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Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Rote Bank vor dem Stadthaus 1

Alle vier Minuten erlebt in Deutschland eine Frau Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner – und das sind nur die von der Polizei erfassten Fälle. Laut einer aktuellen Dunkelfeld-Studie wird nur jede 20. Tat angezeigt. 

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs sitzt auf der Roten Bank.
Bildrechte: Stadt Münster/Michael Lyra

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs appelliert, Gewalt gegen Frauen nicht zu bagatellisieren. Als Zeichen gegen die Tabuisierung des Problems steht die Rote Bank in den kommenden Monaten vor dem Stadthaus 1.

Um auf das oft tabuisierte Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen, stellt die Stadt Münster das Mahnmal „Rote Bank“ zum Internationalen Frauentag am 8. März vor dem Stadthaus 1 auf. „Gewalt gegen Frauen wird in unserer Gesellschaft leider immer noch viel zu häufig verschwiegen oder bagatellisiert – das darf nicht so bleiben. Die Rote Bank macht im Herzen unserer Stadt auf dieses wichtige Thema aufmerksam“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. 

Die Idee einer roten Bank als Zeichen gegen Gewalt an Frauen stammt aus dem italienischen Perugia und ist seitdem in vielen Städten übernommen worden. Sie ist ein mahnendes Zeichen für die Plätze, die frei bleiben, wenn Frauen Opfer häuslicher oder sexualisierter Gewalt wurden und im schlimmsten Fall ihr Leben durch einen Femizid verloren haben. Zugleich sind alle eingeladen, auf der Bank Platz zu nehmen und Betroffenen so zu signalisieren, dass sie nicht allein sind. 

In Münster ist die Bank mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen“ sowie einem QR-Code, versehen, der zu weiteren Informationen und Hilfsangeboten führt. Dass die Rote Bank in der Innenstadt steht, geht auf eine Initiative der Arbeitsgruppe Rote Bank zurück, in der sich verschiedene Organisationen aus Münster zusammengeschlossen haben. 

Zuletzt stand die Rote Bank auf dem Adolph-Kolping-Platz an der Königsstraße. Zum Internationalen Frauentag kehrt sie jetzt zur Klemensstraße vor dem Stadthaus 1 zurück. Dort wurde sie erstmals im Mai 2025 aufgestellt. Im November, wenn an der Klemensstraße der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird, wird die Bank wieder auf dem Adolph-Kolping-Platz stehen.

Amt für Gleichstellung