Stellten die neue Kampagne für mehr Stadtsauberkeit vor (v.l.): Manuela Feldkamp (awm), Paul Bičište (FH Münster), Lilli Gamzina, Fabienne Schira und Melisa Demir (Studierende der FH Münster) sowie Svenja Möller, Michael Carrington (beide awm) und der kaufmännische Betriebsleiter der awm, Christian Wedding.
Sie soll zum einen Menschen, die in den warmen Monaten an beliebten Treffpunkten wie dem Aasee, in Parks oder am Kanal feiern, für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen sensibilisieren. So sammelten die awm allein auf den stark frequentierten Aaseewiesen im vergangenen Jahr nach dem 1. Mai rund 3,2 Tonnen Abfall ein. Zum anderen rückt die Kampagne illegale Abfallablagerungen im gesamten Stadtgebiet in den Fokus.
„Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass Stadtsauberkeit Gemeinschaftsaufgabe ist und nur im Zusammenspiel aller gelingen kann“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas ergänzt: „Die Kampagne ergänzt bestehende Maßnahmen – von der Abfallentsorgung über Aufklärung bis hin zu bürgerschaftlichem Engagement für mehr Sauberkeit im Alltag.“
Jüngere Menschen als Zielgruppe
Die neue Stadtsauberkeitskampagne verbindet zwei Ansätze. Unter dem Titel „Party hard, clean smart“ – also ausgelassen feiern und anschließend verantwortungsvoll aufräumen – werden insbesondere jüngere Menschen angesprochen. Dieser Kampagnenteil wurde in Zusammenarbeit mit Studierenden der Münster School of Design der FH Münster entwickelt. „Also von jungen Menschen, die ihre eigene Altersgruppe am besten kennen“, betont Christian Wedding, kaufmännischer Betriebsleiter der awm.
Unter Begleitung von Designer Paul Bičište von der FH Münster und awm-Projektmanagerin Svenja Möller entwickelten die Studierenden unter anderem eine Plakatreihe und Social-Media-Ideen. So sollen jüngere Menschen für den richtigen Umgang mit Party-Abfällen im öffentlichen Raum sensibilisiert werden.
„Die Motive haben wir bei einem Fotoshooting am Aasee in der Nacht auf den 2. Mai entwickelt. Die vermüllten Aaseewiesen waren für uns ein erschreckendes Bild und gleichzeitig Inspiration“, sagt Studentin Fabienne Schira. Aus den Eindrücken entstanden Slogans wie „Flasche leer – der Aasee verdient mehr“ und „Deine Schnapsidee liegt noch am Ufer“.
Illegale Abfallablagerungen im Fokus
Der zweite Ansatz der Kampagne richtet sich gegen illegale Abfallablagerungen im Stadtgebiet. Über den Mängelmelder der Stadt (www.stadt-muenster.de/maengelmelder) sowie den Kommunalen Ordnungsdienst wurden in den vergangenen beiden Jahren zusammen rund 6.500 Fälle an die awm gemeldet. Dabei geht es etwa um falsch herausgestelltes Sperrgut sowie Autoreifen oder Elektrogeräte, die unerlaubt abgestellt werden. Für die awm bedeutet dies regelmäßig zusätzlichen Aufwand und Kosten.
Unter dem Motto „Ernsthaft?“ spricht die Kampagne die gesamte Stadtgesellschaft an. Sie wird über Plakate, Social Media, Fahrzeugbeschriftungen und Radiospots verbreitet. Ziel ist es, über richtige Entsorgung aufzuklären und illegale Ablagerungen zu vermeiden. „Wir informieren und zeigen gleichzeitig konkrete Handlungsmöglichkeiten für mehr Sauberkeit im Alltag auf“, erklärt awm-Sprecherin Manuela Feldkamp-Bode.
Die Kampagne ist ein Baustein weiterer Maßnahmen für mehr Stadtsauberkeit in Münster. Dazu gehören beispielsweise das Service- und Leistungsangebot der awm zur einfachen und richtigen Entsorgung von Abfällen, eine Aktion zur Entfernung von Schrotträdern gemeinsam mit dem Ordnungsamt sowie die Frühjahrsputzaktion „Sauberes Münster“ mit jährlich rund 16.000 Teilnehmenden. Rund 1.100 Menschen engagieren sich mit Unterstützung der awm als Sauberkeitspatinnen und -paten.
In Kürze starten zudem Maßnahmen des Nachtbürgermeister-Teams sowie der Gastronomie. Sie richten sich gegen Partyabfälle in stark frequentierten Bereichen der Altstadt.