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Willkommen beim Kulturamt Münster!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an kulturellen Projekten und Themen der Stadt. Auf unseren Seiten gibt es zahlreiche Informationen zu Veranstaltungen und Programmen sowie zu Fördermöglichkeiten kultureller Projekte. Im Folgenden finden Sie die aktuellen Veranstaltungen vom Kulturamt, Neuigkeiten zu kulturellen Themen und die vom Team des Kulturamtes ausgewählten Veranstaltungstipps für die nächsten Tage.
Darüber hinaus finden Sie hier das Programm unserer Stadtteilkulturzentren Kap.8 und Begegnungszentrum Meerwiese sowie weitere ausgewählte Kulturveranstaltungen in den Stadtteilen.
Aktuelles aus dem Kulturamt
Kulturrucksack 2027: Neue Bewerbungsrunde startet!
© Thomas Mohn
Ab sofort können sich Kulturschaffende und Kultureinrichtungen aus Münster mit ihren Projekten um die Kulturrucksack-Mittel 2027 bewerben. Gesucht werden Projekte aller Sparten, die Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren prägende Erfahrungen mit Kunst und Kultur ermöglichen. Einsendeschluss ist Freitag, der 27. November 2026. Bitte nutzen Sie das digitale Antragsportal. Sollten Sie keinen Zugang zu dem Portal haben, senden wir Ihnen den Antrag auf Wunsch in Papierform zu.
Alle Infos: Kulturrucksack 2027
Ateliers im Speicher 2: Ausschreibung 2027
© Hubertus Huvermann
Im kommenden Jahr werden acht Ateliers im Speicher 2 neu vergeben. Das Gebäude am Hafenweg 28 beherbergt auf vier Stockwerken insgesamt 32 Ateliers; im fünften Stock befindet sich die Kunsthalle Münster. Die angebotenen Ateliers richten sich an bildende Künstler*innen, die freiberuflich tätig sind und professionell in Münster arbeiten möchten, sowie insbesondere an Abgänger*innen, Examenskandidat*innen und Meisterschüler*innen der Kunstakademie Münster.
Interessierte können sich bis Montag, den 30. November 2026 per Onlineformular bewerben.
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Literaturline – Lesung für zuhause oder unterwegs
Astrid Plötner, Anke Kemper, Maike Frie © Susanne Droste | Melanie Fleischer
Schnell und einfach jederzeit und überall abrufbar – das ist die Literaturline. Hier kommen die Literaturschaffenden selbst zu Wort. Ob Roman oder Gedicht, Poetry Slam oder Autobiografie, Sachbuch, Hörspiel oder Klangcollage – hier finden Sie jeden Monat eine neue Lesung. Das Besondere daran? Die Lesenden kommen aus aller Welt, aber es gibt immer einen Bezug zu Münster. Übrigens: Wussten Sie, dass die Literaturline früher mal eine eigene Telefonnummer hatte? Damals hieß es also: Bei Anruf Literatur. Heute können die Lesungen hier auf unserer Website oder bei Spotify unter „Literaturline Münster“ angehört werden. Im Oktober 2026 lesen Astrid Plötner, Anke Kemper und Maike Frie aus ihren Kurzgeschichten, die in „Der Münsterland Mord-Club“ erschienen sind.
Zur Literaturline
Kulturmagazin 25/26
Grafik: Kristina Selcho © Kulturamt Münster
Das Kulturmagazin „Kultur in Münster“ erzählt Geschichten von Menschen, die Kultur in Münster ermöglichen und gestalten. Mit vielen Interviews und großformatigen Fotos stellt es die städtischen Kultureinrichtungen vor und gibt der geförderten freien Szene breiten Raum. Das Journal ermöglicht so jahresübergreifend einen einmaligen Blick in Münsters vielfältige Kulturszene und lässt die Akteur*innen selbst zu Wort kommen. Es gibt Hinweise auf Veranstaltungen, die es sich vorzumerken gilt, und umfangreiches Hintergrundwissen zu aktuellen Entwicklungen.
