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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Lesung für zuhause oder unterwegs
Ulrich Blumenbach © Sibylle Brändli Blumenbach
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden.
Im Juni 2026 liest der Übersetzer Ulrich Blumenbach ausgewählte Texte von Dorothy Parker, James Joyce und David Foster Wallace.
POETRY 2026
© Stadt Münster
Ab dem 8. Juni lädt POETRY, das Vorprogramm zum Internationalen Lyriktreffen Münster ein, Lyrik in unterschiedlichsten Formen zu erleben. Besucher*innen können sich auf Ausstellungen, Filmscreenings, Lesungen, Performances, Lyrik- und Musikabende, gemeinsames Lesen, Lyrikwerkstätten und Slam Poetry an vielen verschiedenen Orten in der Stadt freuen. Das gedruckte Programm liegt ab Ende Mai im Stadtraum aus und ist dann auch an dieser Stelle online zu finden. POETRY ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Kulturamt der Stadt Münster, cuba kultur und TatWort, Filmwerkstatt Münster & filmclub münster, Literaturverein Münster, Silent Book Club Münster und Anna Stern (Performancekünstlerin) und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
8. Juni bis 5. Juli 2026
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zur Veranstaltung POETRY
Lyriktreffen 2026
© Stadt Münster
In diesem Jahr steht das Lyriktreffen unter dem Motto „Poesie und Sprechblase“. Das Lyriktreffen 2026 fragt zum einen nach den sprachlichen Möglichkeiten, die sich der Poesie in einer verstärkt von Floskeln, Phrasen und Parolen geprägten Zeit bieten. Zum anderen liegt ein besonderer Fokus auf der Beziehung zwischen Lyrik und Comic. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess erkunden Dichter*innen und Comic-Künstler*innen das Verhältnis von Text, Sprechblase und Bild, von Verdichtung und visueller Setzung. Dabei wird bewusst an der Schnittstelle beider Gattungen experimentiert, um die Chancen der noch wenig entfalteten Kunstform „PoesieComic“ besser kennenzulernen. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Begegnung werden in einer Ausstellung zu sehen sein, die zum Festivalauftakt eröffnet wird. Zudem werden Räume für Reflexion und aktive Teilnahme geschaffen. Eigens eingerichtete „Lesezimmer“ bieten Interessierten die Möglichkeit, mit anderen Lesenden und Dichter*innen des Festivals über ihre Leseeindrücke zu sprechen. Welche Kraft liegt in der Beweglichkeit und Präzision poetischer Sprache, wenn die öffentliche Debatte sich zunehmend algorithmisch erzeugten Sprachmustern beugt?
3. bis 5. Juli 2026
verschiedene Orte in Münster
Mehr zum Lyriktreffen
Kulturrucksack 2026
© Kim Wessel / Kulturamt Münster
Ein Anti-Filter-Studio bauen, einen Reisebericht über die eigene Stadt schreiben, ein Musical entwickeln, Science-Fiction-Welten erschaffen: Der Kulturrucksack in Münster bietet erneut viele kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Aus einer Vielzahl an Vorschlägen wählte eine fünfköpfige Jury zahlreiche Projekte für das Jahr 2026 aus. Das Programm erstreckt sich über das gesamte Jahr und eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Alle Infos: Kulturrucksack 2026
Skulptur Projekte 2027
© Studio Lana Grahek & Infinum
Die Skulptur Projekte laden erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
13. Juni bis 3. Oktober 2027
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zu den Skulptur Projekten 2027
Sonderpreis des Landes NRW für das Konzept „Münster macht Kultur“
Frauke Schnell und Heike Schwalm © Stadt Münster / Michael Lyra
Das Kulturamt freut sich, dass mit dem Sonderpreis der innovative Ansatz einer dezentralen und aufsuchenden Kulturellen Bildung prämiert wurde. Ausgangspunkt des Konzepts ist die Überzeugung, dass der Funke für ein Leben mit Kunst und Kultur im Alltag überspringt – also dort, wo junge Menschen leben. Vier Stadtteilkulturorte werden nun zu Werkstätten Kultureller Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster. Bei der Entwicklung passgenauer Angebote für Kinder und Jugendliche arbeitet das Kulturamt Hand in Hand mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie mit lokalen Akteur*innen zusammen – darunter Partner*innen aus Bildung, sozialer Arbeit, Ehrenamt, der freien Kunst- und Kulturszene und nicht zuletzt junge Menschen selbst. In den Werkstätten werden Multiplikator*innen Methoden und Formate an die Hand gegeben, die Theater, Literatur, Film, Tanz, Kunst, Medien und Stadtgeschichte als selbstverständlichen Teil des Alltags erfahrbar machen.
