Die Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Zentraldeponie Coerde liefert jährlich rund zwei Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom – ausreichend für rund 550 Vier-Personen-Haushalte.
Der Bericht zum kommunalen Klima-Controlling dokumentiert, welche Fortschritte der Stadtkonzern bei Klimaschutz und Klimaanpassung erzielt hat. Zudem zeigt der Bericht, welchen Beitrag zentrale Klimamaßnahmen zum kommunalen Haushalt und zur CO₂-Einsparung leisten – und macht transparent, wo Maßnahmen umgesetzt, verzögert oder geplant sind.
Aktuelle Planungen und Ergebnisse aus 2025
Der Bericht enthält neben einem Ausblick auf aktuelle Planungen konkrete Ergebnisse aus 2025. So gingen etwa im Mai auf der Freiflächen-Photovoltaikanlage an der Zentraldeponie Coerde 2.300 weitere Module in Betrieb. Die erweiterte Anlage liefert jährlich rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Außerdem nahm die erste Großwärmepumpe ihren Betrieb auf; bis 2030 sollen drei weitere folgen – ein Beitrag zur Erzeugung klimaneutraler Fernwärme in Münster.
Auch in anderen Bereichen wurden Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt: Das Fahrradstraßennetz wurde erweitert, rund 80 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge eingerichtet und die Stadtbücherei baute ihr Umweltbildungsangebot aus. In Gewerbegebieten starteten Projekte zur klimaneutralen Unternehmensentwicklung.
Treibhausgasbilanz
Ein weiterer Bestandteil des Klimacontrollings ist die jährliche Treibhausgasbilanz. Demnach sind die CO₂-Emissionen in Münster seit dem Basisjahr 1990 um 38 Prozent gesunken, pro Kopf um rund 50 Prozent. Für das Ziel Klimaneutralität ist das weiterhin zu langsam.