Die neue Ausgabe nimmt drei Einrichtungen in den Blick, die auf je eigene Weise das historische Gedächtnis der Stadt lebendig erhalten: das Stadtarchiv, das Stadtmuseum und den Geschichtsort Villa ten Hompel. Neben dem geschichtlichen Schwerpunkt widmet sich das Magazin den Sparten Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Literatur, und Cross-Over-Projekten und bietet einen Blick auf das lebendige Kulturprogramm der Stadt. Das Magazin wird vom Kulturamt herausgegeben und ist kostenlos erhältlich in der Münster Information im Stadthaus 1 (Heinrich-Brüning-Straße 7), sowie zum Download.
Kulturmagazin 25/26
Kulturrucksack 2026
Ein Anti-Filter-Studio bauen, einen Reisebericht über die eigene Stadt schreiben, ein Musical entwickeln, Science-Fiction-Welten erschaffen: Der Kulturrucksack in Münster bietet erneut viele kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Er steckt voller spannender Workshops, Kurse und Aktionen zwischen Film, Kunst, Theater, Fotografie, Tanz, DJing, Bloggen und vielem mehr. Aus einer Vielzahl an Vorschlägen wählte eine fünfköpfige Jury zahlreiche Projekte für das Jahr 2026 aus. Das Programm erstreckt sich über das gesamte Jahr und eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Mit dem Kulturrucksack-Programm möchte die Regierung des Landes NRW allen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, Kunst und Kultur zu erleben.
Alle Infos: Kulturrucksack 2026
Skulptur Projekte 2027
© Studio Lana Grahek & Infinum
Die Skulptur Projekte laden erneut dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu erleben. Die Ausstellung, die seit 1977 in zehnjährigem Rhythmus in Münster stattfindet, feiert damit zugleich ihr 50-jähriges Bestehen. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW. Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Beginnend im Frühjahr laden die Skulptur Projekte dazu ein, im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen Fragen und Themen kennenzulernen, die die Ausstellung 2027 prägen werden.
13. Juni bis 3. Oktober 2027
Verschiedene Orte in Münster
Mehr zu den Skulptur Projekten 2027
Kultur mit jungen Menschen machen. Mitten im Stadtteil. Mitten im Leben.
Grafik: Heike Schwalm © Kulturamt Münster
Münster verfügt über eine lebendige Kulturlandschaft, die seit vielen Jahren von engagierten Menschen, Einrichtungen und Initiativen mitgestaltet wird. Ein wichtiger Bestandteil ist die vielfältige Kulturelle Bildung. Die kontinuierliche Evaluation des kommunalen Gesamtkonzepts zeigt jedoch, dass kulturelle Teilhabe junger Menschen weiterhin sozialräumlich unterschiedlich ausgeprägt ist. Vor diesem Hintergrund möchte die Stadt Münster noch mehr Menschen erreichen, die junge Menschen begleiten, fördern und unterstützen – und sie als Möglichmacher*innen für ein Aufwachsen mit Theater, Tanz, Film, Bildender Kunst und weiteren künstlerischen Ausdrucksformen gewinnen. Für die Fortschreibung dieses sozialräumlichen Konzepts wurde die Stadt mit einem Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Ab September laden sechs Werkstätten Multiplikator*innen dazu ein, Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und sich gegenseitig zu inspirieren.
Alle Infos: Münster macht Kultur
Sonderpreis des Landes NRW für das Konzept „Münster macht Kultur“
Frauke Schnell und Heike Schwalm © Stadt Münster | Michael Lyra
Das Kulturamt freut sich, dass mit dem Sonderpreis der innovative Ansatz einer dezentralen und aufsuchenden Kulturellen Bildung prämiert wurde. Ausgangspunkt des Konzepts ist die Überzeugung, dass der Funke für ein Leben mit Kunst und Kultur im Alltag überspringt – also dort, wo junge Menschen leben. Vier Stadtteilkulturorte werden nun zu Werkstätten Kultureller Bildung: das Begegnungszentrum und Theater in der Meerwiese, das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, das Bennohaus sowie das Torhaus des Stadtheimatbundes Münster. Bei der Entwicklung passgenauer Angebote für Kinder und Jugendliche arbeitet das Kulturamt Hand in Hand mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sowie mit lokalen Akteur*innen zusammen – darunter Partner*innen aus Bildung, sozialer Arbeit, Ehrenamt, der freien Kunst- und Kulturszene und nicht zuletzt junge Menschen selbst. In den Werkstätten werden Multiplikator*innen Methoden und Formate an die Hand gegeben, die Theater, Literatur, Film, Tanz, Kunst, Medien und Stadtgeschichte als selbstverständlichen Teil des Alltags erfahrbar machen.
