Erste Standorte und Künstlerinnen und Künstler
Bei einer Pressekonferenz am 30. Juni 2026, rund ein Jahr vor der Eröffnung, sind die ersten von etwa dreißig Standorten und Projekten bekannt gegeben worden. Unter der künstlerischen Leitung des Kuratorinnenkollektivs What, How & for Whom / WHW (Ivet Ćurlin, Nataša Ilić und Sabina Sabolović) erweitert sich die Ausstellung über die Innenstadt Münsters hinaus mit einem besonderen Fokus auf Stadtteile im Wandel wie Kinderhaus, Berg Fidel und das York-Quartier.
Die ersten, bekanntgegebenen Künstler*innen
- Iza Tarasewicz (1981, Białystok, Polen), künstlerische Arbeit auf dem Gut Kinderhaus
- Hew Locke (*1959, Edinburgh, Großbritannien), Installation im Haus der Niederlande im Krameramtshaus
- Selma Selman (*1991, Bihać, Bosnien), Installation auf dem ehemaligen Hörster Friedhof
- Róza El-Hassan (*1966, Budapest, Ungarn), persönliche und kollektive Migrationsgeschichten im Botanischen Garten und im Stadtteil Berg Fidel
- Oscar Murillo (*1986, La Paila, Kolumbien), Installation im ehemaligen Offizierskasino im York-Quartier
Hintergrund
Was sind die Skulptur Projekte?
Der Ursprung der Skulptur Projekte Münster liegt in einer öffentlichen Kontroverse: 1973 löste die Aufstellung der kinetischen Skulptur Drei rotierende Quadrate des amerikanischen Künstlers George Rickey an der Engelenschanze heftige Diskussionen in Münster aus.
Der damalige Direktor des Westfälischen Landesmuseums Klaus Bußmann griff diese Auseinandersetzung auf und entwickelte gemeinsam mit dem Kurator Kasper König die Idee einer Ausstellung, die den Umgang mit zeitgenössischer Skulptur neu denken sollte. Ziel war es, Kunst nicht nur im Museum zu zeigen, sondern sie in den öffentlichen Raum zu verlagern und dort zur Diskussion zu stellen.
Mit der ersten Ausgabe der Skulptur Projekte im Jahr 1977 schufen Bußmann und König ein neues Ausstellungsformat, das den Dialog zwischen Künstler*innen, Stadt und Öffentlichkeit ins Zentrum rückte und bis heute den Charakter der Skulptur Projekte prägt.
Träger der Skulptur Projekte sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Münster. Veranstalter ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur. Die künstlerische Leitung der nächsten Ausgabe liegt beim Kuratorinnenkollektiv What, How & for Whom / WHW.