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Mehrgenerationenhaus der Drubbel Wohnen eG erhält zinsvergünstigtes Darlehen aus neuem Fördertopf

Um mehr bezahlbaren Mietwohnraum zu schaffen, hat die Stadt Münster einen Fördertopf in Höhe von fünf Millionen Euro für genossenschaftliche Wohnprojekte und Projekte des Mietshäusersyndikats eingerichtet. 

Luftaunahme von dem noch unbebauten Grundstück, wo das Mehrgenerationenhaus gebaut werden wird.
Bildrechte: Stadt Münster / Michael Lyra

Am Rainer-Plein-Weg entsteht ein Mehrgenerationenhaus der Genossenschaft „Drubbel Wohnen“. Wohnprojekte wie dieses fördert die Stadt mit zinsvergünstigten Darlehen.

Das erste Neubauprojekt, das von einem zinsvergünstigten Darlehen profitiert, ist das Mehrgenerationenhaus der Genossenschaft „Drubbel Wohnen“ im Stadtteil Rumphorst. Der Vertrag zwischen der Stadt und der Genossenschaft wurde am Dienstag, 30. Juni, unterzeichnet.

Auf einem rund 1.800 Quadratmeter großen Grundstück am Rainer-Plein-Weg will die Genossenschaft ein Zuhause für rund 40 Menschen bauen. Neben 21 Wohnungen auf drei Etagen umfasst das Konzept auch zwei Gemeinschaftsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie einen Bereich, der von der Nachbarschaft mitgenutzt werden kann.

„Solche Projekte sind ein guter Baustein, um dem angespannten Wohnungsmarkt in Münster zu begegnen. Mit den günstigen Darlehen helfen wir Menschen, die sich für ein Wohnen in der Gemeinschaft zusammenschließen wollen“, erklärte Oberbürgermeister Tilman Fuchs bei der Unterzeichnung des Darlehensvertrags. „So entsteht Wohnraum, der langfristig bezahlbar bleibt, und ein besonderer Zusammenhalt in der Nachbarschaft.“

„Mit der neuen Förderung schaffen wir bessere Voraussetzungen für die Verwirklichung gemeinschaftlicher Wohnprojekte. So unterstützen wir Wohnformen, die statt individueller Vermögensbildung und Gewinnerzielung auf Finanzierung durch gemeinschaftliches Engagement setzen“, sagte Stadtdirektorin und Kämmerin Christine Zeller.

Das städtische Darlehen in Höhe von rund 280.000 Euro wird mit zwei Prozentpunkten unter den aktuellen Konditionen für Kommunaldarlehen verzinst. Zusammen mit der Wohnraumförderung des Landes kommen fünf der rund sieben Millionen Euro, die der Neubau kosten soll, aus öffentlichen Fördermitteln.

Voraussetzung für die städtische Förderung ist, dass die Genossenschafts- bzw. Projektmitglieder die geförderte Immobilie gemeinsam planen, finanzieren und später bewohnen sowie sicherstellen, dass bei der Vergabe von Wohnraum auch soziale Kriterien eine Rolle spielen. Projekte, die auf Investorenmittel zurückgreifen können oder der privaten Eigentumsbildung dienen, werden nicht gefördert. Die Höhe des städtischen Darlehens hängt von der Größe des geschaffenen Wohnraums ab und beträgt bis zu 350 Euro pro Quadratmeter. Die neue Förderung wurde am 25. März vom Rat beschlossen.

Eine weitere Möglichkeit zu Information und Austausch bietet der Wohnprojektetag am Samstag, 4. Juli, in der Volkshochschule (vhs) am Aegidiimarkt. Neben einem Vortragsprogramm rund um das Thema „Bauen und Wohnen in Gemeinschaft“ gibt es dort die Gelegenheit, bestehende und entstehende Projekte kennenzulernen. 

Informationen zur städtischen Förderung 

Wohnprojektetag in der vhs

Webseite Wohnungsamt