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Neuigkeiten für Kulturschaffende
Bundesverdienstkreuz am Bande für Barbara Kemmler
© Stadt Münster / Michael Möller
Die Münsteraner Schauspielerin und Regisseurin Barbara Kemmler hat am Freitag, 9. Oktober 2026, das Bundesverdienstkreuz am Bande von Oberbürgermeister Tilman Fuchs überreicht bekommen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges Engagement im kulturellen Bereich, insbesondere in der interkulturellen Theaterpädagogik. 1985 gründete Kemmler gemeinsam mit Kolleg*innen der Theaterinitiative Münster (TIM) das freie Theater im Pumpenhaus. 1992 rief sie das „Cactus Junges Theater“ ins Leben. Wir freuen uns sehr, dass ihre Arbeit auf diese Weise gewürdigt wird und gratulieren Barbara Kemmler herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.
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Maßnahmenkatalog „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“
© Kulturstiftung des Bundes
Welche Maßnahmen zur Anpassung an Klimawandelfolgen kommen für Kultureinrichtungen in Frage? Der neue Katalog der Kulturstiftung des Bundes beinhaltet 30 Maßnahmensteckbriefe und bietet eine Orientierungshilfe für Institutionen, die sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen möchten.
Download und weitere Infos: www.kulturstiftung-des-bundes.de
Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2026
© Deutscher Bühnenverein
Mehr als 60 Künstler*innen und Kollektive sind in diesem Jahr für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Die Preisträger*innen werden bei einer großen Gala am 14. November 2026 im Hessischen Staatstheater Wiesbaden ausgezeichnet. Das Kulturamt freut sich über die Nominierung der Regisseurin Catharina Fillers. Sie ist für die echtzeit-theater Produktion FIESTA für den FAUST 2026 in der Kategorie „Regie Theater für Junges Publikum“ nominiert.
Fonds Soziokultur: Förderprogramme
© Fonds Soziokultur e.V.
Der Fonds Soziokultur schreibt eine neue Förderrunde in zwei Programmen aus. Mit der „Allgemeinen Projektförderung“ unterstützt der Fonds Soziokultur konkrete soziokulturelle Projektideen. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Menschen vor Ort als Aktive in der Konzeption und Durchführung mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten. Mit dem Förderprogramm „U25 – Junge Kulturinitiativen“ werden junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren bei den ersten eigenen Schritten in der Kulturarbeit unterstützt.
Antragsstart: 2. Oktober 2026
Antragsfrist: 2. November 2026
Alle Infos: www.fonds-soziokultur.de
Initiative Musik: Förderprogramm Live 500 IV
© Initiative Musik
In der aktuellen wirtschaftlich angespannten Situation setzen viele Livemusikspielstätten und Veranstalter*innen verstärkt auf etablierte Musiker*innen. Konzertformate mit aufstrebenden Musiker*innen sowie weniger populäre oder experimentelle Genres laufen dabei Gefahr, in den Hintergrund zu treten. Das aufgelegte Förderprogramm Live 500 IV soll hier ansetzen. Es soll ein flächendeckendes Fortbestehen der kulturellen Vielfalt an Livemusikprogrammen im Bereich der Popularmusik sichern. Darüber hinaus zielt es darauf ab, kleine bis mittlere Musikspielstätten und Veranstalter*innen bei einer diverseren Programmplanung und faireren Vergütung der Künstler*innen zu unterstützen und somit mehr kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Schließlich soll Live 500 IV auch die ländlichen und strukturell schwächeren Regionen stärken.
Antragsstart: 6. Oktober 2026 (12 Uhr)
Antragsfrist: 20. Oktober 2026 (12 Uhr)
Alle Infos: www.initiative-musik.de
Mitmachen beim KURZFILMTAG!
