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Fortschreibung des Klima-Controllings schafft Transparenz in der Klimaarbeit

Neue Fahrradstraßen, zusätzliche Photovoltaikanlagen, mehr grüne Wärme: Die Stadt Münster hat am Mittwoch, 7. Januar, die Fortschreibung ihres Berichts zum kommunalen Klima-Controlling veröffentlicht.

Luftbild der PV-Anlage in Coerde
Bildrechte: Stadtwerke Münster

Die Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Zentraldeponie Coerde liefert jährlich rund zwei Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom – ausreichend für rund 550 Vier-Personen-Haushalte.

Ladesäule für E-Autos vor einer Kreuzung
Bildrechte: Stadt Münster

In Münster gibt es seit diesem Jahr rund 80 neue öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge.

Blick auf eine Großwärmepumpe
Bildrechte: Stadtwerke Münster/Michael C. Möller

Die Stadtwerke Münster haben in diesem Jahr eine erste Großwärmepumpe in Betrieb genommen.

Das Dokument listet rund 60 Projekte aus den Bereichen Energie, Bauen, Mobilität, Finanzen, Bildung und Wirtschaft auf und zeigt, welche Fortschritte der Stadtkonzern bei Klimaschutz und Klimaanpassung erzielt hat. Zudem macht der Bericht deutlich, welchen Anteil größere Klimamaßnahmen am kommunalen Haushalt und an CO₂-Einsparungen haben.

„Das Klima-Controlling ist ein zentraler Baustein für die kontinuierliche Weiterentwicklung der städtischen Klimaarbeit“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Wir schaffen Transparenz: Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit sehen, welche Projekte für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung vorangetrieben werden, woran es gegebenenfalls noch hakt und welche Schritte in Planung sind.“

Energie und Mobilität 

Der Bericht enthält neben einem Ausblick auf aktuelle Planungen konkrete Ergebnisse aus 2025: Im Mai nahmen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster und die Stadtwerke Münster 2.300 weitere Photovoltaikmodule auf der Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Zentraldeponie Coerde in Betrieb. Die erweiterte PV-Anlage liefert nun jährlich rund zwei Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom – ausreichend für rund 550 Vier-Personen-Haushalte. Zudem haben die Stadtwerke Münster eine erste Großwärmepumpe in Betrieb genommen. Sie nutzt die Abwärme aus dem benachbarten Heizkraftwerk und ist ein erster Baustein für die erneuerbare Fernwärme. Bis 2030 sollen drei weitere folgen und damit einen Beitrag zur Erzeugung klimaneutraler Wärme in Münster leisten.

Im Bereich Mobilität hat die Stadt ihr Netz an Fahrradstraßen weiter ausgebaut und die Dieckstraße und die Wilhelmstraße zu FahrradstraßenPlus umgestaltet. Das (E-)Carsharing-Angebot wurde um zehn Stationen erweitert. Zudem gibt es rund 80 neue öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Diese Angebote werden auch in den nächsten Jahren nachfragegerecht ausgebaut werden.

Um Münster auf dem Weg zur Klimastadt voranzubringen, wird Klimaarbeit im gesamten Stadtkonzern umgesetzt, auch durch Abteilungen und Einrichtungen, die nicht vorrangig mit Umweltprojekten in Verbindung stehen. So hat die Stadtbücherei ihr Medienangebot in der Umweltbildung erweitert und die Bibliothek der Dinge ausgebaut. Die Wirtschaftsförderung startete mit dem Gewerbegebiet an der Siemensstraße als Pilotgebiet, um gemeinsam mit ansässigen Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Klimaneutralität umzusetzen. Weitere Gewerbegebiete werden folgen. Das Gesundheitsamt arbeitet an der Umsetzung des Hitzeaktionsplans und führte eine Kampagne zum Thema Trinkwassernutzung durch.

Treibhausgasbilanz

Ein weiterer Baustein des Klimaschutz-Controllings ist die jährliche Treibhausgasbilanz, die zuletzt im November veröffentlicht wurde. Demnach sind die CO2-Emissionen in Münster seit dem Basisjahr 1990 um 37 Prozent gesunken, pro Kopf um rund 50 Prozent – für das Ziel Klimaneutralität ist das weiterhin zu langsam. 

Künftig zeigt die Treibhausgasbilanz nicht nur die Entwicklungen der Emissionen, sondern auch Fortschritte bei einzelnen Indikatoren, etwa beim Ausbau von Photovoltaikanlagen auf privaten und öffentlichen Dächern. 

Beiträge des Stadtkonzerns

Klimastadtvertrag

Stabsstelle Klima