Zur Pressemitteilung
Foto: Goldstoff Filme/ABBYLL, Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Kulturmagazin 24/25
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteurinnen und Akteure selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen. Die neue Ausgabe widmet sich den Bereichen Literatur, Film und digitale Medien – zentrale Felder, die die kulturelle Entwicklung in Münster maßgeblich prägen. Das Magazin ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie hier zum Download.
Kulturmagazin 24/25
(PDF; 11,96 MB)
Neuigkeiten für Kulturschaffende
Künstler*innenresidenzen in Kristiansand, Norwegen
© Kristiansand kommune
Münsters Partnerstadt Kristiansand (Norwegen) bietet verschiedene Residenzmöglichkeiten für professionelle Künstler*innen: Aufenthalte im Odderøya-Leuchtturm mit kostenfreier Unterkunft und Arbeitsraum sowie Künstler*innenwohnungen auf dem Andøen- und dem Myren-Hof. Die Angebote richten sich an nationale und internationale Künstler*innen und ermöglichen Arbeitsaufenthalte von einer Woche bis zu mehreren Monaten.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kristiansand.
Alle Infos: www.kristiansand.kommune.no
Veranstaltungstipps
WESTWIND 2026
Junges Theater Münster: „Und dann noch… Wie Stress weniger stresst - fast ohne Toxic Tipps!“ © Sinje Hasheider
Das Festival für junges Publikum kommt nach Münster – und bringt frischen Wind mit! WESTWIND 2026 versteht sich als Festival und Werkstatt, als Bühne und Freiraum. Es lädt ein zu Theatererlebnissen, die Haltung zeigen, zu Diskussionen, die herausfordern, und zu Workshops, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Mut machen und neue Perspektiven aufzeigen. Die künstlerische Leitung übernehmen das Junge Theater Münster und das echtzeit-theater Münster. Mit dabei sind außerdem das Theater in der Meerwiese, das Theater im Pumpenhaus sowie weitere künstlerische Partner*innen, die gemeinsam daran arbeiten, die Vielfalt und Qualität von Kunst für junges Publikum in Münster weiter voranzubringen. Im Zentrum des Festivals stehen zehn herausragende Inszenierungen aus NRW, ausgewählt von einer Fachjury. Das internationale Programm ergänzt diese Auswahl mit spannenden Produktionen aus verschiedenen Ländern für unterschiedliche Altersgruppen. Begleitet wird das Festival von einem themenspezifischen Rahmenprogramm: Workshops, Diskussionsrunden, Panels und Vorträge, sowie das Next Generation Programm bieten Raum zum Austausch, zur Weiterbildung – und zum Mitgestalten. Kinder und Jugendliche sind nicht das Publikum von morgen – sie gestalten das Theater von heute aktiv mit: als Zuschauer*innen, als Mitwirkende, als Ideengeber*innen.
Bis 5. Juni 2026
Verschiedene Orte in Münster
Alle Infos: www.westwind-festival.de
Kleiner Bühnenboden: „Ins Offene“
© Hanno Endres
Was passiert, wenn die Gewissheiten einer ganzen Generation plötzlich zu eng werden?
Carola v. Seckendorff und Ulrich Bärenfänger begeben sich ins Offene – dorthin, wo festgefügte Muster brüchig werden und neue Räume entstehen. Mit ihrem Projekt „ins Offene“ verbinden sie Szenen aus Dario Fo und Franca Rames „Offene Zweierbeziehung“ mit eigenen, sehr persönlichen Texten. Es geht um Nähe und Freiheit, um Beziehungen, die nicht mehr funktionieren – und um die Suche nach neuen Möglichkeiten. Zwischen Lesung und Spiel, schnellen Rollenwechseln und neuen Perspektiven entsteht ein Abend, der persönliche Erfahrungen mit dem Blick einer Generation verknüpft – und davon erzählt, wie vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten.