© Bundesverband Deutscher Kurzfilm
Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres – und der KURZFILMTAG! Bereits zum 15. Mal lädt der Bundesverband Deutscher Kurzfilm dazu ein, zwischen dem 15. und 21. Dezember 2026 eigene Veranstaltungen zu organisieren und Kurzfilme zu zeigen. Jede*r kann mitmachen: Ob im Kino, in der WG-Küche, auf dem Weihnachtsmarkt oder im Wohnzimmer – die Veranstaltungsorte sind so vielfältig wie die Filme selbst. 2025 waren über 400 Veranstalter*innen dabei. Das Motto des diesjährigen KURZFILMTAGs lautet: In Bewegung. Was könnte passender sein? Schließlich sind Filme per Definition Bilder in Bewegung, die uns bewegt und nachdenklich zurücklassen.
Veranstaltungszeitraum: 15. bis 21. Dezember 2026
Alle Infos & Anmeldung: www.kurzfilmtag.com
Ausschreibung: KUNSTFONDS_Publikation
© STIFTUNG KUNSTFONDS
Freiberufliche bildende Künstler*innen und Künstler*innen-Duos können sich ab dem 1. Oktober 2026 bei der STIFTUNG KUNSTFONDS für eine Förderung im Programm KUNSTFONDS_Publikation bewerben. Gefördert werden analoge und digitale Einzelpublikationen. Das Programm unterstützt bildende Künstler*innen dabei, ihre künstlerischen Ideen und Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und diese zu bewerben. Finanziert wird es von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
Bewerbungsfrist: 15. Januar 2027
Alle Infos: www.kunstfonds.de
LWL-Kulturstiftung: Förderschwerpunkt 2028 „KI & Kultur“
© LWL-Kulturstiftung
Im Kultursektor eröffnet KI vielfältige, kreative Möglichkeiten. Neben Offenheit und Neugier bestehen gleichzeitig Fragen im Umgang mit der neuen Technologie. Diesem Themenfeld widmet sich die LWL-Kulturstiftung in ihrem vierten Förderschwerpunkt, bei dem KI auf Kultur trifft. Kulturschaffende, die bereits KI in ihrer künstlerischen Arbeit anwenden oder sich dafür interessieren, bekommen hier Raum, um neue Wege auszuloten, KI kritisch zu hinterfragen und die Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten. Das Ziel: Starke kulturelle Kompetenz in der Region und ein vielfältiges, gemeinsames Kulturprogramm im Jahr 2028.
Antragsfrist: 28. Februar 2027
Alle Infos: www.lwl-kulturstiftung.de
Veranstaltungstipps
Her Song 2 – ICONS
Christiane Hagedorn, Nikola Materne und Martin Scholz © Diana Fabbricatore
Nach dem Erfolg ihres ersten gemeinsamen Programms „Her Song“ haben sich die Musiker*innen Christiane Hagedorn, Nikola Materne und Martin Scholz für einen neuen kreativen Trip durch die Geschichte der weiblichen Popkultur zusammengetan. Sie würdigen herausragende weibliche Ikonen der Popmusik, die sich als Songwriterinnen, Sängerinnen, Produzentinnen, Performerinnen und Businessfrauen einen Namen gemacht haben. Diese Frauen haben sich gegen Widerstände durchgesetzt, ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Sexismus in der Musikbranche gemacht, sind Musikerinnen, Mütter, Partnerinnen, Kolleginnen – und erzählen darüber. Das Trio lässt die Musikerinnen in Spielszenen wie Interviews, Gesprächen oder Monologen sowie in eingespielten O-Tönen selber zu Wort kommen. Und natürlich sprechen ihre Songs und Lyrics ihre eigene Sprache. Worte und Musik werden zu einem durchkomponierten Programm verknüpft, zu einer Hommage an inspirierende Künstlerinnen, Vorkämpferinnen und Role Models.
Freitag, 16. Oktober 2026, 20 Uhr
Samstag, 31. Oktober 2026, 20 Uhr
Theaterbühne im Kreativ-Haus, Diepenbrockstraße 28, Münster
Alle Infos: www.hersong.de
Der Kleine Bühnenboden: „OH MEIN GOTT!“
Konrad Haller und Maria Goldmann © Matisek Brockhues
Gott leidet an Depressionen. Todernst und kurz vor dem Entschluss, die Menschheit auszulöschen, sucht er die taffe, alleinerziehende Psychologin Ela auf – für eine letzte Sitzung. Eine Stunde bleibt Ela, ihren inneren Konflikt mit Gott zu überwinden, seine Pläne zu ändern und damit die Welt zu retten. In der bissigen und tiefgründigen Komödie der israelischen Autorin Anat Gov prallen Gottesfurcht und menschlicher Freiheitsdrang, Glaube und Zweifel aufeinander. Dabei entspinnt sich eine ebenso spannende wie berührende Auseinandersetzung: Was ist der Sinn des eigenen Lebens? Und warum hat Gott den Menschen überhaupt erschaffen?
