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Förderempfehlung für zehn Trinkwasserbrunnen in Münster

Die Stadt Münster hat für zehn neue Trinkwasserbrunnen eine Förderempfehlung im Rahmen des Landesprogramms „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ erhalten. Darüber hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen die Stadt informiert. 

Trinkbrunnen vor einer grünen Wiese
Bildrechte: Stadt Münster / Michael Lyra

Derzeit gibt es drei öffentliche Trinkwasserbrunnen in Münster. Einer davon befindet sich am Aasee in der Nähe der Giant Pool Balls.

Die Stadt will damit mehr kostenfreies Trinkwasser im Stadtgebiet anbieten und steigenden Hitzebelastungen begegnen. Das Vorhaben ist Teil der städtischen Klimaanpassungsstrategie und des Hitzeaktionsplans. Es ergänzt die bestehenden Maßnahmen zum Hitzeschutz im öffentlichen Raum.

Die Stadt hatte sich mit dem Projekt „Trinkbrunnen für eine klimaresiliente und nachhaltige Stadt Münster“ an dem landesweiten Förderaufruf beteiligt. Der Förderantrag sieht Investitionen von rund 880.000 Euro vor. Das Land stellt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes zur Verfügung. Die Stadt trägt den verbleibenden Eigenanteil von 20 Prozent. Die endgültige Entscheidung über die Förderung und die genaue Höhe der Fördermittel soll bis Ende des Jahres fallen.

„Die Hitzebelastung im Stadtgebiet steigt bereits heute deutlich und wird sich durch den Klimawandel weiter verstärken“, sagt Oberbürgermeister Tilman Fuchs. „Besonders für ältere Menschen, Kinder und andere vulnerable Gruppen ist der Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser im öffentlichen Raum deshalb ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz. Das ist mir ein besonderes Anliegen.“

Derzeit gibt es in Münster drei öffentliche Trinkwasserbrunnen – am Aasee, am Bremer Platz und am Coerdeplatz. Letzterer soll auch über die geplante Förderung modernisiert werden. Eine repräsentative Umfrage der Stadt aus dem Jahr 2023 zeigt, dass rund 70 Prozent der Befragten zusätzliche Trinkwasserbrunnen befürworten.

Die Stadt hat die Standorte für die zehn neuen Brunnen fachlich geprüft. Dabei spielen Erreichbarkeit, Verteilung im Stadtgebiet, Barrierefreiheit und die technische Machbarkeit, etwa der Anschluss an das Trinkwassernetz, eine Rolle. Auch Hinweise aus der Bürgerschaft und der Politik hat die Stadt berücksichtigt. Die Stadt will die neuen Brunnen in den kommenden drei Jahren bauen.

Nach der Förderempfehlung folgt nun ein formales Antrags- und Prüfverfahren. Zuständig ist die Bezirksregierung Münster, die die Voraussetzungen für eine mögliche Bewilligung prüft und die endgültige Entscheidung trifft.

Förderprogramm „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“

„Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ ist ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, mit dem Städte und Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt werden. Gefördert werden insbesondere Projekte, die die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Starkregen oder Trockenheit stärken – etwa durch mehr Grün, Schatten oder Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum.