Seiteninhalt
Sprachbildungsnetzwerke
Bildungserfolg braucht Bildungssprache
Die deutsche Sprache ist vielfältig und komplex. Das wird besonders in der Schule spürbar: Die Unterrichtssprache wird von Schuljahr zu Schuljahr fachlicher, schriftlich wie mündlich. In der Schuleingangsphase geht es vor allem um fachliche Kompetenz. Die schulischen Anforderungen nehmen jedoch jährlich zu, sprachliche Aufgaben gestalten sich komplexer, die Bildungssprache wird anspruchsvoller.
Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert Sprachbildungsnetzwerke für alle Lehr- und Fachkräfte an Schulen, um den Raum zu geben, sich zu Themen der Sprachbildung auszutauschen.
- „Wie kann ich Schülerinnen und Schüler systematisch an die Bildungssprache heranführen?“
- „Wie kann ich mehrsprachige Ressourcen einbeziehen?“
- „Welche Hilfsmittel und Methoden gibt es?“
- „Wie kann ich den Erwerb der Bildungssprache durchgängig fördern – in allen Unterrichtsfächern, in der OGS, in AGs und in der Hausaufgabenbetreuung?“
Ziele der Sprachbildungsnetzwerke
- kollegialer Austausch von Erfahrungen und Wissen
- die Vermittlung von Kontakten zwischen Schulen
- Sensibilisierung für einen sprachbewussten Umgang im Unterricht und Schulalltag
- Vorstellung von Materialien, Methoden und Projekten
- die Erprobung und Reflexion der Materialien im Praxiseinsatz
- Anerkennung von Mehrsprachigkeit als Ressource
- Vernetzung aller Lehr- und Fachkräfte
Organisatorischer Rahmen
- schulformübergreifendes Netzwerk
- freiwilliges Angebot für pädagogische und sozialpädagogische Fachkräfte
- zwei Treffen im Schuljahr
- fachlicher Input durch Expertinnen und Experten
- Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten und Verpflegung
Sprachbildungsnetzwerk: Termine und Themen
Aus der Praxis – für die Praxis: Sprachbildung gemeinsam gestalten
10. November 2026, 14–17 Uhr, Stadtweinhaus (Rishon le Zion-Zimmer)
Diesmal stehen Ihre Fragen und Erfahrungen aus der schulischen und pädagogischen Praxis im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Dr. Dörthe Schilken werden konkrete Situationen und Herausforderungen rund um das Deutschlernen und Deutsch als Bildungs- und Unterrichtssprache aufgegriffen. Im Rahmen einer kollegialen Fallberatung wird gemeinsam nach möglichen Erklärungen und Handlungsansätzen gesucht.
Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um den Deutschunterricht: Sprachbildung spielt in allen Fächern und im gesamten pädagogischen Alltag eine Rolle.
Bringen Sie Ihre Fragen mit!
Mögliche Fragestellungen sind beispielsweise:
- Warum treten bestimmte sprachliche Fehler immer wieder auf?
- Was kann helfen, wenn Schüler*innen die Fachinhalte verstehen, aber Schwierigkeiten mit der Aufgabenstellung haben?
- Wie können Schüler*innen unterstützt werden, denen das mündliche Formulieren leichter fällt als das schriftliche?
- Wie lassen sich Fachbegriffe vermitteln und das Erklären und Begründen sprachlich unterstützen?
- Wie kann mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen innerhalb einer Lerngruppe umgegangen werden?
- Wie kann sprachliche Unterstützung gelingen, ohne die fachlichen Anforderungen zu reduzieren?
Gerne können Sie eigene Fragen, Beobachtungen oder Materialien mitbringen. Auch eine Schüleräußerung, ein Schülertext, eine Aufgabe oder ein Arbeitsblatt kann Ausgangspunkt für den gemeinsamen Austausch sein.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Das schulformübergreifende Sprachbildungsnetzwerk richtet sich an Lehrkräfte aller Fächer und Schulformen sowie pädagogische Fachkräfte. Neue Interessierte sind herzlich willkommen.
Anmeldungen senden Sie bitte unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Schule per E-Mail an: Friederike Scheuermann, Scheuermann@stadt-muenster.de.
Weitere Informationen
- Flyer Sprachbildungsetzwerke (nicht barrierefrei) (PDF; 1,03 MB)


