Stadt Münster: Stadtplanung - Entwicklungskonzept Coerde

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Entwicklungskonzept Coerde

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Coerde einstimmig beschlossen

Kartengrundlage mit eingezeichneter Abgrenzung des Untersuchungsgebiets für Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Coerde

Abgrenzung des Untersuchungsgebiets Karte: Stadt Münster

Der Rat der Stadt Münster hat am 24. Juni 2020 das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Coerde einstimmig beschlossen.

Derzeit arbeitet die Verwaltung an der Beantragung der Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ noch in diesem Jahr 2020, um Fördermittel für die Umsetzung der im Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept erarbeiteten Maßnahmen und Projekte zu erhalten.

Weiter Informationen zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Coerde:



Projekttag an der Hauptschule Coerde:
Schülerinnen und Schüler planen ihren Stadtteil

Foto

Bilder zum Projekttag

Geht es um die Zukunftsplanung von Stadtteilen und Wohnquartieren sind die Kinder und Jugendlichen vor Ort eine wichtige Zielgruppe. Aber wie kann man sie am besten in Planungsprozessen beteiligen und ihre Ideen kennenlernen?

Auf dem Weg zum „Integrierten Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde“ hat das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung einen Projekttag in der Hauptschule Coerde organisiert. Ideengeberin war die Rektorin der Schule. Sie wurde im Rahmen des Verfahrens bereits als Schlüsselperson befragt – und kam auf die Idee, auch ihre Schülerinnen und Schüler nach ihrer Meinung zum Leben in Coerde zu befragen.

Am 30. Mai war es soweit: Beim Projekttag beschäftigten sich alle Schülerinnen und Schüler der Hauptschule in Coerde mit der Zukunft des Stadtteils. An neun Stationen konnten sie die Stärken und Schwächen sowie eigene Ideen diskutieren. Thematisiert wurden zum Beispiel die Bereiche Verkehr und Mobilität, Wohnen, Sauberkeit und Sicherheit, sowie Kultur und Freizeit, Bildung und Betreuung.

Besonderes Interesse zeigten die Jugendlichen dabei an der Gestaltung und dem Angebot auf dem Hamannplatz. Ihnen geht es um verbesserte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Angebote „sich zu treffen“.

Zu ihren weiteren Anregungen zählte unter anderem auch „mehr Sauberkeit und Sicherheit“ auf dem Schulgelände sowie im gesamten Stadtteil.

Die Auswertung des Projekttags, an der drei Schülerinnen und ein Schüler der Jahrgangsstufe 10 beteiligt sind, läuft. Schon jetzt sind sich Lehrerkollegium, Schülerschaft und die Vertreter der Verwaltung einig: Dieser Projekttag war ein voller Erfolg und hat wertvolle Informationen aus der sonst so schwer erreichbaren Zielgruppe in den Prozess eingebracht.


Öffentliche Bürgerbeteiligung am 7. März 2018

Einladungsplakat

Einladungsplakat

In einem mehrstufigen dialogorientierten Verfahren entsteht in den nächsten Monaten ein Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde.
Die Stadtverwaltung hatte am Mittwoch, 7. März alle Interessierten zur ersten öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen. Ca. 80 Bürgerinnen und Bürger sind dieser Einladung gefolgt und kamen in das Begegnungszentrum Meerwiese.

In dieser Veranstaltung wurde einerseits über das Verfahren – seine Ziele und seinen Ablauf – informiert und andererseits wurden alle Interessierten aufgefordert, Stärken und Schwächen sowie eigene Ideen zur Verbesserung der Wohn– und Lebenssituation in Coerde zu benennen.

Dazu gab es verschiedene Themenstationen im Begegnungszentrum, an denen die Coerder ihre Meinung und ihre Anregungen notieren konnten. Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter der Polizei standen für Fragen zur Verfügung.

Die vielfältigen Meinungsäußerungen an den Stationen werden jetzt ausgewertet. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werden die Themen der folgenden Planungswerkstätten ausgewählt. Auch bei diesem Beteiligungsangebot hoffen die Projektleiterinnen auf große Beteiligung der Coerder Bürgerschaft.

Über die genauen Termine der Planungswerkstätten wird über Plakate im Stadtteil und in der Presse informiert. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.


Hintergrund zum Integrierten Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde

Logo: Sprechblase mit Schriftzug, daneben eine Kartenskizze

Logo des Integrierten Entwicklungskonzeptes Coerde

Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen hat die Verwaltung im November 2016 beauftragt, ein Integriertes Entwicklungskonzept für den Stadtteil Coerde gemeinsam mit der Bürgerschaft und der Politik vor Ort zu erarbeiten. Ein Vergleich mit anderen Münsteraner Stadtteilen hatte ergeben, dass Coerde insbesondere bei den Bevölkerungsindikatoren in mehrfacher Hinsicht schlecht abschneidet. So ist z. B. der Anteil der Arbeitslosen an der wohnberechtigten Bevölkerung überdurchschnittlich hoch. Zudem gilt Coerde als sozialer Brennpunkt – sowohl in der Wahrnehmung der Stadtteilbewohnerschaft als auch in der Außenwahrnehmung.

