Schülerinnen und Schüler der Montessorischule setzten sich beim „Parcours zur Cannabisprävention“ mit Risiken und Wirkungen von Cannabis auseinander.
Mit 74 Schulklassen aus 21 Schulen in Münster haben im Frühjahr 2026 so viele Schülerinnen und Schüler am „Parcours zur Cannabisprävention“ der Stadt teilgenommen wie noch nie seit der Einführung des Projekts 2019. Damals waren es 25 Klassen aus sechs Schulen, im vergangenen Jahr 55 Klassen aus 15 Schulen. Erstmals richtete sich das Angebot dabei nicht nur an die Jahrgangsstufe neun, sondern auch an Achtklässlerinnen und -klässler.
Der Parcours des Fachdienstes Suchtprävention des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien ist als Stationenlernen konzipiert und wird von geschulten Studierenden aus den Bereichen Lehramt und Soziale Arbeit durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit Risiken und Wirkungen von Cannabis, rechtlichen Fragen sowie Strategien gegen Gruppendruck auseinander. Ergänzend werden Beratungs- und Unterstützungsangebote der Drogenhilfe vorgestellt.
Frühzeitig über Risiken aufklären
„Cannabis zählt neben Nikotin und Alkohol zu den am häufigsten konsumierten psychoaktiven Substanzen bei Jugendlichen“, sagt Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention. „Mit unseren schulischen Präventionsangeboten wollen wir frühzeitig über Risiken aufklären und Jugendliche in ihrer Haltung zum Nichtkonsum stärken.“
86 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gaben an, nach dem Parcours mehr über die Risiken von Cannabis zu wissen. 85 Prozent erklärten zudem, nun besser einschätzen zu können, was vor Sucht schützt. Mehr als 80 Prozent fühlten sich nach eigenen Angaben sicherer im Umgang mit Gruppendruck.
Anmeldungen für Schulen möglich
Das Projekt wird im kommenden Schuljahr vom 15. Februar bis 19. März 2027 fortgeführt. Weiterführende Schulen aus Münster können sich ab dem 1. Juni 2026 bewerben. Die Ausweitung auf die achten Klassen wurde durch die Techniker Krankenkasse unterstützt und soll auch im kommenden Jahr umgesetzt werden.
Anmeldungen nimmt Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention der Stadt Münster entgegen kluteB@stadt-muenster.de, 02 51/4 92-51 84