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Stadtensemble: Reise zum Ende vom Ende der Welt

Willkommen an Bord!
Eine Reise durch Münster: 15 Menschen steigen gemeinsam in einen Bus oder auf ihr Rad und fahren los. Sie besuchen ganz alltägliche Orte. Einen Kindergarten. Ein Parkhaus. Einen Imbiss. Aber was sie dort finden, ist besonders: Zukunftsentwürfe, von der Zerstörung zur Vision. An jedem Ort wartet eine andere Perspektive, wie die Welt sein könnte. Mikrotheaterstücke – 15 Minuten für 15 Zuschauende – laden dazu ein, in die Zukunft zu blicken. Hoffnung zu entwickeln und neue Ideen für Veränderung. Ein einzelner Mensch, eine kleine Gruppe kann nichts verändern? Doch, groß gedacht, kann man viel bewirken – im Kleinen. Machen wir uns auf den Weg. Die Reise ist unser groß gedachter, kleiner Versuch.

Die Reisezentren 

Die Reisezentren sind Start und Ziel der Reise. Hier könnt ihr euch ausruhen, stärken, quatschen und informieren.

3. Juni – Theater Münster
4. Juni – Theater in der Meerwiese
10. Juni – Kammertheater Der kleine Bühnenboden
11. Juni – Kap. 8 im Bürgerhaus Kinderhaus

Barrieren

Die Reisezentren Meerwiese (4. Juni) und Kap. 8 (11. Juni) sind für Rollstuhlfahrer*innen barrierefrei. An diesen Tagen sind auch alle Busse barrierefrei.
Mehr Infos findet ihr ab dem 2. Mai unter www.stadtensemble.de/barrieren

Kontakt: info@stadtensemble.de / 0178 331 85 02

Tickets & Preise

Münster-Pass u.ä. 5 €
Ermäßigt 10 €
Standard 18 €
Support 25 €

Tickets bekommt ihr bei LocalTicketing (online und in den Vorverkaufsstellen), im Kap.8-Büro (für die Touren am 11. Juni) und über www.stadtensemble.de.

Die Reiserouten:

Jede der drei Routen führt euch zu vier Mikrotheater-Aufführungen. 15 Minuten Theater, Tanz, Performance oder Musik. Nur für euch – die 15-köpfige Reisegruppe. Auf unseren Bus-Routen werdet ihr von Cactus Junges Theater performativ begleitet. Die Spieler*innen, erzählen, führen, fragen und geben Impulse. Und noch mehr! 

Auf unserer Fahrrad-Route begleiten euch die Fahrrad-Guides vom ADFC Münster sicher durch die Stadt.

 

Route A – Bus

Aus den Schubladen in die Zukunft

Reiseroute für voran Schreitende

Vorfahrt für Veränderung! Dafür brauchen wir innere Offenheit. Die Mikro-Theaterstücke dieser Route laden dazu ein, eine neue Perspektive einzunehmen. Mit dem Bus reisen wir zum Ende vom Ende der Welt.

3./10./11. Juni: 10:00 / 14:00
4. Juni: 17:00 / 19:00

Dauer: 3,5 Stunden

Die Reiseziele auf Route A

Reisezentrum

Boxes!

Wo ist Dein Karton?

Befolge die Regeln. Suche Deine Schublade. Werde eingeordnet. Richte Dich in ihr ein.

Aber wo hört Zuordnung auf und wo gehen Vorurteile und Unterdrückung los? Was mag uns außerhalb unserer Lebensschachteln erwarten? Chaos? Freiheit?

Tänzerischspielerisch erkunden die beiden Darsteller*innen die Innen- und Zwischenräume der Lebensschachteln – auf der Suche nach Wegen „outside the box“.

Melanie Lopez Lopez & Christian Bo Salle

1. Station
StudienhospitalR der Medizinischen Fakultät, Malmedyweg 17-19

Aufgeben ist keine Option

Nachpandemische Zeiten – Eine performative Erklärung

Unter der Berufskleidung stecken Menschen. Menschen, die unter der Belastung der letzten drei Jahre an ihr Limit gekommen sind. Auch die Grenzen des Gesundheitssystems sind sichtbar geworden. Fehlende Arbeitskräfte auf allen Ebenen. Und doch wagen wir, zu hoffen, auf verbesserte Strukturen, interprofessionelles Arbeiten, flachere Hierarchien, öffentliche Sichtbarkeit und Respekt.

Lisanne Petry, Bärbel Breimann, Uwe Lieb, Franz Bernhard Schrewe

2. Station
Atlantic Hotel, Engelstr. 39

Frühstück in der Seelenambulanz

Was brauchen wir?

Das Klima hat das Wort. Es stellt gesellschaftliche Normen auf den Kopf und versucht, dem Wort „Verzicht“ eine neue Bedeutung zu geben. Schmeckt das? Humorvoll begrüßt das Klima mit einem kargen Frühstück. Und während man achtsam kaut, bewegen sich Gedanken. Kann das heilen?

Willkommen in der Seelenambulanz! Ein Ort, wo Nichtangepasste gehört werden.

Regine Andratschke

 

3. Station
LWL-Musem für Naturkunde, Sentruper Str. 285

Die Enkelkinder aus der Zukunft

Hoffen und bangen, aber machen!

Mitten in der großen Klima Ausstellung des LWL-Museums für Naturkunde öffnet sich ein Tor in die Zukunft. Drei junge Menschen erscheinen.  Sie erzählen uns von einer Zukunft, die uns bangen, aber auch hoffen lässt, und vor allen Dingen neugierig macht auf das, was kommt, oder kommen könnte.

Zur Sonderausstellung „Das Klima“ hat Cactus Junges Theater mit drei Schauspieler*innen zusammen eine Szene entworfen, die Mut machend in die Zukunft entlässt.

Stella Bensmann, Moaz Alraie, Anouk Fernholz, Judith Suermann, Sarah Giese, Gaby Sogl

   

Route B – Fahrrad

Vom Vatnajökull nach Syrien

Reiseroute für weit Sehende

Aus dem Dunkel ins Licht! Dafür knipsen wir unsere Birne an. Die Mikro-Theaterstücke dieser Route führen durch erhellende Ideen aus echter und gefühlter Dunkelheit heraus. Mit dem Fahrrad reisen wir zum Ende vom Ende der Welt.

Wir starten vom Reisezentrum und enden im Café Meraki, Hansaring 69. Wer mag, kann danach noch mit uns ins Reisezentrum zurückkehren.

3., 4., 10., 11. Juni: 13:00 / 15:00
Dauer: 3,5 Stunden

Die Reiseziele auf Route B

1. Station
Parkhaus Engelenschanze, Engelstr. 49

Nachtdämmern

Vom Abschmelzen des Großgletschers Vatnajökull

Ein Gletscher ist großartig. Dass dieses massive, sich vorarbeitende, ewige Eis einmal enden könnte – niemand will es wahrhaben. Mit einer musikalischen Verneigung nehmen wir Abschied von ihm im Parkhaus, wo der CO₂-Ausstoß uns den Atem nimmt und an die Ursachen des Klimawandels erinnert. Thorsten Schmid-Kapfenburgs Vertonung eines Gedichts der isländischen Schriftstellerin Steinunn Sigurðardóttir für Klavier, Schlagzeug und Gesang macht das Abschmelzen des Gletschers schmerzlich begreifbar.

Thorsten Schmid-Kapfenburg, Kathrin Filip, Thomas Jambor, Carola von Seckendorff

 

2. Station
RS Möbel, Grevener Str. 73

Die letzte Nacht der Welt

Wie die Welt untergeht

Und das wird sie in dieser Nacht. Was tut ein Ehepaar? Gelassen den Alltag verrichten. Plaudern, Radio hören, den Kindern einen Gute-Nacht-Kuss geben, das Licht ausschalten.

Diesen Abend erleben parallel ein deutsches und ein ukrainisches Paar, ganz in Ruhe. Die Kinder sind wach – Untergang der Welt? Mit ihnen nicht! Aufwachen!

Nach Ray Bradbury, Die letzte Nacht der Welt, aus: Ray Bradbury, Der illustrierte Mann. Aus dem Amerikanischen von Peter Naujack. Copyright der deutschen Übersetzung © 1962, 1973, 2008. Diogenes Verlag AG Zürich.

Carola von Seckendorff, Cornelia Kupferschmid, Kateryna & Efe Tuşder, Marie Döbber Elisa & Mattheo Henke Daria Poliarush, Kateryna Sapova, Lola Schrapp, Alisa Stasischina, Polina Timchenko, Emilia Trehlibova, Anastasia Vysotska

 

3. Station
Medienforum Münster, Verspoel 7

Tomorrow News

“Ich schaue keine Nachrichten mehr. Das ist mir zu deprimierend.”

Redaktionen wissen, dass erschreckende Nachrichten eine starke Reichweite haben. Es ist an der Zeit dieser Tendenz etwas entgegenzusetzen.
Denn: „Gespräche über Probleme schaffen Probleme. Gespräche über Lösungen schaffen Lösungen.“

Diesen Gedanken nimmt Tomorrow News auf. Während der Vorstellungen entsteht eine Radiosendung, rund um positive und konstruktive Berichterstattung in den Medien.

Marie Schwesinger, Svenja Stühmeier (RUMS), Jonas Riemer, Paul Sattler, Chris Vielhaus (Perspective Daily)

 

4. Station
Meraki – Levantinisches Café und Meze Haus, Hansaring 69

Dinya Guleke – Die Welt ist eine Blüte

Vom Gehen und Bleiben

"Dinya guleke- bêhn bike û bide hevalê xwe." (Die Welt ist eine Blüte- rieche daran und reiche sie deinen Freunden weiter.)

