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Stadtverwaltung schlägt neue Bewohnerparkzonen in Pluggendorf und im Erphoviertel vor

Die Stadt Münster plant die Einrichtung neuer Bewohnerparkzonen in den Stadtvierteln Pluggendorf und Erphoviertel. Entsprechende Vorlagen bringt die Verwaltung am 20. Januar zur politischen Beratung in die Bezirksvertretung Münster-Mitte ein. Die finale Entscheidung trifft der Ausschuss für Verkehr und Mobilität am 28. Januar. 

In beiden Quartieren soll das sogenannte Mischprinzip gelten: Fahrzeuge ohne Bewohnerparkausweis dürfen maximal zwei Stunden mit Parkscheibe abgestellt werden, Anwohnende können mit einem Bewohnerparkausweis hingegen zeitlich unbegrenzt im jeweiligen Quartier parken. Eine solche Regelung besteht in Münster bislang nur in der Parkzone in „Klein Muffi“.

Pluggendorf: Einführung für das zweite Quartal 2026 geplant

Im Quartier Pluggendorf zwischen Kolde-Ring, Weseler Straße und Bismarckallee soll die Bewohnerparkzone im zweiten Quartal 2026 eingeführt werden. Mit der Maßnahme möchte die Stadt den hohen Parkdruck im Viertel reduzieren und die Parksituation für Anwohnende verbessern. 

Ein von der Stadt beauftragtes Gutachten zeigt, dass die Parkraumauslastung in Pluggendorf bei über 90 Prozent liegt und viele Anwohnende keinen eigenen privaten Stellplatz haben. Gleichzeitig nutzen Pendlerinnen und Pendler sowie Besuchende von außerhalb die öffentlichen Parkplätze, sodass die Suche nach einem wohnungsnahen Parkplatz für Anwohnende häufig erschwert ist.

Entlang der Bismarckallee sollen künftig alle Parkplätze in den Abschnitten zwischen Weseler Straße und Körnerstraße sowie zwischen Platz der Weißen Rose und Kardinal-von-Galen-Ring ausschließlich mit Parkschein genutzt werden können. Gleiches gilt für die Scharnhorststraße zwischen Kolde-Ring und Sperlichstraße. An allen übrigen Parkplätzen im Quartier gilt das Mischprinzip.

Erphoviertel: Neuregelung für das vierte Quartal vorgesehen

Im Erphoviertel im Bereich zwischen Gartenstraße, Bahnschienen und Niedersachsenring ist die Einführung der Bewohnerparkzone für das vierte Quartal 2026 geplant. Auch hier zeigt ein Gutachten eine Parkraumauslastung von über 90 Prozent bei gleichzeitigem Mangel an privaten Stellplätzen. Die neue Regelung soll sicherstellen, dass Anwohnende einfacher Parkmöglichkeiten finden.

An der Piusallee zwischen Warendorfer Straße und Bohlweg befinden sich mehrere medizinische und Verwaltungseinrichtungen. Hier will die Stadt prüfen, die Parkplätze über zwei Stunden hinaus mit Parkschein zu bewirtschaften. Die endgültige Ausgestaltung der Bewohnerparkzone, einschließlich dieser Bereiche, soll im Rahmen des Beschilderungsplans erfolgen.

 

Die Einrichtung zusätzlicher Bewohnerparkzonen ist Teil des Integrierten Parkraumkonzepts, das der Rat 2024 beschlossen hatte.
 

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Amt für Bürger- und Ratsservice