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Provisorische Rettungswache für schnellere Notfallversorgung in Roxel

Um die medizinische Notfallhilfe in Roxel und Gievenbeck weiter zu verbessern, baut die Stadt Münster das ehemalige Feuerwehrhaus in Roxel an der Havixbecker Straße 20 zu einer provisorischen Rettungswache um.

Symbolbild Feuerwehreinsatz
Bildrechte: Stadt Münster

Das hat die Bezirksvertretung Münster-West am Donnerstag, 26. Februar, beschlossen. Die Umsetzung durch das Amt für Immobilienmanagement erfolgt, sobald die dafür vorgesehenen Mittel im städtischen Haushaltsplan bereitstehen. Für den Umbau sind rund 473.000 Euro vorgesehen. Die Nutzung des derzeit leerstehenden Gebäudes ist auf einen Zeitraum von sieben Jahren befristet. Langfristig plant die Stadt den Neubau einer Rettungswache im Bereich Im Derdel/Am Rohrbusch.

Ein Rettungswagen soll in 90 Prozent der Notfälle innerhalb von acht Minuten am Einsatzort sein – je nach Stadtteil und Verkehrslage. Im gesamten Stadtgebiet von Münster werden aktuell rund 79 Prozent innerhalb dieser Zeit erreicht. Mit dem Rettungsdienstbedarfsplan 2022 will die Stadt die Versorgung nun steigern und dazu mehrere neue Standorte einrichten, darunter für Roxel und Gievenbeck. Bereits seit November 2023 gibt es in Wolbeck einen zusätzlichen Standort für Rettungswagen. Zwei weitere Rettungswachen sind für die Abdeckung der Stadtteile Kinderhaus-West, Nienberge und Sprakel sowie der Stadtteile Sudmühle Süd-West, Handorf und Mauritz vorgesehen.

„Angesichts von wachsenden Einwohnerzahlen in den Stadtteilen müssen wir die Rettungswachen gezielt ausbauen, damit die medizinische Hilfe im Notfall zuverlässig ankommt“, sagt Gottfried Wingler-Scholz, Leiter der Feuerwehr Münster. „Mit den laufenden Maßnahmen befindet sich die Hälfte der im Rettungsdienstbedarfsplan 2022 vorgesehenen dezentralen Rettungswachen-Standorte in Planung oder Umsetzung.“

Das ehemalige Feuerwehrhaus an der Havixbecker Straße 20 ist aktuell ungenutzt, nachdem die Freiwillige Feuerwehr Roxel 2021 in das neue Gebäude an der Tilbecker Straße gezogen ist. Die anschließende Nutzung durch Grünflächenamt und Sozialamt ist ebenfalls ausgelaufen. An dem provisorischen Standort will die Stadt einen Rettungswagen unterbringen, bis es eine neue Wache gibt.