Dieses kurdische Sprichwort ist das Motto einer kleinen Parabel. Erzählt und von authentischer Musik begleitet, wird sie von drei Spieler*innen. Einer von ihnen brachte das Sprichwort aus seiner kurdisch-syrischen Heimat mit.

Christiane Hagedorn, Samir Sfouk, Martin Scholz

 

Route C – Bus 

Aus der Höhle ins offene Wasser

Reiseroute für tief Gehende
Grenzen überwinden! Dafür erleben wir Elementares und die Elemente. Die Mikro-Theaterstücke dieser Route führen durch Geschichten und Gleichnisse über die Wissenschaft hin zum Wasser als Sinnbild für fließende Veränderung. Mit dem Bus reisen wir zum Ende vom Ende der Welt. 

3./10./11. Juni: 17:00 / 19: 00
4. Juni: 10:00 / 14:00

Dauer: 4 Stunden

Die Reiseziele auf Route C

Reisezentrum

Die Höhle

Eine Frage der Perspektive
Menschen in einer dunklen Höhle. Angekettet. Schatten tanzen über die Wand. Sie kommen vom Feuer, das Gegenstände beleuchtet. Die Menschen halten diese Bilder für die Wirklichkeit.
Jugendliche aus Kinderhaus beschäftigen sich mit Platons Höhlengleichnis. Ausgestattet mit einer Videokamera und unterstützt von zwei Künstler*innen. Sie fragen: Wie sieht es eigentlich in unseren Höhlen aus? Welche Schatten halten wir für die Wahrheit? Und was hält uns davon ab, diese hinter uns zu lassen?

Eva Schröer, Kathrin Marhofen, Jens Krause, Mimi Neziri, Ling-Ling Nguyen 

1. Station
Institut für Theologische Zoologie, Nünningweg 133

Der Traum der kleinen Fliege

Haben Tiere eine Seele?
Taufliegen zucken im Schlaf mit den Beinchen. Forschende folgern, dass diese winzigen Lebewesen träumen. Wie wir Menschen. 

Wir bewegen uns in einem naturnahen Raum und besuchen das Zuhause der Esel Fridolin und Freddy. Anschließend entfalten wir auf dem Gelände des Kindergartens Wurzelkinder einen Sound-Teppich. In  der meditativen Performance kommt auch eine Artenschützerin zu Wort, die eine Auffangstation für Wildtiere betreibt.

Gregor Bohnensack, Natalie Reineke, Michael Kolberg, Elisabeth Klingseis, Dr. Rainer Hagencord, Konni Holzmann 

 

2. Station
HansaFloß im Stadthafen, Hafenplatz

Rotes Blau und hohe Tiefen

Unterwegs mit dem Hansafloß 
“Wasser – es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: Du selbst bist Leben.” (Antoine de Saint-Exupéry)
Im Kanal, auf einem schwimmenden Kulturzentrum, umgeben von Wasser in Bewegung, beginnt eine sinnliche Auseinandersetzung mit dem Quell des Lebens. Eine poetische Collage entsteht. Zart und kräftig, ruhig und wild. 

Sophia Firgau, Katrin Banse, Gabriele Brüning 

 

3.Station
Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7

Kleine Geschichte, große Geschichte

Zwei Menschen aus zwei Epochen auf der Reise in eine hoffentlich bessere Zukunft
Zwei Geschichten von Flucht. Von gemachten Erfahrungen, von Angst und glücklichem Zufall. Gegenübergestellt aus den Jahren 1648 und 2023. Gibt es Verbindungen, gleichen sich Erlebnisse?
Dieses Stück verknüpft beide Erzählungen und verarbeitet sie szenisch. Wir reisen gedanklich in die Vergangenheit und gestalten die Zukunft – friedlich.

Heide Bertram, Maria Goldmann, Tilman Rademacher - nach einem Text von Astrid Dehe 

 

Performative Reisebegleitung

Von und mit Paula Iven, Cato Sieben, Sarah Benekam, Batoul Alraye, Nissa Lysander, Brigitte Eich, Ursula Saatz, Bettina Zumdick, Christel Schneider, Rosali Brouwers, Georgie Feldkötter, Rouni Eibesh, Kira Lohmann, Almut Mecking, Margot Reckers, Mika Latour

Entwicklung/Leitung: Sarah Giese

Assistenz: Melina Merschmann
In Kooperation mit Cactus Junges Theater 

Fahrrad-Guides

ADFC Münster

Gefördert von:

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, NRW Kultursekretariat Wuppertal, Stiftung der Sparkasse Münsterland-Ost, NRW Landesbüro Freie darstellende Künste, Kulturamt der Stadt Münster, LAG Soziokultur, Kulturstiftung der Provinzial, Friedensbüro der Stadt Münster

Zusammen mit:

Theater Münster, Kulturamt der Stadt Münster

In Kooperation mit:

Kammertheater der Kleine Bühnenboden THEAMA e.V., Begegnungszentrum Meerwiese, Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, Cactus Junges Theater