Stadt Münster: Verkehrsplanung - Kanalpromenade

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Kanalpromenade

Mehr Komfort für Radfahrende am Dortmund-Ems-Kanal

Bereits heute nutzen viele Radfahrerinnen und Radfahrer den Weg entlang des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) als Freizeit- und Tourismusroute. Nun soll der Kanalseitenweg als Alltagsradroute auch für pendelnde Berufstätige oder Studierende attraktiver werden. Mit dem Ausbau der Kanalpromenade können wir auf einer 27 Kilometer langen Strecke eine durchgängige und attraktive Fahrradroute von Stadtgrenze zu Stadtgrenze realisieren. Der Rat der Stadt Münster hat im Juli 2019 dem fahrradtauglichen Ausbau der Betriebswege am Dortmund-Ems-Kanal grundsätzlich zugestimmt.



22 Kilometer sind durchgeplant

Visualisierung der neuen Kanalpromenade

Visualisierung des neuen Abschnitts der Kanalpromenade zwischen Ballonstartplatz und Asphaltmischwerk

Während im südlichen Abschnitt der Kanalpromenade bereits fleißig gebaut wird, ist nun auch die Planung für einen weiteren wichtigen Teil der Fahrradverbindung abgeschlossen. Damit sind 22 Kilometer der Kanalpromenade bereit für einen Qualitätssprung. Lediglich der Bereich von der Eulerstraße bis zur Kanalbrücke Warendorfer Straße wird erst im Zusammenhang mit dem dort anstehenden Kanalausbau betrachtet.

Schon am 18. August entscheidet der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen über den Ausbau des Abschnitts vom Ballonstartplatz bis zum Asphaltmischwerk. Der sehr in die Jahre gekommene und schmale Abschnitt soll im Frühjahr 2021 ebenfalls verbreitert, neu asphaltiert und beleuchtet werden. Stützwände zum Kanal hin ermöglichen hier die Verbreiterung des Weges, während landseitig alte schützenswerte Bäume erhalten bleiben können. Auf diese Weise erhält der bereits heute sehr intensiv genutzte Weg eine neue Qualität. Dies kommt insbesondere auch Menschen zu Gute, die mit dem Fahrrad zur Arbeit im Gewerbegebiet Loddenheide pendeln.

Der hieran anschließende Abschnitt führt über die Loddenheide, da die Weiterfahrt direkt am Kanal ist wegen der Lage des Asphaltmischwerks nicht möglich ist. Um dennoch eine komfortable Fortführung der Route zu erreichen, soll der Geh- und Radweg entlang der Loddenheide auf vier Meter verbreitert werden. Im weiteren Verlauf sind Radfahrende heute entlang der Eulerstraße heute noch zusammen mit dem Kfz-Verkehr auf der Fahrbahn unterwegs. Hier sieht die Planung künftig einen neuen mindestens vier Meter breiten gemeinsamen Geh- und Radweg vor, der in beide Richtungen genutzt werden kann. Über den entsprechenden Bau- bzw. Planungsbeschluss wird am 26. August der Haupt- und Finanzausschuss entscheiden.

Für beide Abschnitte ist die innovative Beleuchtung vorgesehen, die in besonderem Maße zu einer komfortabel nutzbaren und alltagstauglichen Radwegeverbindung beiträgt. Die Erfahrungen der Nutzerinnen und Nutzer aus dem ersten Testabschnitt zwischen Ballonstartplatz und Osttor sind in diese Planung mit eingeflossen und sollen nun auch auf der gesamten Kanalpromenade umgesetzt werden.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 3,62 Mio Euro. Das Amt für Mobilität und Tiefbau erhält Zuwendungen für diese Baumaßnahme in Höhe von insgesamt 2,66 Mio Euro vom Land NRW aus der „Förderrichtlinie Nahmobilität“, von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie vom Bundesverkehrsministerium aus dem Programm “Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“. 

Positive Beschlüsse in den Gremien vorausgesetzt, könnte bereits im kommenden Jahr ein großer Teil der Kanalpromenade bis zur Stadtgrenze Senden fertiggestellt sein. Sie bildet dann eine komfortable Route für Radfahrerinnen und Radfahrer, die an vielen Stellen an das bestehende Fahrradnetz sowie die künftigen Velorouten angebunden wird. Durch die kreuzungs- und ampelfreie Planung erhöht sich insbesondere die Sicherheit. Gerade für die Stadtteile Amelsbüren mit dem Hansa-Business-Park und der zukünftigen Batterieforschungsfabrik, Hiltrup und Gremmendorf sowie das Gewerbegebiet Loddenheide stellt sie eine qualitätvolle Verbindung dar, auf der Wege ohne Aufenthalte zügig bewältigt werden können.

Beschlussvorlagen:



Zweiter Abschnitt soll fahrradfreundlich ausgebaut werden

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tagsüber

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tags und bei Sonnenaufgang

Die Ausbauplanungen für einen weiteren Abschnitt der Kanalpromenade (im Übersichtsplan Bauabschnitt 1) sind nun abgeschlossen und wurden am 17. März im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen beschlossen. Der Baubeginn für diesen Abschnitt Richtung Greven vom Wilhelmshavenufer bis zur Gittruper Straße/Gelmer Brücke ist für Herbst 2020 geplant. Dabei wird die Kanalpromenade auf drei bis vier Meter verbreitert, mit einer Asphaltdeckschicht versehen und mit einer so genannten adaptiven Straßenbeleuchtung ausgestattet. Besonders diese innovative Straßenbeleuchtung trägt zu einer komfortabel nutzbaren, alltagstauglichen Radwegeverbindung bei. Sie sorgt dafür, dass jeweils nur die Streckenabschnitte hell ausgeleuchtet werden, auf denen sich Radfahrende oder Zufußgehende bewegen. So werden sowohl die Belange der Sicherheit als auch des Naturschutzes berücksichtigt. Denn dank der Sensoren "wandert" der Lichtkegel über den Streckenverlauf mit den Radfahrenden mit und wird danach wieder heruntergeregelt.