Freitag, 5. Juni 2026, 20 Uhr (Premiere)
Sonntag, 28. Juni 2026, 18 Uhr
Der Kleine Bühnenboden, Schillerstr. 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
Afrika Festival 2026
Die 26. Ausgabe des Afrika-Festivals richtet den Blick auf aktuelle Themen: nachhaltige Entwicklung, partnerschaftliche Zusammenarbeit, Flucht, Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Hier wird erfahrbar, wie eng globale Zusammenhänge mit dem Leben vor Ort verbunden sind – und wie wichtig es ist, koloniale Denkmuster zu überwinden und neue, gleichberechtigte Perspektiven einzunehmen. Das Festival beginnt mit der Ausstellungseröffnung „Weltkunst aus Tansania – Mehr als Tingatinga!“ im Foyer der Deutschen Rentenversicherung Münster. Neben Konzerten, Lesungen und Vorträgen findet im Rahmen des Festivals auch wieder der Afrikanische Markt im Rathausinnenhof mit einem vielfältigen Programm statt. Auftreten werden dort unter anderem die Schüler*innen der Trommelgruppe und des Bläserensembles der Musikschule Wolbeck e.V.
Ausstellungseröffnung: Montag, 8. Juni 2026, 18 Uhr
Afrikanischer Markt: Sa., 13. Juni 2026, 11-22 Uhr / So., 14. Juni 2026, 11-18 Uhr
Verschiedene Ort in Münster
Alle Info: www.afrika-kooperative.de
Die Linse e.V.: „Donkey Days“
© Family Affair Films
Im Rahmen vom „Queer Monday“ wird der Film „Donkey Days“ gezeigt, der von zwei Schwestern erzählt, die ihr Leben lang gegeneinander ausgespielt wurden. Als Anna – queer und unangepasst – und die scheinbar erfolgreiche Charlotte ins Elternhaus zurückkehren, brechen alte Konflikte und verdrängte Geheimnisse wieder auf. Zwischen Familienchaos, versteckter Asche und einer rätselhaften Eselfarm beginnt eine ebenso absurde wie emotionale Spurensuche. Rosanne Pels schwarzhumorige Familiengeschichte verbindet bissigen Witz mit großer Genauigkeit für verletzte Beziehungen, Rollenbilder und die komplizierte Nähe zwischen Schwestern.
Montag, 8. Juni 2026, 20.30 Uhr
Cinema, Warendorfer Str. 45-47, Münster
Alle Infos: www.dielinse.de
Haus der Niederlande im Krameramtshaus: „Schwer zu beschreiben“
Erhard Wilde, Vogelflug, 2003 © Erhard Wilde
Der Münsteraner Künstler Erhard Wilde (*1941) zeigt im Haus der Niederlande im Krameramtshaus eine Auswahl seiner Arbeiten. Die Ausstellung ist Teil von POETRY, dem Rahmenprogramm für das Lyriktreffen Münster 2026. In der speziell dafür konzipierten Ausstellung „Schwer zu beschreiben“ liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Bild und Wort. Wilde ist gelernter Kartograf und arbeitet seit den 1990er Jahren freischaffend im Wechsel zwischen Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Objektgestaltung. Seine Bilder entstehen zunächst im Kopf und erinnern an tagebuchartige Skizzen und Notizen. „Den Zufall provozieren, die Kontrolle reduzieren“ – so beschreibt Wilde seinen künstlerischen Ansatz. In Wildes Grafiken lassen sich immer wieder einzelne Wörter oder auch ganze Sätze finden, die häufig spiegelverkehrt angeordnet sind und sich als zentrale Bildelemente offenbaren. Und so bleibt offen, ob das Wort das Motiv beschreibt, oder das Bild das Wort illustriert.
Eröffnung: Dienstag, 9. Juni 2026, 18 Uhr
10. Juni bis 5. Juli 2026
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Alle Infos: Haus der Niederlande im Krameramtshaus
JazzToday: Mareille Merck – LARUS
Mareille Merck © Patrick Britschgy
Seit diesem Jahr ist die Band „Larus“ in neuer, internationaler Besetzung unterwegs: Mit der westschweizer Bassistin Louise Knobil und dem Kölner Drummer Hendrik Eichler hat Mareille Merck zwei innovative Musiker*innen gefunden, mit denen sie ihre Eigenkompositionen zum Leben erweckt. Mareille Merck bedient sich dabei an Fingerstyle-Techniken, lässt ihre Herkunft in rockigen Gefilden durchscheinen und verwebt diese gitarristischen Nuancen geschickt mit klaren jazzigen Strukturen und einer einprägsamen Motivik. Das gemeinsame Musizieren verstehen Merck, Knobil und Eichler als eine Reise, bei der sie Mut, Abenteuerlust und Risikofreude im Gepäck haben. Die Weggefährten: vielsagende Kompositionen und ereignisreiche Improvisationen.
Freitag, 12. Juni 2026, 19.30 Uhr
BLACK BOX, Achtermannstr. 10–12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
Theater im Pumpenhaus: „Das Ende der Ewigkeit“
© Aorta Besler
Was bleibt, wenn nichts mehr ist? Wohin rettet sich die Menschheit dann? Fragen, die sich die isländische Lyrikerin Steinunn Sigurðardóttirs in ihrem Gedichtband „Nachdämmern“ stellt. Mit den schmelzenden Gletschern ihrer Heimat vor Augen. Die Schauspielerin Gabriele Brüning und die Tänzerin Katrin Banse haben sich unter anderem von Sigurðardóttirs' melancholischer, kraftvoller und dramatisch aktueller Poesie zu ihrem neuen Abend DAS ENDE DER EWIGKEIT inspirieren lassen. Einer Reflexion über die ökologische Katastrophe der Gegenwart – und Fragen jenseits der Biosphäre. Die schwindenden Eismassen stehen für Zerfall, Transformation und unsere Endlichkeit. Sie sind aber auch Sinnbild für politische Untätigkeit. Fordern dazu auf, das Verhältnis zwischen Mensch, Natur und Gesellschaft neu zu denken. Sprechend, singend und tanzend lassen Brüning und Banse eindringliche Literatur lebendig werden.
Freitag, 13. Juni 2026, 20 Uhr
Samstag, 14. Juni 2026, 18 Uhr
Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Alle Infos: www.pumpenhaus.de
Der kleine Bühnenboden: „Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf“
© Erich Saar
Striptease als hohe Kunst: Gleich wird das Publikum in Erstaunen versetzt, so, als sähe es zum ersten Mal eine solche Zeremonie des sich Entblößens, denn gleich tritt sie auf, die Performerin … Verführung, Show, Eros des Wortes: Erleben Sie eine nie da gewesene, schweißtreibende, intime Nähe von Darsteller und Publikum – mit Pascal Weber in seiner ersten Solorolle. Der Monolog ist eine hochkomische Studie über Männlichkeitsbilder, den Körper der Frau als Projektionsfläche und sprachliche Grenzzustände. Ein radikales Stück über Erwartung, Macht, Sprache und die Leere hinter der Show. Ein frühes, verdichtetes Echo auf heutige Diskurse um Genderrollen und neue Identitätsentwürfe jenseits tradierter Macht- und Rollenbilder.
Samstag, 13. Juni 2026, 20 Uhr
Samstag, 20. Juni 2026, 20 Uhr
Der kleine Bühnenboden, Schillerstr. 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
Afrikanische Perspektiven e.V.: „Der Rabe, der mich liebte“
Abdelaziz Baraka Sakin © Wolfgang Tanner
Literatur stellt die Wirklichkeit anders dar als journalistische Medien. Abdelaziz Baraka Sakin verdichtet, verbindet Realität und Fiktion zu literarischen Texten, er schreibt bildhaft und meidet Klischees. Adam Ingliz, die Hauptfigur des Romans „Der Rabe, der mich liebte“, verlässt den diktatorisch geprägten Sudan und durchquert Europa auf dem „Ameisenweg“, einer lebensgefährlichen Fluchtroute. Abdelaziz Baraka Sakin ist 1963 im sudanesischen Kassala geboren, seine Bücher wurden mit internationalen Preisen bedacht, im Sudan mit Verboten belegt. Der Schauspieler Stefan Nászay liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit Abdelaziz Baraka Sakin auf Arabisch und Deutsch. Die Lesung ist Teil des Projekts „Sudan - neu erzählt“ und findet im Rahmen des Münsterschen Afrika Festivals 2026 statt.
