadtweiten und themenübergreifenden bürgerschaftlichen Beteiligungsprozess „Münsters Zukünfte 20|30|50“ und aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK 2030). In einer internationalen Ideenwerkstatt wurde daraufhin bereits eine erste Vision für die Steinfurter Straße als Quartier des 21. Jahrhunderts entwickelt. Das übergeordnete Ziel für die Quartiersentwicklung ist die Schaffung eines adäquaten Angebots zur Deckung des in Münster bestehenden erhöhten Bedarfs an Wohn- und Arbeitsstätten. Gleichzeitig sollen bei der Planung verschiedene urbane Qualitäten wie u.a. eine Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten, Forschen und Entwickeln, belebte Erdgeschosse, neue Wohnformen, klimaneutrale Quartiersentwicklung, sensibles Wassermanagement und eine zukunftsfähige Mobilität mit autoarmen bzw. autofreien Teilquartieren verfolgt werden.
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MMQ 2 Busso-Peus-Straße
für Leben, Wohnen, Wissenschaft
Für Leben, Wohnen, Wissenschaft
Am 26. August 2020 hat der Rat der Stadt Münster die städtebauliche Entwicklung der rund 18 ha großen Fläche zwischen Busso-Peus-Straße, Gievenbecker Weg und Appelbreistiege beschlossen. Die ursprünglich eigenständige Entwicklung südlich der Appelbreistiege wurde zwischenzeitlich in die Gesamtentwicklung integriert.
Ziel ist die Schaffung eines urbanen Wissensquartiers mit Wohnraum für rund 1.800 Menschen sowie universitären und außeruniversitären Einrichtungen. Die Planung verfolgt eine Nutzungsmischung, eine angemessen hohe städtebauliche Dichte, den Schutz des angrenzenden Freiraums, eine klimaneutrale Entwicklung, sensibles Wassermanagement und eine zukunftsfähige, autoarme Mobilität.
Wettbewerbsverfahren
Der städtebaulich-landschaftsplanerische Realisierungswettbewerb wurde am 15. Februar 2024 abgeschlossen. Als erster Preisträger wurde das Planungsteam um Albert Wimmer ZT GmbH (Wien) ausgezeichnet. Der Entwurf „Stadtchamäleon“ sieht eine grüne Mitte, starke Vernetzungen mit den angrenzenden Quartieren und ein weitgehend autofreies Wohn- und Arbeitsumfeld vor.
Die Wettbewerbsergebnisse wurden im Anschluss öffentlich ausgestellt und in einer Abschlussdokumentation veröffentlicht.
Weiterqualifizierung und Bauleitplanung
Das im Anschluss durchgeführte Verhandlungsverfahren mit dem ersten Preisträger wurde im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen. Die Planungsgemeinschaft um Albert Wimmer ZT wurde daraufhin mit der Weiterqualifizierung des Wettbewerbsentwurfs und der Fachplanungen beauftragt.
Aktuell (September 2026) wird der Wettbewerbsentwurf zu einem Rahmenplan weiterentwickelt, ehe die Fortschritte in einer weiteren öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt werden sollen. Daran anschließend wird auf dieser Grundlage ein Bebauungsplan aufgestellt. Die hierfür erforderlichen Verfahren wurden mit Beschluss des Rates der Stadt Münster vom 2. Juli 2025 formell bereits eingeleitet (Bebauungsplanverfahren Nr. 639 und Verfahren zur 127. Änderung des FNP).
Als erstes Vorhaben im künftigen Modellquartier plant das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME am Gievenbecker Weg bis 2030 ein Forschungsgewächshaus zu errichten. Damit das Vorhaben noch vor Fertigstellung der Erschließungsanlagen des Modellquartiers in Betrieb genommen werden kann, ist die Aufstellung des separaten, vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 661 und die Änderung des Flächennutzungsplans eigens für diese Teilfläche erforderlich.
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MMQ 3|4|5 am Kanal
für Leben, Wohnen, Arbeiten, Kultur & Freizeit
Der Rat der Stadt Münster hat am 26. August 2020 die Entwicklung neuer urbaner Stadtquartiere südlich des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) beschlossen. Mit dem Ratsbeschluss vom 23. Juni 2021 wurde das Betrachtungsgebiet um die Fläche westlich des Kanals (Am Hawerkamp) erweitert. Das rund 80 ha große Areal umfasst die Teilbereiche Theodor-Scheiwe-Straße, Nieberdingstraße und Am Hawerkamp.
Die Kanalkante vom Lütkenbecker Weg bis zur Eulerstraße soll zu einer grünen Zone für Freizeit, Erholung und Mobilität entwickelt werden.
In zentraler Lage sollen neue urbane Quartiere mit Wohnraum, auch öffentlich gefördert, sozialen Einrichtungen, Kultur- und Kreativwirtschaft, Dienstleistungen, Gewerbe und urbanen Produktionsstätten entstehen. Der vorhandene Wohnbestand soll erhalten und schrittweise durch gemischte und gewerbliche Strukturen ergänzt werden.
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