Für dieses Projekt hat sich die Stadt Münster erfolgreich um Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums aus dem Programm "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" beworben. Die Kosten der adaptiven Beleuchtung in Höhe von 1,2 Millionen Euro auf diesem Abschnitt werden zu 50 Prozent gefördert. Kurzfristig hat sich außerdem ergeben, dass die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes den Wegausbau nicht, wie zunächst angegeben, zu 50 Prozent mitfinanziert, sondern zu 90 Prozent.


Erster Abschnitt wird 2020 fahrradfreundlich ausgebaut

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tagsüber

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tags und nachts

Die Ausbauplanungen für den ersten Abschnitt der Kanalpromenade Richtung Senden (im Übersichtsplan Bauabschnitt 6) sind abgeschlossen und wurden im November 2019 im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen einstimmig beschlossen. Der Baubeginn für diesen Abschnitt vom Osttor bis zur Stadtgrenze ist für Sommer 2020 geplant.


Der aktuelle Zustand des Kanalseitenwegs

Enger Schotterweg mit größeren Steinen

Bilder: Aktueller Zustand der Strecke (zum Vergrößern klicken)

Eine weitestgehend durchgängige Verbindung entlang des DEK in Münster gibt es heute schon. Alltagstauglich ist diese Verbindung jedoch nicht. In weiten Teilen handelt es sich zurzeit um einen unebenen, teils schmalen Schotterweg. Die unbefestigte Oberfläche lässt den Weg bei Nässe matschig und bei Trockenheit staubig werden. Die bereits asphaltierten Abschnitte sind häufig durch Baumwurzeln beschädigt. So ist das Fahrradfahren auf dem Weg bislang weder bequem noch besonders zügig möglich und eignet sich kaum für Rad fahrende Pendlerinnen und Pendler.


Einseitiger Ausbau der Betriebswege am DEK

Deshalb soll die Qualität des bestehenden Weges auf dem gesamten Stadtgebiet für die Radfahrenden deutlich verbessert werden. Ziel ist, den Weg auf einer Kanalseite zu asphaltieren. Die Asphaltoberfläche erzeugt einerseits einen geringeren Fahrwiderstand und ist andererseits auch bei Regenwetter gut zu befahren. Außerdem sind so der beabsichtigte Reinigungs- und Winterdienst einfacher möglich. Darüber hinaus ist geplant, den Weg auf mindestens drei Meter zu verbreitern. So können Zufußgehende und Radfahrende den Weg gemeinsam nutzen.

Die Kanalpromenade soll auf ganzer Strecke von Nord nach Süd-Westen im Sinne eines Gesamtkonzeptes ausgebaut werden. Aufgrund des DEK-Ausbaus im Bereich der sogenannten Stadtstrecke (Schleuse Münster bis Eulerstraße südlich der B51-Brücke) wird die Umsetzung abschnittsweise erfolgen. Zunächst ist die Kanalpromenade in den Abschnitten für den Radverkehr zu ertüchtigen, in denen kein Kanalausbau erfolgt. Hier sind wir nach erfolgreicher Vereinbarung mit der WSV für Planung, Ausschreibung und Durchführung der Maßnahme verantwortlich, tragen jedoch lediglich 50 Prozent der Kosten.

Anschließend stellt die WSV im Zuge ihres Kanalausbaus den Seitenweg im Bereich der Stadtstrecke nach den gleichen Ausbaustandards fahrradtauglich her. Die WSV übernimmt hier Planung, Ausschreibung und Durchführung zu 100 Prozent und trägt 50 Prozent der Kosten gegenüber dem betrieblich notwendigen Wegeausbau. All dies entspricht bundeseinheitlichen Fördervorgaben.


Naherholung und Rücksichtnahme

Der Kanal übernimmt ohne Frage eine wichtige Naherholungsfunktion in Münster. Um dieser gerecht zu werden, ist der Wegeausbau lediglich auf einer Kanalseite geplant. Darüber hinaus soll für ein rücksichtsvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmenden geworben werden. Dies kann zum einen baulich durch auffallend gestaltete Einmündungsbereiche erfolgen, zum anderen sind öffentlichkeitswirksame Kampagnen geplant, die auf die veränderte Situation hinweisen.


 

Zusatzinfos

Kontakt

Amt für Mobilität und Tiefbau

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Telefon: 02 51/4 92-66 01
Fax: 02 51/4 92-77 35
mobilitaet(at)stadt-muenster.de

Ampel-Hotline
Anregungen, Störungsmeldungen:
02 51/4 92-61 66

Fahrradbüro
Telefon: 02 51/4 92-72 72
fahrradbuero(at)stadt-muenster.de

Radverkehrsmaßnahmen

Übersicht der Baumaßnahmen für den Radverkehr im Stadtplan:



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