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Bürgerentscheid: Fünf Straßen in Münster-Mitte behalten ihre bisherigen Namen

52,39 Prozent der Stimmen für Erhalt der Straßennamen abgegeben

Fünf Straßen im Stadtbezirk Münster-Mitte behalten ihre bisherigen Namen. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids, bei dem am Sonntag, 8. Februar, über die Umbenennung von Skagerrakstraße, Admiral-Scheer-Straße, Admiral-Spee-Straße, Otto-Weddigen-Straße und Langemarckstraße abgestimmt wurde. Laut amtlichem Endergebnis wurden 52,39 Prozent der Stimmen für die Beibehaltung der bisherigen Namen abgegeben. Das entspricht 18.627 „Ja“-Stimmen. Neben der absoluten Mehrheit (mehr als 50 Prozent) an „Ja“-Stimmen wurde auch die erforderliche Mindestanzahl von 10.730 „Ja“-Stimmen erreicht. Dieses sogenannte Quorum entspricht zehn Prozent der Anzahl an Stimmberechtigten im Bezirk Münster-Mitte.

47,61 Prozent der Stimmen wurden gegen den Erhalt der Straßennamen abgegeben. Damit gingen 16.927 „Nein“-Stimmen beim städtischen Wahlamt ein.

Abstimmungsberechtigt waren 107.299 Personen, die im Stadtbezirk Münster-Mitte gemeldet und mindestens 16 Jahre alt sind. Insgesamt gaben 35.615 von ihnen ihre Stimme ab – die Abstimmungsbeteiligung lag damit bei 33,19 Prozent. 20.649 Stimmen gingen am Sonntag in den 37 Abstimmungslokalen in Münster-Mitte ein. 14.966 Stimmen erreichten die Stadt vorab per Briefabstimmung – also über den Postweg oder das Abstimmungsbüro im Stadthaus 1.

Ursprünglicher Beschluss fiel im Mai 2025

Die „Bürgerinitiative für Münsters Straßen“ hatte im August vergangenen Jahres ein Bürgerbegehren mit 6.071 gültigen Unterschriften eingereicht, um die Umbenennung der fünf Straßen zu verhindern. Im November bestätigte der Rat der Stadt Münster die Zulässigkeit des Begehrens. Im Anschluss entschied die Bezirksvertretung Münster-Mitte, dem Bürgerbegehren nicht zu entsprechen und blieb damit bei ihrer ursprünglichen, im Mai 2025 getroffenen Entscheidung, die Straßen aufgrund ihrer propagandistischen Bezüge zum Nationalsozialismus umzubenennen. Aufgrund der Entscheidung der Bezirksvertretung kam es am heutigen Sonntag zum Bürgerentscheid.

Die Frage, die den Abstimmungsberechtigten gestellt wurde, lautete: „Sollen die am 6. Mai 2025 in der Bezirksvertretung Münster-Mitte gefassten Beschlüsse zur Änderung der Straßennamen Skagerrakstraße, Langemarckstraße, Admiral-Scheer-Straße, Admiral-Spee-Straße und Otto-Weddigen-Straße aufgehoben werden und die Straßennamen unverändert erhalten bleiben?“ Alle Stimmberechtigten konnten mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen.

Informationen des Wahlamtes zum Bürgerentscheid

Informationen zu Straßennamen in Münster im Allgemeinen

Bürgerentscheid

Amtliches Endergebnis

Betroffen sind die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße, die Otto-Weddigen-Straße und die Langemarckstraße

+++ Sonntag, 8. Februar, 20.16 Uhr: Das vorläufige Endergebnis liegt vor: Die Straßen werden nicht umbenannt. +++

+++ Sonntag, 8. Februar, 18.23 Uhr: Erste Zwischenergebnisse liegen vor. +++

+++ Sonntag, 8. Februar, 18 Uhr: Die Abstimmungslokale haben geschlossen. Jetzt wird ausgezählt. +++

+++ Sonntag, 8. Februar, 16 Uhr: Briefabstimmungsunterlagen können nicht mehr eingeworfen werden. Der Briefkasten am Stadthaus 1 wurde als letzte Abgabemöglichkeit für die Abstimmungsbriefe um 16 Uhr geleert. +++

Hintergrund der Abstimmung ist ein Bürgerbegehren der „Bürgerinitiative für Münsters Straßen“. Die Initiative hatte im August vergangenen Jahres 6.071 gültige Unterschriften eingereicht, um die Umbenennung der fünf Straßen zu verhindern. Der Rat der Stadt Münster bestätigte im November die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens. Im Anschluss entschied die Bezirksvertretung Münster-Mitte, dem Bürgerbegehren nicht zu entsprechen und blieb damit bei ihrer im Mai getroffenen Entscheidung, die Straßen aufgrund ihrer propagandistischen Bezüge zum Nationalsozialismus umzubenennen. Aufgrund der Entscheidung der Bezirksvertretung kommt es am Sonntag zum Bürgerentscheid.

Die 37 Abstimmungslokale in Münster-Mitte sind am Sonntag, 8. Februar,  jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Mitte Januar haben alle Stimmberechtigten vom Wahlamt eine Abstimmungsbenachrichtigung erhalten, der zu entnehmen ist, in welchem Abstimmungslokal sie am Sonntag ihre Stimme abgeben können. Die Stadt empfiehlt, zur Stimmabgabe die Benachrichtigung sowie den Personalausweis mitzubringen. Das passende Abstimmungslokal ist außerdem auf einer interaktiven Karte zu finden.