Bürgermeister Klaus Rosenau nahm an der Gedenkfahrt des Deutschen Riga-Komitees nach Lettland teil. Dort besuchte er die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki nahe Riga.
Im Wald von Bikernieki wurden zwischen 1941 und 1945 rund 35.000 Jüdinnen und Juden aus Deutschland und Lettland sowie politische Häftlinge und sowjetische Kriegsgefangene von den Nationalsozialisten ermordet.
Rosenau ist jetzt von der fünften Gedenkfahrt des Deutschen Riga-Komitees zurückgekehrt. Das Deutsche Riga-Komitee ist ein Städtebündnis von mehr als 80 Städten und Gemeinden aus dem deutschsprachigen Raum. Das Komitee setzt sich für das Erinnern und Gedenken an die Jüdinnen und Juden ein, die in den Jahren 1941/42 aus ihren Städten nach Riga deportiert und in ihrer überwiegenden Zahl im Wald von Bikernieki ermordet wurden.
Der zentrale Gedenkort der Anlage ist in Quadrate nach der Zahl der Massengräber aufgeteilt. In den 48 Quadraten sind Granitplatten mit den Namen der Städte eingelassen, aus denen die Menschen nach Riga deportiert wurden – darunter auch Münster. Die Gedenkstätte für die in Bikernieki ermordeten Opfer wurde 2001 eingeweiht und wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut.