Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Regenbogenflaggen auf dem Prinzipalmarkt
 
Fahnen zum Internationalen Frauentag am Stadthaus 3
 
 
Orange Day auf dem Prinzipalmarkt
 
Das Team des Amtes für Gleichstellung.
 

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist jedes sexualisierte Verhalten, das von der betroffenen Person nicht erwünscht ist. Dazu zählen nicht nur verbale und physische Belästigungen, wie sexualisierte Sprüche oder unerwünschte Berührungen, sondern auch non-verbale Formen wie anzügliche Blicke oder das Zeigen pornografischer Bilder. Sie können an jedem Arbeitsplatz passieren - unabhängig von der Branche oder Größe des Betriebes.

Alle Arbeitgebenden sind durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verpflichtet für ein sicheres Arbeitsumfeld frei von Belästigungen zu sorgen und die Beschäftigten vor jeder Form der sexuellen Belästigung zu schützen.

Obwohl die Belästigungen fast durchweg als erniedrigend, bedrohlich oder psychisch belastend wahrgenommen werden, unternehmen viele Beschäftigte nichts dagegen. Der Gang zum Vorgesetzten bleibt ebenfalls oft aus - auch deshalb, weil die Betroffenen nicht wissen, wie der/die eigene Arbeitgeber*in mit einer Beschwerde umgehen würde.

Die Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von Oktober 2019 zeigt, dass ein umfassender Schutz vor sexueller Belästigung wichtig ist: 62 % der Befragten erlebten Belästigungen in Form von sexualisierten Kommentaren, 44 % berichteten von unerwünschten Blicken, Gesten oder Nachpfeifen und 26 % von unerwünschten Berührungen. 82 % aller Betroffenen gaben an, die Belästigenden seien ausschließlich oder überwiegend männlich gewesen. Bei weiblichen Betroffenen war dies fast durchgängig der Fall (98 %). Männliche Betroffene gaben dies zu 39 % an, nannten zu 16 % beide Geschlechter und zu 46 % ausschließlich oder überwiegend weibliche Personen.

Infos und Beratung

Claudia Welp
Amt für Gleichstellung

Claudia Welp

stellv. Amtsleiterin, stellv. Gleichstellungsbeauftragte, Beratung, Gewalt gegen Frauen; häusliche Gewalt, Gesundheit, Trägerförderung

Dipl. Sozialarbeiterin

02 51/4 92-17 02

welpc@stadt-muenster.de