Freitag, 16. Oktober 2026, 20 Uhr
Freitag, 6. November 2026, 20 Uhr
Sonntag, 15. November 2026, 18 Uhr
Sonntag, 6. Dezember 2026, 18 Uhr
Der Kleine Bühnenboden, Schillerstraße 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
JazzToday Spezial: JEFF PLATZ / PACHO DÁVILA /VASCO FURTADO
Jeff Platz, Pacho Dávila und Vasco Furtado © Jeff Platz
„Incoming“ dokumentiert eine frei improvisierte Begegnung des in Boston lebenden Gitarristen Jeff Platz mit dem in Ahaus lebenden kolumbianischen Tenorsaxophonisten Pacho Dávila und dem portugiesischen Schlagzeuger Vasco Furtado. Platz hat zuvor schon mit Dávila gespielt, doch dies ist ihre erste gemeinsame Aufnahme. Das Album entstand nach „einem kurzen Gespräch und einem dringend benötigten Kaffee“ – ohne jegliche Absprachen über den musikalischen Ansatz. Das Ergebnis sind fünf „Extreme Measures“ – so auch der Titel eines der Stücke. Das Trio dringt unablässig in die extremsten Klanggebiete vor; die gelegentlichen verspielten, melodischen Gesten Dávilas werden von Platz und Furtado sofort in feurige, dissonante Stürme verwandelt.
Samstag, 24. Oktober 2026, 19.30 Uhr
BLACK BOX im cuba, Achtermannstr. 10-12, Münster
Alle Infos: www.cuba-muenster.de
FAK26: Theresa Rothe „dream(e)scapes“
Theresa Rothe, Come Closer, 2025, Fellstoffe, Vierkantdraht, Plastikzylinder, Latex, Silikon, Modeliermasse, 180x150x60cm © Theresa Rothe. Foto: Ashley DuPree
Mit „dream(e)scapes“ öffnet Theresa Rothe (*1990) einen Zugang zum Unterbewussten und verwandelt den Ausstellungsraum in eine Traum- und Fantasiewelt, die vom Alltag und den damit einhergehenden Erfahrungen geprägt ist. Ihre Skulpturen und kinetischen Installationen beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Normalität, Funktionalität und psychischer Stabilität, dabei werden diese emotionalen und psychischen Zustände in ambivalente Bildwelten übersetzt, die von zurückhaltender Verletzlichkeit, humorvolle Zuversicht und fast schon grotesker Niedlichkeit geprägt sind. Der Ausstellungsraum greift diese Ambivalenz auf und unterstreicht sie, indem er eben jene Zwischenwelt greifbar macht, die sich aus dem Wechselspiel zwischen Traum und Realität ergibt. Dabei überträgt sich die Materialität ihrer Skulpturen auf den Ausstellungsraum und lässt ihn zu einem immersiven Erlebnis werden.
Eröffnung: Freitag, 30. Oktober 2026, 18 Uhr
31. Oktober bis 29. November 2026
Förderverein Aktuelle Kunst, Fresnostr. 8, Münster
Alle Infos: www.foerdervereinaktuellekunst.de
Offene Ateliers am Hawerkamp 2026
© Hawerkamp 31 e.V.
Auf dem Kulturgelände Hawerkamp 31 öffnen sich wieder die Türen. In der besonderen Atmosphäre der Ateliers, Werkstätten und Clubs können Besucher*innen Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Illustration, Design und Objektkunst direkt am Ort des Entstehens entdecken. In der einzigartigen Atmosphäre zeigen Kunstschaffende ihre aktuellen Arbeiten und geben Einblick in die Hintergründe und Inhalte ihrer Werke. Neben den individuellen Atelierräumen gibt es auch Pop-up-Ausstellungen, interdisziplinäre Formate und Gemeinschaftsprojekte zu entdecken.
