Reaktivierung der WLE-Strecke beschlossen
Oberbürgermeister begrüßt Reaktivierung
„Für Münster ist das eine gute Nachricht. Die Bahnverbindung in den Südosten der Stadt ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende“, sagt Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Rund eine Viertelstunde soll die Bahnfahrt von Wolbeck bis zum Hauptbahnhof künftig dauern. Dieses Angebot hat das Potenzial, viele Leute, die täglich mit dem Auto in die Stadt fahren, für den klimafreundlichen Umstieg auf die Bahn zu gewinnen.“
Bevor die ersten Linienzüge auf der Strecke fahren, muss die WLE noch das Schienennetz erneuern, Bahnübergänge anpassen, neue Bahnsteige bauen und Signaltechnik austauschen. „Der Weg von der ersten Idee bis hierhin war lang. Ich hoffe, dass es der WLE gelingt, das Projekt jetzt möglichst schnell umzusetzen“, sagt Fuchs. „Unseren Part als Stadt – die Erschließung der Haltepunkte – haben wir gut vorbereitet, die notwendigen Beschlüsse dafür wurden im vergangenen Jahr getroffen.“
Fünf neue Mobilstationen geplant
Vom Hauptbahnhof aus sollen die Züge künftig an fünf Stationen auf dem Stadtgebiet – Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf, Angelmodde und Wolbeck – Halt machen, über Albersloh geht die Fahrt dann weiter nach Sendenhorst. Für jeden der fünf Haltepunkte in Münster hat die Stadt eine Mobilstation geplant, die insbesondere den Umstieg zwischen Bahn und Fahrrad erleichtern soll.
Zu jeder Mobilstation gehört neben frei zugänglichen Anlehnbügeln mindestens eine sogenannte Leezenbox, in der Räder wettergeschützt abgestellt werden können. Besonders umfangreich soll das Angebot in Gremmendorf und Wolbeck sein: Zwei Leezenboxen mit insgesamt 240 Stellplätzen sind je Standort geplant. Auch Stellplätze für Car-Sharing sind dort vorgesehen.
Züge mit Akku-Betrieb
Auf der WLE-Strecke sollen batteriebetriebene Züge zum Einsatz kommen, so dass für die Strecke keine Oberleitungen gebaut werden müssen. Aufgeladen werden die Akkus am Hauptbahnhof. Drei Züge pro Stunde sollen künftig von dort bis Wolbeck fahren, zwei davon weiter bis Sendenhorst – mit gleichem Takt in die Gegenrichtung.
Der reaktivierte Betrieb auf der Bahnstrecke Münster-Sendenhorst ist ein erster Baustein der S-Bahn Münsterland, die mit dichteren Takten auf neun Linien und einer besseren Vernetzung Münster und die Region langfristig enger verbinden soll.