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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Kulturmagazin 25/26
Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteur*innen selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen.
Die neue Ausgabe nimmt drei Einrichtungen in den Blick, die auf je eigene Weise das historische Gedächtnis der Stadt lebendig erhalten: das Stadtarchiv, das Stadtmuseum und den Geschichtsort Villa ten Hompel. Über diesen Schwerpunkt hinaus spiegelt das Magazin die Breite der kulturellen Arbeit wider. Das Magazin wird vom Kulturamt herausgegeben und ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie zum Download.
Kulturmagazin 25/26
Lesung für zuhause oder unterwegs
Ulrich Blumenbach © Sibylle Brändli Blumenbach
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden.
Im Juni 2026 liest der Übersetzer Ulrich Blumenbach ausgewählte Texte von Dorothy Parker, James Joyce und David Foster Wallace.
POETRY 2026
© Stadt Münster
Ab dem 8. Juni lädt POETRY, das Vorprogramm zum Internationalen Lyriktreffen Münster ein, Lyrik in unterschiedlichsten Formen zu erleben. Besucher*innen können sich auf Ausstellungen, Filmscreenings, Lesungen, Performances, Lyrik- und Musikabende, gemeinsames Lesen, Lyrikwerkstätten und Slam Poetry an vielen verschiedenen Orten in der Stadt freuen. Das gedruckte Programm liegt ab Ende Mai im Stadtraum aus und ist dann auch an dieser Stelle online zu finden. POETRY ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Kulturamt der Stadt Münster, cuba kultur und TatWort, Filmwerkstatt Münster & filmclub münster, Literaturverein Münster, Silent Book Club Münster und Anna Stern (Performancekünstlerin) und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
8. Juni bis 5. Juli 2026
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zur Veranstaltung POETRY
Lyriktreffen 2026
© Stadt Münster
In diesem Jahr steht das Lyriktreffen unter dem Motto „Poesie und Sprechblase“. Das Lyriktreffen 2026 fragt zum einen nach den sprachlichen Möglichkeiten, die sich der Poesie in einer verstärkt von Floskeln, Phrasen und Parolen geprägten Zeit bieten. Zum anderen liegt ein besonderer Fokus auf der Beziehung zwischen Lyrik und Comic. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess erkunden Dichter*innen und Comic-Künstler*innen das Verhältnis von Text, Sprechblase und Bild, von Verdichtung und visueller Setzung. Dabei wird bewusst an der Schnittstelle beider Gattungen experimentiert, um die Chancen der noch wenig entfalteten Kunstform „PoesieComic“ besser kennenzulernen. Die Ergebnisse dieser künstlerischen Begegnung werden in einer Ausstellung zu sehen sein, die zum Festivalauftakt eröffnet wird. Zudem werden Räume für Reflexion und aktive Teilnahme geschaffen. Eigens eingerichtete „Lesezimmer“ bieten Interessierten die Möglichkeit, mit anderen Lesenden und Dichter*innen des Festivals über ihre Leseeindrücke zu sprechen. Welche Kraft liegt in der Beweglichkeit und Präzision poetischer Sprache, wenn die öffentliche Debatte sich zunehmend algorithmisch erzeugten Sprachmustern beugt?
3. bis 5. Juli 2026
verschiedene Orte in Münster
Mehr zum Lyriktreffen
Roter Hund 2026
Grafik: Gesa Weber © Kulturamt Münster
An den ersten drei Sonntagen der Sommerferien heißt es wieder: Vorhang auf für die Kinder- und Familientheaterreihe „Roter Hund“. Das Kulturamt präsentiert gemeinsam mit dem Theater Scintilla und mit freundlicher Unterstützung der Westfälischen Schule für Musik spannende Theatererlebnisse für Groß und Klein. Die Vorstellungen finden um 11 Uhr und – dieses Jahr neu – um 15 Uhr auf der auf dem Gelände des alten Zoos statt. Die Compañia Mago del Tiempo aus Köln lädt die Zuschauer*innen am Sonntag, 19. Juli mit ihrem Zirkustheaterstück auf eine poetische Reise ein. Mit dem Puppentheaterstück „Mücke macht Picknick“ ist am darauffolgenden Sonntag, 26. Juli das Theater Lakritz aus Berlin zu Gast in Münster. Am Sonntag, 2. August hat das theater satt aus München ein clowneskes Solo im Gepäck. Gefördert wird der Rote Hund vom NRW Kultursekretariat Wuppertal und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Alle drei Stücke sind als „Kindertheater in den Ferien“ ausgezeichnet. Die Aufführungen finden unter freiem Himmel statt. Das Publikum kann Picknickdecken und Klappstühle mitbringen. Der Eintritt ist frei. Bei Regen bieten die Räume der benachbarten Westfälischen Schule für Musik Ausweichmöglichkeiten.
Sonntag, 19. Juli 2026 / Sonntag, 26. Juli 2026 / Sonntag, 2. August 2026
Jeweils um 11 Uhr und um 15 Uhr
Open-Air auf dem Gelände des alten Zoos, Himmelreichallee 50, Münster
Alle Infos: Roter Hund 2026
Kulturrucksack 2026
© Kim Wessel / Kulturamt Münster
Ein Anti-Filter-Studio bauen, einen Reisebericht über die eigene Stadt schreiben, ein Musical entwickeln, Science-Fiction-Welten erschaffen: Der Kulturrucksack in Münster bietet erneut viele kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Aus einer Vielzahl an Vorschlägen wählte eine fünfköpfige Jury zahlreiche Projekte für das Jahr 2026 aus. Das Programm erstreckt sich über das gesamte Jahr und eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Alle Infos: Kulturrucksack 2026
Skulptur Projekte 2027
© Studio Lana Grahek & Infinum
Die Skulptur Projekte laden erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
13. Juni bis 3. Oktober 2027
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zu den Skulptur Projekten 2027
Sonderpreis des Landes NRW für das Konzept „Münster macht Kultur“
Frauke Schnell und Heike Schwalm © Stadt Münster / Michael Lyra
Das Kulturamt freut sich, dass mit dem Sonderpreis der innovative Ansatz einer dezentralen und aufsuchenden Kulturellen Bildung prämiert wurde. Ausgangspunkt des Konzepts ist die Überzeugung, dass der Funke für ein Leben mit Kunst und Kultur im Alltag überspringt – also dort, wo junge Menschen leben. Vier Stadtteilkulturorte werden nun zu Werkstätten Kultureller Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster. Bei der Entwicklung passgenauer Angebote für Kinder und Jugendliche arbeitet das Kulturamt Hand in Hand mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie mit lokalen Akteur*innen zusammen – darunter Partner*innen aus Bildung, sozialer Arbeit, Ehrenamt, der freien Kunst- und Kulturszene und nicht zuletzt junge Menschen selbst. In den Werkstätten werden Multiplikator*innen Methoden und Formate an die Hand gegeben, die Theater, Literatur, Film, Tanz, Kunst, Medien und Stadtgeschichte als selbstverständlichen Teil des Alltags erfahrbar machen.
Zur Pressemitteilung
Neuigkeiten für Kulturschaffende
Freie Theaterszene: Jetzt bewerben für Produktions- und Konzeptionsförderung 2027
Mareike Fiege, „Feels Like Falling“, Wiederaufnahmeförderung 2026 © Foto: Dafna Gazit
Auch im kommenden Jahr beabsichtigt die Stadt Münster, die professionelle freie Theaterszene in Münster bei ihren Produktionsvorhaben zu unterstützen. Bis zum 13. September 2026 können sich Theatergruppen und -labels, die Produktionen im nächsten Jahr vorsehen oder an Konzeptionsförderungen interessiert sind, um Förderung beim Kulturamt bewerben. Antragsberechtigt sind freie professionelle Münsteraner Theaterschaffende und Kompanien, die bereits mit mind. drei Produktionen in der Öffentlichkeit präsent waren. Für den Bereich Freies Theater für junges Publikum gibt es ein separates Förderprogramm, das zeitgleich ausgeschrieben ist.
Am Dienstag, 30. Juni 2026, um 17.30 Uhr findet im Theater im Pumpenhaus eine gemeinsame Infoveranstaltung vom Theater im Pumpenhaus und Kulturamt zur Antragstellung statt. Erläutert werden u. a. die verschiedenen Förderlinien im Bereich Darstellende Kunst, sowie inhaltliche und kalkulatorische Anforderungen. Dies bietet Raum für allgemeine Fragen. Eine individuelle Antragsberatung kann separat vereinbart werden. Eine frühzeitige Terminvereinbarung wird empfohlen aufgrund etwaiger urlaubsbedingter Abwesenheiten in der Sommerzeit.
Beratungsangebot: 30. Juni 2026 um 17:30 Uhr im Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster
Bewerbungsfrist: 13. September 2026
Alle Infos: Kulturförderung Freies Theater
Künstler*innenresidenzen in Kristiansand, Norwegen
© Kristiansand kommune
Münsters Partnerstadt Kristiansand (Norwegen) bietet verschiedene Residenzmöglichkeiten für professionelle Künstler*innen: Aufenthalte im Odderøya-Leuchtturm mit kostenfreier Unterkunft und Arbeitsraum sowie Künstler*innenwohnungen auf dem Andøen- und dem Myren-Hof. Die Angebote richten sich an nationale und internationale Künstler*innen und ermöglichen Arbeitsaufenthalte von einer Woche bis zu mehreren Monaten.
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Kristiansand.
Alle Infos: www.kristiansand.kommune.no
Veranstaltungstipps
Kleiner Bühnenboden: „Ins Offene“
© Hanno Endres
Was passiert, wenn die Gewissheiten einer ganzen Generation plötzlich zu eng werden?
Carola v. Seckendorff und Ulrich Bärenfänger begeben sich ins Offene – dorthin, wo festgefügte Muster brüchig werden und neue Räume entstehen. Mit ihrem Projekt „ins Offene“ verbinden sie Szenen aus Dario Fo und Franca Rames „Offene Zweierbeziehung“ mit eigenen, sehr persönlichen Texten. Es geht um Nähe und Freiheit, um Beziehungen, die nicht mehr funktionieren – und um die Suche nach neuen Möglichkeiten. Zwischen Lesung und Spiel, schnellen Rollenwechseln und neuen Perspektiven entsteht ein Abend, der persönliche Erfahrungen mit dem Blick einer Generation verknüpft – und davon erzählt, wie vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten.
Sonntag, 28. Juni 2026, 18 Uhr
Der Kleine Bühnenboden, Schillerstr. 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
Münsterländer Büchersommer – Die regionale Lese-Talk-Show
Fünf Bücher, acht Meinungen: Beim Münsterländer Büchersommer stellen Autor*innen aus dem Münsterland ihre aktuellen Neuerscheinungen vor und diskutieren ihre unterschiedlichen Ansätze, das Schreiben, Genres und Geschmack. Denn über Bücher lässt sich vortrefflich streiten – gerade unter Kolleg*innen. Die unterhaltsame Talk-Show macht nicht nur Lust aufs Lesen, sondern stellt zugleich regionale Autor*innen und ihre Werke vor. Egal, ob Interessierte nach einer lohnenswerten Sommerlektüre suchen, Schreibende aus dem Münsterland kennenlernen wollen oder einfach einen schönen Abend haben möchten – bei dieser Lese-Talk-Show sind alle richtig. Karten kosten 5 Euro und sind an der Abendkasse sowie vorab unter regio-ml@vs-nrw.de erhältlich. Lesen und diskutieren werden Georg Veit, Jens-Philip Gründler, Katja Angenent, Manfred Sestendrup und eine Delegation des Münsterland-Mord-Clubs.
Mittwoch, 30. Juni 2026, 19.30 Uhr
Stadtteilbücherei am Hansaplatz, Wolbecker Str. 97, Münster
Alle Infos: www.borgkubus.space/buechersommer/
4. Romberg Festival
Plakat © Romberg Festival
Drei Tage Musik, Begegnung und außergewöhnliche Spielorte rund um das Violoncello und das musikalische Erbe von Bernhard und Andreas Romberg. Als Composer in Residence ist 2026 die renommierte Komponistin Prof. Konstantia Gourzi zu Gast. Konzerte finden im Annensaal Harkotten, im Erbdrostenhof in Münster und im Herrenhaus Harkotten statt. Höhepunkt des Festivals ist das Konzert mit Starcellist Jan Vogler. Ergänzt wird das Programm durch Kammermusik, spannende Einblicke in die Romberg-Familie und kulinarische Begleitung durch den vielfach ausgezeichneten Winzer Mathias Meimberg.
3. bis 5. Juli 2026
Herrenhaus Harkotten, Harkotten 2, Sassenberg
Erbdrostenhof, Salzstraße 38, Münster
Alle Infos: www.romberg-festival.de
cuba – Cultur- und Begegnungszentrum: REIZBATTERIE
© Agnes Zimmermann
Die Künstler*innen Simon Liebrand, Roman Podeszwa und Agnes Zimmermann sind für die Ausstellung REIZBATTERIE in einen experimentellen Austausch getreten. Aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen künstlerischen Mitteln hat sich das Künstler*innenkollektiv mit Wahrnehmung und Körperlichkeit auseinandergesetzt. Agnes Zimmermann abstrahiert und fragmentiert in ihren Fotografien ihre Außenwelt und erzeugt Bildräume, in denen sinnliche Verknüpfungen und haptisches Erleben suggeriert werden. Die Körper und Figuren in Simon Liebrands Druckgrafiken verweisen auf innere Zustände, die sich in Haltung, Anordnung und Form zeigen.
Die VR-Installation von Roman Podeszwa ist exklusiv am Eröffnungstag begeh- und erlebbar. In der virtuellen Erfahrung werden die Wahrnehmungsgrenzen aufgelöst und die Sinne einer alternativen Logik freigegeben.
Bis 4. Juli 2026
Foyer im cuba – Cultur- und Begegnungszentrum, Achtermannstraße 10-12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
Haus der Niederlande im Krameramtshaus: „Schwer zu beschreiben“
Erhard Wilde, Vogelflug, 2003 © Erhard Wilde
Der Münsteraner Künstler Erhard Wilde (*1941) zeigt im Haus der Niederlande im Krameramtshaus eine Auswahl seiner Arbeiten. Die Ausstellung ist Teil von POETRY, dem Rahmenprogramm für das Lyriktreffen Münster 2026. In der speziell dafür konzipierten Ausstellung „Schwer zu beschreiben“ liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Bild und Wort. Wilde ist gelernter Kartograf und arbeitet seit den 1990er Jahren freischaffend im Wechsel zwischen Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Objektgestaltung. Seine Bilder entstehen zunächst im Kopf und erinnern an tagebuchartige Skizzen und Notizen. „Den Zufall provozieren, die Kontrolle reduzieren“ – so beschreibt Wilde seinen künstlerischen Ansatz. In Wildes Grafiken lassen sich immer wieder einzelne Wörter oder auch ganze Sätze finden, die häufig spiegelverkehrt angeordnet sind und sich als zentrale Bildelemente offenbaren. Und so bleibt offen, ob das Wort das Motiv beschreibt, oder das Bild das Wort illustriert.
Bis 5. Juli 2026
Haus der Niederlande im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, Münster
Alle Infos: Haus der Niederlande im Krameramtshaus
Kunsthalle Münster: „You may not want to be here“
Zauri Matikashvili, მზე შინა და მზე გარეთა/ The sun inside and the sun outside (Still), 2026, HD-Video, Ton, 15:00 Min. © Zauri Matikashvili
In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung zeigt der georgische Künstler Zauri Matikashvili neben seiner neuen Zwei-Kanal-Installation „Passing the Glass“ (2026) mit „In Katernberg“ (2022) und „Made in Europe“ (2023) zudem zwei ältere Filme. Ergänzt werden die filmischen Werke durch seine Serie „You may not want to be here“ (seit 2024) – eine Reihe von Skulpturen, die sich durch den gesamten Ausstellungsraum zieht und in einen Dialog mit seinen filmischen Arbeiten tritt. Mit seiner Kamera bezeugt Matikashvili Geschichten der Gegenwart, dokumentiert gesellschaftliche, politische oder historische Geschehnisse und befragt soziale Ordnungen. Aus unterschiedlichen Perspektiven nimmt er Themen wie Identität, traditionelle Rollenbilder, Segregation, Zugehörigkeit, Zerrissenheit, Rassismus und zunehmende Repression in den Blick. In seinen Werken fragt er, wie der Alltag der Menschen mit Macht und Widerstand verbunden ist, wie Gesellschaften im Detail funktionieren oder auch nicht.
Bis 13. September 2026
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
Weitere Informationen für Kulturinteressierte und Kulturschaffende
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