30. Oktober bis 1. November 2026
Hawerkamp 31 e.V., Am Hawerkamp 31, Münster
Alle Infos: www.am-hawerkamp.de
Der Kleine Bühnenboden: „Briefgeflüster“
Grafik © Maria Boidin
„Wir sind Papier. Wir sind Tinte. Wir leben zwischen den Zeilen.“ In „Briefgeflüster“ begibt sich das con*fusion Kollektiv auf eine Zeitreise zu queeren Liebesgeschichten der Vergangenheit. Briefe unter anderem von Oscar Wilde, Virginia Woolf und Vita Sackville-West erzählen von Leidenschaft, Sehnsucht, verborgenen Gefühlen und der Gefahr, entdeckt zu werden. Zwischen Theater und Live-Musik werden diese persönlichen Geschichten wieder lebendig. Was bedeutete es vor 100 Jahren, queer zu sein – und wie wirken diese Briefe aus heutiger Perspektive? „Briefgeflüster“ verbindet historische Zeugnisse mit Fragen nach queerer Identität, Gegenwart und möglichen Zukünften. Dabei trifft Theater auf elektronische Musik und macht emotionale Dimensionen gesellschaftlicher Themen unmittelbar erfahrbar.
30. und 31. Oktober 2026, 20 Uhr
Der Kleine Bühnenboden, Schillerstr. 48a, Münster
Alle Infos: www.derkleinebuehnenboden.de
Nienberger Kammermusik
© Musikschule Nienberge e. V.
Mit der neuen Reihe „Nienberger Kammermusik“ wird an die traditionsreiche Kammermusikreihe im Haus Rüschhaus angeknüpft. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten, das musikalischen Hochgenuss verspricht und neue Impulse setzt. Die Konzerte finden an verschiedenen Orten statt. Jeder Raum bietet eine eigene Atmosphäre und eröffnet besondere Zugänge zur Musik.
Samstag, 31. Oktober 2026, 19 Uhr im Haus der Niederlande:
„Mensch in der Masse“, Berlage Saxophone Quartet & Noa Wildschut
Sonntag, 8. November 2026, 18 Uhr in der Kirche St. Sebastian, Nienberge:
„Der goldene Käfig“, Elisabeth Woltèche, Laia Blasco López, Lidia Rodrigo Royo
Alle Infos: www.musikschule-nienberge.de
no cube: „vorgestellt“
© Westdeutscher Künstlerbund
Der Westdeutsche Künstlerbund e.V. präsentiert in Zusammenarbeit mit dem „no cube“ die Künstlerinnen Sabina Flora, Jae Jin Park und den Künstler Werner Ryschawy gemeinsam in einer Ausstellung. Mit der Ausstellung wird die Reihe „vorgestellt“ fortgesetzt, die neuen Mitgliedern des Westdeutschen Künstlerbundes die Möglichkeit gibt, ihre künstlerischen Positionen und ihr aktuelles Schaffen einem interessierten Publikum zu präsentieren. Die gemeinsame Ausstellung bringt dabei unterschiedliche künstlerische Arbeiten und Perspektiven zusammen und gibt Einblick in die vielfältigen Ausdrucksformen der drei beteiligten Künstlerinnen und Künstler.
Bis 1. November 2026
no cube, Achtermannstr. 26, Münster
Alle Infos: www.nocube.net
Meancult Gallery: „Schwierigkeiten der Übersetzung“
© Meancult Gallery
Die Gruppenausstellung versteht Grafik als eine Kunst der Übertragung, Reduktion und Transformation. Ausgangspunkt ist die Frage, was mit einem Bild geschieht, wenn es von einem System in ein anderes überführt wird: Der Gegenstand wird zur Kontur, die Geste zur Spur, das Wort zum Zeichen und die Druckplatte zum Abdruck. Die Ausstellung betrachtet diese Übergänge nicht als bloße technische Prozesse, sondern als grundlegende Eigenschaften des Mediums Grafik. Im Zentrum steht die Veränderung von Bedeutung. Ein grafisches Bild kann seinen ursprünglichen Kontext verlassen, in einem anderen kulturellen oder historischen Umfeld anders gelesen werden und gerade durch diese Verschiebung neue Perspektiven eröffnen. Die Ausstellung bringt Positionen aus der deutschen und ukrainischen Kunst zusammen und untersucht unterschiedliche Formen des Umgangs mit Linie, Zeichen, Text, Wiederholung und Reproduktion.
