Bürgermeister Klaus Rosenau und Anna Lisa Boni, Stadträtin von Bologna, unterzeichneten eine gemeinsame Absichtserklärung, die die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit beider Städte bildet.
Münster und Bologna wollen ihre seit 2020 bestehende Partnerschaft weiter ausbauen. Dazu haben Bürgermeister Klaus Rosenau und Anna Lisa Boni, Stadträtin von Bologna, am Mittwoch, 10. Juni, beim Jahrestreffen des Städtenetzwerks Eurocities in Utrecht eine gemeinsame Absichtserklärung („Letter of Intent“) unterzeichnet.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Projekt „PIE – People in Europe“. Ziel ist es, den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte zu stärken und europäische Projekte und Initiativen in Münster und Bologna zu vernetzen. Ein zentrales Thema sind Demokratie und Europa, insbesondere Projekte für junge Erwachsene zum Umgang mit Fake News und Desinformation.
Bereits in diesem Jahr bieten die Städte verschiedene digitale und analoge Formate an, darunter Workshops, Webinare, öffentliche Veranstaltungen sowie gegenseitige Besuche.
Deutsch-Italienischer Partnerschaftspreis
Für das Projekt wurden Münster und Bologna 2025 mit dem Deutsch-Italienischen Partnerschaftspreis ausgezeichnet. Der „Preis der Präsidenten für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien“ wird seit 2021 alle zwei Jahre von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella verliehen.
„Nun ist es geschafft: Eine erste Absichtserklärung zur deutsch-italienischen Zusammenarbeit wurde unterschrieben. Der Start dieser Zusammenarbeit ist sehr vielversprechend“, sagte Bürgermeister Klaus Rosenau. „Wie schön, dass wir dank der Auszeichnung mit dem Preis der Bundespräsidenten für deutsch-italienische Partnerschaften ein Startkapital für diese Arbeit haben.“
Das italienische Außenministerium und das deutsche Auswärtige Amt fördern „PIE“ gemeinsam und zu gleichen Teilen. Die Umsetzung erfolgt durch das Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice der Stadt Münster gemeinsam mit dem internationalen Büro in Bologna.
Die Städte arbeiten seit 2020 zusammen, zunächst im Bereich Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Daraus hat sich eine kontinuierliche Kooperation in europäischen Netzwerken entwickelt, unter anderem im Städtenetzwerk Eurocities sowie in der EU-Initiative „100 Climate Neutral Cities“.
Hintergrund
Eurocities setzt sich aus europäischen Großstädten mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zusammen. Mehr als 190 Städte aus rund 40 Ländern des europäischen Kontinents sind Mitglied. Eurocities versteht sich als Interessenvertretung der Großstädte in Europa, die seit der Gründung 1986 ein weitreichendes Kontaktnetz zu den Organen und Institutionen der EU aufgebaut hat.