Sonntag, 14. Juni 2026, 12 Uhr
vhs, Aegidiistr. 70, Münster
Alle Infos: www.afrikanische-perspektiven.de
Afrikanische Perspektiven e.V.: „Der Pitangabaum der Nachbarin“
und andere Geschichten aus Guinea-Bissau
Edson Incopté © Edson Incopté
Die Anthologie „Der Pitangabaum der Nachbarin“ gibt beeindruckende Einblicke in das Land Guinea-Bissau und seine Literatur. Das kleine, multiethnische Land an der westafrikanischen Küste zeigt sich darin durch fünf literarische Stimmen in seiner großen kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt: Waldir Araújo, Amadú Dafé, Edson Incopté, Claudiany Pereira und Marinho de Pina. Edson Incopté, einer der Autor*innen, stellt die Anthologie gemeinsam mit den Übersetzerinnen Renate Heß und Rosa Rodrigues vor. Das Gespräch wird aus dem Portugiesischen übersetzt. Edson Incopté (*1987) ist ein guineisch-portugiesischer Afrikanist, Dichter und Schriftsteller. Für sein literarisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Dienstag, 16. Juni 2026, 19 Uhr
Stadtbücherei, Alter Steinweg 11, Münster
Alle Infos: www.afrikanische-perspektiven.de
FAK: „Unbothered. Moisturized. Happy. In my lane. Focused. Flourishing.“
© Johannes Thiel
Mit „Unbothered. Moisturized. Happy. In my lane. Focused. Flourishing.“ zeigt der FAK26 die erste Einzelausstellung von Johannes Thiel. Die biomorphen Skulpturen des in Berlin lebenden Künstlers oszillieren zwischen organischen Formen und menschengemachter Technologie und strahlen dabei eine eigentümliche Lebendigkeit aus. Sie erinnern an prothetische Körperfragmente, biomechanische Prototypen oder technische Geräte, entziehen sich dabei jedoch jeglicher Funktion. Die Arbeiten werden am Computer modelliert und erhalten ihre physische Form oftmals mithilfe automatisierter Verfahren wie 3D Druck oder Lasercut. Diese technologische Machart kontrastiert die organischen Formen, die eher gewachsen als künstlich hergestellt wirken. Die Produktionsprozesse bleiben hier nicht im Verborgenen, sondern werden selbst zum Gegenstand der Kunst: industrielle Materialien wie Halterungen, Schrauben und Drahtseile werden offengelegt und verdeutlichen die Artifizialität der Arbeiten. Die Objekte erinnern an Organismen, die einer Zukunft im technologischen Fortschritt angehören.
Bis 20. Juni 2026
Förderverein Aktuelle Kunst, Fresnostr. 8, Münster
Alle Infos: www.foerdervereinaktuellekunst.de
SO66 Produzentengalerie: „losgelöst“
Liane Sommer, Magellan © Liane Sommer, Foto: Solikunst
Liane Sommer, Mitglied des SO66 Teams, zeigt mit „losgelöst“ eine Einzelausstellung. Ihre Zeichnungen basieren auf einem elementaren grafischen Mittel: dem Punkt. Mit dünnem
Filzstift gesetzte Spuren, sowohl verdichtet als auch zerstreut, erzeugen visuelle Felder, die an Galaxien oder kosmische Bewegungen erinnern – ohne sie direkt abzubilden. Aus der Wiederholung eines einfachen grafischen Elements wächst räumliche Tiefe. Zwischen sichtbarer Mikrostruktur und imaginierter Unendlichkeit entstehen Spannungsräume, die den Eindruck von Tiefe, Bewegung und Ausdehnung vermitteln. Die Arbeiten laden dazu ein, nahe heranzutreten und sich zugleich gedanklich in große Entfernungen zu bewegen. Die ausgestellten Fotografien antworten auf die zeichnerischen Arbeiten: mit der Darstellung abstrakter Gebilde im freien Raum.
