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Stadt will bis Sommer drei öffentliche Toiletten bauen

Im kommenden Jahr sollen in Münster an drei Standorten zusätzliche öffentliche Toilettenanlagen entstehen: im Südpark, am Coerdeplatz/Flugzeugspielplatz und im Wienburgpark. Weitere Toiletten sollen folgen. 

Karte zeigt bisherige und neu geplante Standorte mit verschiedenfarbigen Punkten an
Bildrechte: Stadt Münster / Amt für Kommunikation

Karte: Derzeitige und geplante Standorte der öffentlichen Toilettenanlagen in Münster.

Stimmen die politischen Gremien einer aktuellen Vorlage der Verwaltung zu, können die drei Anlagen im zweiten Quartal 2027 fertiggestellt sein, spätestens bis zum Beginn der „Skulptur Projekte Münster“ am 13. Juni. Am 24. November steht die erste Vorberatung im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen an. Der Rat hat am 9. Dezember das letzte Wort.

Die vorgeschlagenen Unisex-Toiletten sollen barrierefrei und vandalismussicher sein. Zudem werden ökologische Aspekte, etwa Wasserersparnis, berücksichtigt. Gestalterisch aufwändige Sonderanfertigungen kommen aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Die Anlagen haben eine Größe von ungefähr zehn Quadratmetern. Die Projektsteuerung für Bau und Errichtung soll das Amt für Immobilienmanagement übernehmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Bau beläuft sich auf 616.000 Euro.

Weitere Toiletten sollen folgen

An den Aaseekugeln (dem Kunstwerk Giant Pool Balls) und auf der Westseite des Hauptbahnhofs sollen weitere Toilettenanlagen gebaut werden. Am Aasee sind zunächst Tiefbau- und Erschließungsarbeiten zur Herstellung der erforderlichen Versorgungsanschlüsse notwendig. Am Hauptbahnhof will die Stadt im Bereich des Taxistands bis zur Errichtung einer festen Anlage zunächst eine provisorische Lösung mit Toilettenkabinen einrichten.

Der Rat hatte die Verwaltung am 3. September 2025 beauftragt, das öffentliche Toilettenangebot um die fünf Standorte zu erweitern. Das Bewirtschaftungs- und Beschaffungskonzept sieht vor, dass Bau, Reinigung, Wartung und Betrieb der Toiletten von einem externen Dienstleister übernommen werden.

41 „nette Toiletten“ in Münster

Seit Anfang 2024 betreibt die Stadt die öffentlichen Toiletten selbst. Die zuvor von einer Privatfirma im Auftrag der Stadt geführten Anlagen wurden zurückgebaut. Sechs Anlagen im städtischen Eigentum wurden instandgesetzt – diese werden von einer Reinigungsfirma betreut. Das neue Konzept reagiert auf den Bedarf an zusätzlichen und gut zugänglichen öffentlichen Toiletten.

Neben den städtischen Toilettenanlagen soll auch das Angebot „Nette Toilette“ weiter fortgeführt und vor allem in den Außenstadtteilen ausgebaut werden. Aktuell beteiligen sich 41 Betriebe und Einrichtungen in Münster – davon 22 in der Innenstadt und 16 in Hiltrup. Sie stellen ihre Toiletten während der Öffnungszeiten zur Verfügung und erhalten dafür von der Stadt einen Betriebskostenzuschuss.

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