Jährlich sollen 10.000 Fahrräder entfernt werden
Das städtische Ordnungsamt arbeitet dafür eng mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm) zusammen. Ziel ist es, blockierte Stellplätze schneller freizumachen und die Zahl der entfernten Fahrräder deutlich zu erhöhen.
In den vergangenen Jahren hat die Stadt jährlich mehrere Tausend Schrottfahrräder entfernt. Während der Fahrradkontrolldienst 2020 noch 3.965 Räder aus dem Stadtgebiet beseitigte, stieg die Zahl bis 2025 auf 4.828. „Schrottfahrräder blockieren Stellplätze und nehmen denjenigen den Raum, die ihr Fahrrad tatsächlich nutzen“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Durch die Zusammenarbeit von Fahrradkontrolldienst und Sperrgutabfuhr können wir ganze Bereiche in einem Schritt bearbeiten und deutlich effizienter vorgehen.“
Markierung und Abtransport
Der städtische Fahrradkontrolldienst markiert im Kreuzviertel zunächst die Räder, die nicht mehr fahrtauglich sind. Am 17. April holt die Sperrgutabfuhr der awm die gekennzeichneten Fahrräder ab. Diese werden in den Fahrzeugen zusammengepresst, Metallteile werden im Verwertungsprozess aussortiert und recycelt.
Dabei kennzeichnet der Kontrolldienst nur Fahrräder, die eindeutig als Schrotträder erkennbar sind. Kleinere Schäden wie ein platter Reifen oder ein fehlender Sattel reichen nicht aus, damit ein Rad beseitigt werden darf. Damit stellt die Stadt sicher, dass niemand ungewollt sein Fahrrad verliert und das Eigentum der Bürgerinnen und Bürger geschützt bleibt.
Künftig will die Stadt auf diesem Weg bis zu 10.000 Fahrräder pro Jahr aus dem Stadtgebiet entfernen. Rund 80 Prozent davon werden als Schrotträder entsorgt. Die übrigen Fahrräder werden – etwa im Zuge von Baumaßnahmen – weiterhin zur Fundfahrradstation gebracht, dort zwischengelagert und und je nach Zustand später versteigert oder verwertet.
Weitere Sammeltermine für Schrotträder geplant
Bis zum 30. Juni sind zunächst drei weitere Sammeltermine für Schrotträder geplant: am 24. April in Pluggendorf, am 5. Mai am Hauptbahnhof und am 15. Mai in Mauritz-Mitte. Ab Juli 2026 will der Fahrradkontrolldienst den Kontrollrhythmus dann auf zwei Termine pro Woche erhöhen.
Als eine erste Maßnahme hatte die Stadt Ende März die alten Doppelstockständer vor der Radstation am Berliner Platz abgebaut und durch Anlehnbügel ersetzt, um die Abstellmöglichkeiten übersichtlicher zu gestalten.