Neue Bewohnerparkzonen in Pluggendorf und im Erphoviertel
Anwohnerinnen und Anwohner können sich einen Bewohnerparkausweis ausstellen lassen und dürfen ihre Fahrzeuge dann auf allen öffentlichen Parkplätzen abstellen – zeitlich unbegrenzt. Wer nicht im jeweiligen Viertel wohnt oder keinen Parkausweis besitzt, muss eine Parkscheibe auslegen und kann öffentliche Parkplätze höchstens zwei Stunden nutzen. Diese Entscheidung fiel am Mittwoch, 28. Januar, in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Mobilität.
Die Verwaltung kündigte zudem an, zeitnah eine Regelung für Besucherinnen und Besucher in Bewohnerparkzonen einzuführen. Sie soll Personen, die in einem Bewohnerparkgebiet gemeldet sind, ermöglichen, für ihren Besuch Besucherparkausweise zu beantragen.
Mehr Parkraum in Wohnungsnähe
Die Bewohnerparkzone M (Pluggendorf) will die Stadt im zweiten Quartal 2026, die Zone N (Erpho) im vierten Quartal 2026 einführen. Neue Bewohnerparkzonen in innenstadtnahen Stadtvierteln sollen mehr Parkraum für Anwohnerinnen und Anwohnern schaffen und es ihnen erleichtern, einen Parkplatz in Wohnungsnähe zu finden. Gutachten zeigen sowohl für das Erphoviertel als auch für Pluggendorf eine Parkraumauslastung von über 90 Prozent. Das liegt auch daran, dass Pendlerinnen und Pendler sowie Gäste von außerhalb die öffentlichen Parkplätze derzeit unbegrenzt nutzen können. Gleichzeitig gibt es zu wenig private Stellplätze.
Die Bewohnerparkzone Erpho wird zwischen Gartenstraße, Bahnschienen und Niedersachsenring liegen. Die Zone Pluggendorf wird sich zwischen Bismarckallee, Weseler Straße und Kolde-Ring erstrecken. Wer hier seinen Hauptwohnsitz hat, kann für jeweils ein Fahrzeug mit einer Länge von weniger als 5,25 Meter einen Bewohnerparkausweis beantragen. Die neuen Parkzonen wird die Stadt Münster mit Schildern kenntlich machen.
Parkscheinregelung an Bismarckallee und Scharnhorststraße
Eine Ausnahme macht in Pluggendorf eine Parkscheinregelung für Bismarkallee und Scharnhorststraße: Alle Parkplätze an der Bismarckallee zwischen Weseler Straße und Körnerstraße sowie zwischen Sperlichstraße und Kardinal-von-Galen-Ring können mit Parkschein genutzt werden. Gleiches gilt für die Scharnhorststraße zwischen Kolde-Ring und Sperlichstraße.
Für die Piusallee zwischen Warendorfer Straße und Bohlweg will die Stadt prüfen, Parkplätze über zwei Stunden hinaus mit Parkschein zu bewirtschaften.
Die Einrichtung zusätzlicher Bewohnerparkzonen ist Teil des Integrierten Parkraumkonzepts, das der Rat 2024 beschlossen hat.