Bis 27. November 2026
Meancult Gallery Projektraum, Klosterstraße 1, Münster
Alle Infos: www.meancult.com
SO66 Produzentengalerie: Ludwig Maria Vongries „red bodies“
Ludwig Maria Vongries, Two red bodies, 2024 © Ludwig Maria Vongries. Foto: Barbara v. Hövel
Ludwig Maria Vongries verwandelt die Galerie SO66 in einen Spiegel der menschlichen Verletzlichkeit. Wände und Boden des Ausstellungsraums sind komplett mit Spiegelfolie ausgekleidet. Wer die Galerie betritt, steht den Kunstwerken nicht gegenüber, sondern wird selbst Teil der Installation. Die organisch anmutenden Objekte bestehen aus Wurzeln, Holzstämmen oder Pellets und erinnern bisweilen an Torsi, Embryonen oder Kruzifixe. Ihre unmittelbare Wirkung verdanken sie vor allem ihrer Oberfläche: Vongries überzieht das Holz mit glänzendem rotem Epoxidharz. Unweigerlich entsteht die Assoziation von Blut. Noch bevor sich eine gedankliche Interpretation entwickelt, reagiert der Körper: Der Anblick irritiert, erschreckt und verunsichert. Das Rot scheint eine Verletzung sichtbar zu machen, aber das Blut fließt nicht – es ist erstarrt, konserviert, als wäre ein Moment äußerster Schutzlosigkeit versiegelt. Vongries nutzt das Motiv des Blutes als Metapher für die menschliche Verletzlichkeit.
Bis 6. Dezember 2026
SO66 Produzentengalerie, Soester Straße 66/Ecke Hafenweg, Münster
Alle Infos: www.so-66.de
Kunsthalle Münster: Euridice Zaituna Kala „Daylighting: aber es ist Wasser, das spricht“
Euridice Zaituna Kala, Eutrophê: the wave (Detail) 2025, irisierende Metallrahmen, Transfer auf Glas und Metall, Schrift, Gravur, Samen, Glas. © Euridice Zaituna Kala und galerie anne barrault. Foto: Aurélien Mole
Das künstlerische Werk der mosambikanischen Künstlerin Euridice Zaituna Kala erwächst aus einer tiefgreifenden Dekonstruktion, Manipulation und Rekonstruktion kultureller und historischer Metamorphosen. Mit ihren Werken lädt sie dazu ein, sich mit den historischen und kulturellen Transformationen des (persönlichen und kollektiven) Gedächtnisses auseinanderzusetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der komplexen Beziehung von Kolonialismus und Post-Kolonialismus sowie dem nachkolonialen Erinnern. Mit ihren künstlerischen Recherchen und Kreationen hat sie eine beeindruckende Strategie entwickelt, um sich mit der langen Geschichte von Auslöschung und Totschweigen auseinanderzusetzen und Spuren von unsichtbaren Subjektivitäten und Gemeinschaften nachzugehen. Die Ausstellung vereint die Stimmen zahlreicher Kämpfe – ökologische, feministische, indigene – und verbindet sie mit der Geschichte der Künstlerin sowie der Ausstellungsorte. Es ist ein Dialog zwischen dem Inneren und dem Äußeren, objektiven und subjektiven Elementen, Geschichten und Bildern. Kala untersucht die Ambivalenz historischer Erzählungen. Ihre Arbeiten nehmen die Form von Installationen, Performances, Bildern, Objekten und Büchern an, in denen sie ihre Recherchen mit persönlichen Erinnerungen kombiniert, um dem Unerhörten und Vergessenem eine Stimme zu geben.
Bis 24. Januar 2027
Kunsthalle Münster, Hafenweg 28, Münster
Alle Infos: www.kunsthallemuenster.de
Weitere Informationen für Kulturinteressierte und Kulturschaffende
Im Veranstaltungskalender von muenster.de finden Sie viele weitere Kulturhighlights.
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