Bis 21. Juni 2026
SO66 Produzentengalerie, Soester Straße 66/Ecke Hafenweg, Münster
Alle Infos: www.so-66.de
Münsterländer Büchersommer – Die regionale Lese-Talk-Show
Fünf Bücher, acht Meinungen: Beim Münsterländer Büchersommer stellen Autor*innen aus dem Münsterland ihre aktuellen Neuerscheinungen vor und diskutieren ihre unterschiedlichen Ansätze, das Schreiben, Genres und Geschmack. Denn über Bücher lässt sich vortrefflich streiten – gerade unter Kolleg*innen. Die unterhaltsame Talk-Show macht nicht nur Lust aufs Lesen, sondern stellt zugleich regionale Autor*innen und ihre Werke vor. Egal, ob Interessierte nach einer lohnenswerten Sommerlektüre suchen, Schreibende aus dem Münsterland kennenlernen wollen oder einfach einen schönen Abend haben möchten – bei dieser Lese-Talk-Show sind alle richtig. Karten kosten 5 Euro und sind an der Abendkasse sowie vorab unter regio-ml@vs-nrw.de erhältlich. Lesen und diskutieren werden Georg Veit, Jens-Philip Gründler, Katja Angenent, Manfred Sestendrup und eine Delegation des Münsterland-Mord-Clubs.
Mittwoch, 30. Juni 2026, 19.30 Uhr
Stadtteilbücherei am Hansaplatz, Wolbecker Str. 97, Münster
Alle Infos: www.borgkubus.space/buechersommer/
4. Romberg Festival
Plakat © Romberg Festival
Drei Tage Musik, Begegnung und außergewöhnliche Spielorte rund um das Violoncello und das musikalische Erbe von Bernhard und Andreas Romberg. Als Composer in Residence ist 2026 die renommierte Komponistin Prof. Konstantia Gourzi zu Gast. Konzerte finden im Annensaal Harkotten, im Erbdrostenhof in Münster und im Herrenhaus Harkotten statt. Höhepunkt des Festivals ist das Konzert mit Starcellist Jan Vogler. Ergänzt wird das Programm durch Kammermusik, spannende Einblicke in die Romberg-Familie und kulinarische Begleitung durch den vielfach ausgezeichneten Winzer Mathias Meimberg.
3. bis 5. Juli 2026
Herrenhaus Harkotten, Harkotten 2, Sassenberg
Erbdrostenhof, Salzstraße 38, Münster
Alle Infos: www.romberg-festival.de
cuba – Cultur- und Begegnungszentrum: REIZBATTERIE
© Agnes Zimmermann
Die Künstler*innen Simon Liebrand, Roman Podeszwa und Agnes Zimmermann sind für die Ausstellung REIZBATTERIE in einen experimentellen Austausch getreten. Aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen künstlerischen Mitteln hat sich das Künstler*innenkollektiv mit Wahrnehmung und Körperlichkeit auseinandergesetzt. Agnes Zimmermann abstrahiert und fragmentiert in ihren Fotografien ihre Außenwelt und erzeugt Bildräume, in denen sinnliche Verknüpfungen und haptisches Erleben suggeriert werden. Die Körper und Figuren in Simon Liebrands Druckgrafiken verweisen auf innere Zustände, die sich in Haltung, Anordnung und Form zeigen.
Die VR-Installation von Roman Podeszwa ist exklusiv am Eröffnungstag begeh- und erlebbar. In der virtuellen Erfahrung werden die Wahrnehmungsgrenzen aufgelöst und die Sinne einer alternativen Logik freigegeben.
Bis 4. Juli 2026
Foyer im cuba – Cultur- und Begegnungszentrum, Achtermannstraße 10-12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
Weitere Informationen für Kulturinteressierte und Kulturschaffende
Im Veranstaltungskalender von muenster.de finden Sie viele weitere Kulturhighlights.
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