Stadt Münster: Verkehrsplanung - Kanalpromenade

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Kanalpromenade

Mehr Komfort für Radfahrende am Dortmund-Ems-Kanal

Bereits heute nutzen viele Radfahrerinnen und Radfahrer den Weg entlang des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) als Freizeit- und Tourismusroute. Nun soll der Kanalseitenweg als Alltagsradroute auch für pendelnde Berufstätige oder Studierende attraktiver werden. Mit dem Ausbau der Kanalpromenade können wir auf einer 27 Kilometer langen Strecke eine durchgängige und attraktive Fahrradroute von Stadtgrenze zu Stadtgrenze realisieren. Der Rat der Stadt Münster hat im Juli 2019 dem fahrradtauglichen Ausbau der Betriebswege am Dortmund-Ems-Kanal grundsätzlich zugestimmt.



Erster Abschnitt wird fahrradfreundlich ausgebaut

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tagsüber

Visualisierung der neuen Kanalpromenade tags und nachts

Die Ausbauplanungen für den ersten Abschnitt der Kanalpromenade Richtung Senden (im Übersichtsplan Bauabschnitt 6) sind nun abgeschlossen und werden von uns am 7. November in der Bezirksvertretung Hiltrup vorgestellt, so dass der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen am 19. November über den Ausbau dieses Abschnitts vom Osttor bis zur Stadtgrenze entscheiden kann.
Der Baubeginn ist für Sommer 2020 geplant. Dabei wird die Kanalpromenade auf drei bis vier Meter verbreitert, mit einer Asphaltdeckschicht versehen und mit einer so genannten adaptiven Straßenbeleuchtung ausgestattet. Besonders diese innovative Straßenbeleuchtung trägt zu einer komfortabel nutzbaren, alltagstauglichen Radwegeverbindung bei. Sie sorgt dafür, dass jeweils nur die Streckenabschnitte hell ausgeleuchtet werden, auf denen sich Radfahrer oder Fußgänger bewegen. So werden sowohl die Belange der Sicherheit als auch des Naturschutzes berücksichtigt. Denn dank der Sensoren "wandert" der Lichtkegel über den Streckenverlauf mit den Radfahrern mit und wird danach wieder heruntergeregelt.



Für das Projekt hat sich die Stadt erfolgreich um Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums aus dem Programm "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" beworben. Die Kosten der adaptiven Beleuchtung in Höhe von 1,4 Millionen Euro auf diesem Abschnitt werden zu 50 Prozent gefördert. Außerdem erhält die Stadt für den Wegebau mit kalkulierten 2,6 Millionen Euro Baukosten eine Zuwendung von 1,14 Millionen Euro vom Land NRW nach der Förderrichtlinie Nahmobilität.
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beteiligt sich an den Kosten für den Wegebau mit 0,98 Millionen Euro.


Der aktuelle Zustand des Kanalseitenwegs

Enger Schotterweg mit größeren Steinen

Bilder: Aktueller Zustand der Strecke (zum Vergrößern klicken)

Eine weitestgehend durchgängige Verbindung entlang des DEK in Münster gibt es heute schon. Alltagstauglich ist diese Verbindung jedoch nicht. In weiten Teilen handelt es sich zurzeit um einen unebenen, teils schmalen Schotterweg. Die unbefestigte Oberfläche lässt den Weg bei Nässe matschig und bei Trockenheit staubig werden. Die bereits asphaltierten Abschnitte sind häufig durch Baumwurzeln beschädigt. So ist das Fahrradfahren auf dem Weg bislang weder bequem noch besonders zügig möglich und eignet sich kaum für Rad fahrende Pendlerinnen und Pendler.


Einseitiger Ausbau der Betriebswege am DEK

Deshalb soll die Qualität des bestehenden Weges auf dem gesamten Stadtgebiet für die Radfahrenden deutlich verbessert werden. Ziel ist, den Weg auf einer Kanalseite zu asphaltieren. Die Asphaltoberfläche erzeugt einerseits einen geringeren Fahrwiderstand und ist andererseits auch bei Regenwetter gut zu befahren. Außerdem sind so der beabsichtigte Reinigungs- und Winterdienst einfacher möglich. Darüber hinaus ist geplant, den Weg auf mindestens drei Meter zu verbreitern. So können Zufußgehende und Radfahrende den Weg gemeinsam nutzen.

Die Kanalpromenade soll auf ganzer Strecke von Nord nach Süd-Westen im Sinne eines Gesamtkonzeptes ausgebaut werden. Aufgrund des DEK-Ausbaus im Bereich der sogenannten Stadtstrecke (Schleuse Münster bis Eulerstraße südlich der B51-Brücke) wird die Umsetzung abschnittsweise erfolgen. Zunächst ist die Kanalpromenade in den Abschnitten für den Radverkehr zu ertüchtigen, in denen kein Kanalausbau erfolgt. Hier sind wir nach erfolgreicher Vereinbarung mit der WSV für Planung, Ausschreibung und Durchführung der Maßnahme verantwortlich, tragen jedoch lediglich 50 Prozent der Kosten.

Anschließend stellt die WSV im Zuge ihres Kanalausbaus den Seitenweg im Bereich der Stadtstrecke nach den gleichen Ausbaustandards fahrradtauglich her. Die WSV übernimmt hier Planung, Ausschreibung und Durchführung zu 100 Prozent und trägt 50 Prozent der Kosten gegenüber dem betrieblich notwendigen Wegeausbau. All dies entspricht bundeseinheitlichen Fördervorgaben.


Naherholung und Rücksichtnahme

Der Kanal übernimmt ohne Frage eine wichtige Naherholungsfunktion in Münster. Um dieser gerecht zu werden, ist der Wegeausbau lediglich auf einer Kanalseite geplant. Darüber hinaus soll für ein rücksichtsvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmenden geworben werden. Dies kann zum einen baulich durch auffallend gestaltete Einmündungsbereiche erfolgen, zum anderen sind öffentlichkeitswirksame Kampagnen geplant, die auf die veränderte Situation hinweisen.


 

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