Uta Deutschländer von der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel (ISG) (vorne M.), Oberbürgermeister Tilman Fuchs (3.v.r.) und Stadtbaurat Robin Denstorff (2.v.r.) sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Polizei, ISG und Zukunftsnetz Mobilität stellen die Maßnahmen zur Umgestaltung der Windthorststraße vor.
Ab sofort und bis Ende Juli laden Sitzinseln aus hellem Holz, Pflanzmodule und weitere Stadtmöbel dazu ein, kurz Station zu machen. Die Stadtmöbel stellt das „Zukunftsnetzwerk Mobilität e.V.“ kostenfrei zur Verfügung. Es unterstützt Kommunen dabei, mit temporären Umgestaltungen neue Möglichkeiten im Stadtraum auszuprobieren.
An der Windthorststraße wurden vorhandene Bänke umgesetzt und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mit neuen Markierungen klarer definiert. Diese Maßnahme hilft auch dabei, dass die Ladenlokale in den Erdgeschossen der Gebäude sichtbarer und zugänglicher werden – zwischen den Stellflächen für Fahrräder sind Wege zu den Geschäften entstanden. Ein Kontrolldienst wird verstärkt darauf achten, dass diese Durchgänge frei bleiben.
„Wir wollen diesen zentralen Raum im Bahnhofsviertel, der so stark frequentiert ist, übersichtlicher und sicherer gestalten“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. Daran arbeitet auch die Polizei Münster mit – in enger Abstimmung mit dem städtischen Ordnungsamt. Da in der benachbarten Achtermannstraße zwei Pkw-Parkplätze umgewandelt werden zu Fahrradstellflächen, wird die Windthorststraße zusätzlich entlastet. „All diese Maßnahmen können wir schnell und kostengünstig realisieren. Sie tragen trotzdem dazu bei, dass Münsters Eingangstor zur Innenstadt geordneter und strukturierter wirkt“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff.
Entstanden sind die Ideen auf Initiative der Immobilien- und Standortgemeinschaft am Runden Tisch für die Westseite des Bahnhofsviertels. Hier kommen Stadt, Polizei, Gewerbetreibende sowie Vertreterinnen und Vertreter von ISG und sozialen Einrichtungen zusammen. Sie beraten darüber, wie das Quartier weiterentwickelt werden kann. „Wir als ISG sind nicht nur Impulsgeber für die Umgestaltung, sondern packen ganz praktisch mit an. Wir haben die Kästen bepflanzt und übernehmen die Bewässerung der Pflanzen“, sagt die ISG-Vorsitzende Uta Deutschländer.
Welche Effekte die Veränderungen an der Windthorststraße mit sich bringen, beurteilt aber nicht nur der Runde Tisch Bahnhofsviertel. Eine Stele an der Windthorststraße informiert Passantinnen und Passanten über die Maßnahmen. Dort findet sich auch ein QR-Code, der zu einem Online-Portal für Rückmeldungen führt. Wenn sich die Umgestaltungen in der Testphase bewähren, können sie dauerhaft bleiben.