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Sprachbildungsnetzwerke
Bildungserfolg braucht Bildungssprache
Die deutsche Sprache ist vielfältig und komplex. Das wird besonders in der Schule spürbar: Die Unterrichtssprache wird von Schuljahr zu Schuljahr fachlicher, schriftlich wie mündlich. In der Schuleingangsphase geht es vor allem um fachliche Kompetenz. Die schulischen Anforderungen nehmen jedoch jährlich zu, sprachliche Aufgaben gestalten sich komplexer, die Bildungssprache wird anspruchsvoller.
Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert Sprachbildungsnetzwerke für alle Lehr- und Fachkräfte an Schulen, um den Raum zu geben, sich zu Themen der Sprachbildung auszutauschen.
- „Wie kann ich Schülerinnen und Schüler systematisch an die Bildungssprache heranführen?“
- „Wie kann ich mehrsprachige Ressourcen einbeziehen?“
- „Welche Hilfsmittel und Methoden gibt es?“
- „Wie kann ich den Erwerb der Bildungssprache durchgängig fördern – in allen Unterrichtsfächern, in der OGS, in AGs und in der Hausaufgabenbetreuung?“
Ziele der Sprachbildungsnetzwerke
- kollegialer Austausch von Erfahrungen und Wissen
- die Vermittlung von Kontakten zwischen Schulen
- Sensibilisierung für einen sprachbewussten Umgang im Unterricht und Schulalltag
- Vorstellung von Materialien, Methoden und Projekten
- die Erprobung und Reflexion der Materialien im Praxiseinsatz
- Anerkennung von Mehrsprachigkeit als Ressource
- Vernetzung aller Lehr- und Fachkräfte
Organisatorischer Rahmen
- zwei schulformübergreifende Netzwerke: Grundschule/OGS und Sek I,II/BK/WBK
- freiwilliges Angebot für pädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte
- zwei bis vier Treffen im Schuljahr
- fachlicher Input durch Expertinnen und Experten
- Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten und Verpflegung
Sprachbildungsnetzwerk: Termine und Themen
18. Juni und 2. Juli 2026, jeweils 14–17 Uhr im Stadtweinhaus: Mehrsprachigkeit als Ressource im Unterricht
In den beiden Netzwerktreffen setzen wir uns intensiv mit der Rolle von Mehrsprachigkeit im schulischen Kontext auseinander und gehen der Frage nach, wie sie Lernen, Denken und Sprachentwicklung beeinflusst.
Im ersten Treffen (am 18. Juni) stehen dabei die eigene Erfahrung und theoretische Grundlagen im Mittelpunkt:
Ausgehend von der Reflexion eigener sprachlicher Biografien entwickeln wir ein Bewusstsein für die Alltäglichkeit von Mehrsprachigkeit. Darauf aufbauend klären wir zentrale Begriffe und hinterfragen verbreitete Annahmen, etwa die Vorstellung, dass Mehrsprachigkeit nur bei „perfekter“ Beherrschung mehrerer Sprachen vorliegt. Ergänzend beleuchten wir den Zusammenhang von Sprache und Kognition und nehmen in den Blick, wie unterschiedliche sprachliche Hintergründe Lernprozesse prägen.
Im zweiten Treffen (am 2. Juli) rückt die Anwendung auf die Unterrichtspraxis in den Fokus:
Auf Grundlage der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit entwickeln wir in schulform- und fachspezifischen Kleingruppen konkrete Ansätze für sprachsensiblen Unterricht. Dabei geht es insbesondere darum, Mehrsprachigkeit im Unterricht bewusst aufzugreifen und als Ressource für Lernen nutzbar zu machen. Ziel ist es, praxisnahe Ideen zu erarbeiten, die direkt im eigenen Unterricht umgesetzt werden können.
Hinweis: Die beiden Termine bilden eine zusammenhängende Reihe und werden von Dr. Dörthe Schilken begleitet, die als Sprachexpertin fachlichen Input und praxisnahe Impulse einbringt.
Anmeldungen senden Sie bitte unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Schule per E-Mail an: Friederike Scheuermann, Scheuermann@stadt-muenster.de.
Weitere Informationen
- Flyer Sprachbildungsetzwerke (nicht barrierefrei) (PDF; 1,03 MB)