Wie können die sozialen Probleme im Stadtteil behoben werden? Wie kann der öffentliche Raum aufgewertet werden? Welche Versorgungsmängel sieht die Bürgerschaft von Coerde?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt, wenn in den nächsten Monaten zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Coerde und der Politik vor Ort das Entwicklungskonzept erarbeitet wird.

Folgende Themenfelder sollen im Entwicklungskonzept diskutiert werden. Ziel ist die Formulierung von Vorschlägen für Verbesserungsmaßnahmen.

  • Bildung und Integration
  • Arbeiten
  • Soziales Miteinander
  • Gestaltung des öffentlichen Raumes
  • Wohnen
  • Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs

Ergebnisse aus Befragung der Schlüsselpersonen

Als erster Schritt der Öffentlichkeitsarbeit wurden Schlüsselpersonen im persönlichen Interview zu den Stärken und Schwächen im Stadtteil Coerde befragt. Interviewt wurden unter anderem Vertreter der Vereine, der Kindergärten, der Grundschule, der Arbeitskreise in Coerde, der Bezirksvertretung-Nord sowie der Sozialverbände.

Was hat die Auswertung der Befragung ergeben (häufigste Nennungen)?

Stärken:

  • Lage im Grünen
  • Gute Netzwerke
  • Kulturelle Vielfalt
  • Erreichbarkeit der Innenstadt
  • Gutes Miteinander bei gemeinsamen Aktionen
  • Zufriedenheit mit der Wohnsituation
  • Angebot des Sportvereins Teutonia
  • Kulturelle Angebote (BGZ, AWO, Kirchen)
  • Engagement der Schulen

Schwächen:

  • Schlechtes Image / sozialer Brennpunkt
  • Müll
  • Kriminalität / Drogen / Alkohol
  • Integration
  • Verkehrsbelastung Königsberger Str. / Hoher Heckenweg
  • Busanbindung nach Kinderhaus
  • Leerstand
  • Angebot auf dem Wochenmarkt
  • Angebot an Restaurants

Das Verfahren im Überblick

Erste Phase: Orientierung

  • Bestandsaufnahme, Grundlagenermittlung
  • Vorstellung und Abstimmung des Verfahrens in der BV Münster-Nord
  • Bildung eines Interfraktionellen Arbeitskreises zur Begleitung des Prozesses mit je einem Vertreter der politischen Parteien in der BV

Zweite Phase: Bürgerbeteiligung in 3 Stufen

  • Die Schlüsselpersonen werden zu den Stärken und Schwächen des Stadtteils Coerde befragt.
  • In einer Informationsveranstaltung (s. o.) werden die Ziele und der Ablauf des Integrierten Entwicklungskonzeptes der Bürgerschaft vorgestellt. Zudem können die Coerder weitere Stärken und Schwächen bzw. auch eigene Anregungen und Ideen für die Zukunft des Stadtteils benennen.
  • Ergänzend werden Planungswerkstätten zu ausgewählten Fragestellungen angeboten.

Dritte Phase: Prüfung der Förderfähigkeit

  • Nach den Vorgaben der Förderrichtlinien Stadterneuerung wird geprüft, ob eine grundsätzliche finanzielle Unterstützung durch das Land NRW oder den Bund für die Realisierung von verschiedenene Maßnahmen gewährleistet werden kann.

Vierte Phase: Erarbeitung des Konzepts

  • Prüfung der Anregungen der Bürgerschaft durch die Fachämter
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs mit Prioritätenliste
  • Vorstellung der Ergebnisse in der BV
  • Erarbeitung einer Dokumentation

Fünfte Phase: Umsetzung des Maßnahmenkataloges

(unter der Maßgabe der Förderfähigkeit nach den Richtlinien Stadterneuerung)

  • Quartiersmanagement / Programmkoordination
  • Bildung eines Quartiers - Fonds
  • Selbstevaluation (Dokumentation / Zielerreichung / Anpassung)

 

Zusatzinfos

Kontakt

Stadtplanungsamt

Stadthaus 3
Albersloher Weg 33
48155 Münster

Tel. 02 51/4 92-61 01
Fax 02 51/4 92-77 32
stadtplanung(at)stadt-muenster.de

Ansprechpartnerin

Frauke Popken
Tel. 02 51/4 92-61 82
PopkenF(at)stadt-muenster.de