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Ein Jahr KULTICK: Mehr Kultur für junge Menschen

Mehr als 42.000 Kulturtickets wurden im ersten Jahr an Schülerinnen und Schüler ausgegeben. In 2026 soll das Angebot erweitert und die Sichtbarkeit des Projekts erhöht werden.

Ein Jahr nach seiner Einführung ziehen die Veranstaltenden des KULTICKs eine positive Bilanz. Mehr als 42.000 Schülerinnen und Schüler erhielten das Kulturticket, mit dem der Zugang zu vielen Kulturangeboten in Münster kostenlos oder vergünstigt ist. Über die Projekt-Webseite www.stadt-muenster.de/kultick wurden im ersten Jahr mehr als 400 Veranstaltungen angeboten: Theater, Konzerte, Lesungen, Filme, Führungen und Workshops. Hinzu kommen zahlreiche ständige KULTICK-Angebote wie der kostenlose Eintritt in die LWL-Museen oder einen Rabatt an jedem Donnerstag in Münsters Kinos (Cineplex, Schlosstheater, Cinema). Für 2026 ist der Ausbau der Angebote, die Gewinnung neuer Kooperationspartner sowie eine Erhöhung der Projekt-Sichtbarkeit – unter anderem auf TikTok – geplant. 

„Zahlreiche Nachfragen zum KULTICK und die vielen positiven Rückmeldungen von Schülerinnen, Schülern und Eltern zeigen uns deutlich, dass das Angebot ein wichtiger Türöffner zur Kultur ist. Kulturelle Teilhabe für junge Menschen und ihre Familien ist ein echtes Bedürfnis“, zieht Kulturdezernentin Cornelia Wilkens Bilanz. „Das bestätigt uns in unserem kulturpolitischen Ansatz: Mit dem KULTICK geben wir eine Antwort auf dieses Bedürfnis: Es ermöglicht und verstärkt positive Erfahrungen mit den kulturellen Angeboten unserer Stadt und trifft passgenau dort auf Resonanz, wo Bedarf tatsächlich entsteht.“

Ausbau des Angebots geplant

Die Nutzung ist denkbar einfach: Um die Vergünstigungen zu bekommen, zeigen Kinder und Jugendliche vor Ort das physische Ticket vor, das sie von ihrer Schule bekommen haben. In einigen Fällen muss der darauf gedruckte QR-Code gescannt werden, weil es nur eine bestimmte Menge an vergünstigten Eintrittskarten gibt oder die Stadt dem Anbieter einen Zuschuss zahlt.

„Wie oft das KULTICK im ersten Jahr genutzt wurde, können wir nicht abschließend sagen, da es noch nicht in alle Buchungssysteme der unterschiedlichen Anbieter integriert ist", sagt Cordula Gladrow, Leiterin der für das Projekt zuständigen Stadtbücherei Münster. Erfasst werden bislang nur die Eintrittskarten, bei denen die Stadt einen Zuschuss zahlt – rund 300 im ersten KULTICK-Jahr. „Die bezuschussten Tickets bilden aber nur einen kleinen Teil des Angebots ab. Gemeinsam mit den Partnereinrichtungen versuchen wir, im kommenden Jahr die Erhebung der Besuche zu verbessern", so Gladrow. Das Angebot wird stetig erweitert, so laufen derzeit Gespräche mit dem LWL über die Einbeziehung des Planetariums.

Großes Interesse an Bücherei in Münsters Nordosten

Großes Interesse bestand daran, das KULTICK in seiner zweiten Funktion zur Ausleihe in der Stadtbücherei zu nutzen. Insgesamt registrierten 2.572 Schülerinnen und Schüler ihr Ticket als Büchereiausweis, besonders oft – mit 346 registrierten Tickets – in Münster-Nordost (Coerde, Gelmer, Handorf). Von den registrierten Nutzerinnen und Nutzern meldeten sich 1.350 junge Menschen mit ihrem KULTICK ganz neu in der Stadtbücherei an. So sparten sie die Anmeldegebühr von drei Euro bzw. fünf Euro für über 18-Jährige.

Bei den Kosten blieb die Stadtbücherei, die mit der technischen und organisatorischen Einführung des KULTICKS betraut ist, im verfügbaren Kostenrahmen von 100.000 Euro. Hierunter fallen Personalkosten, Software- und Lizenzgebühren sowie Ausgleichszahlungen für Ermäßigungen und Einnahmeausfälle bei den Kulturpartnern und der Stadtbücherei.

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