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Neues Feuerwehrhaus in Albachten: Halle bietet Platz für vier Einsatzfahrzeuge

Das Feuerwehrhaus in Albachten ist am Sonntag eingeweiht worden. Mit dem fertiggestellten Neubau erhält der Löschzug Albachten einen modernen und zukunftsfähigen Standort, der den Anforderungen des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes gerecht wird.

Vier Männer stehen vor dem neuen Feuerwehrhaus in Albachten
Bildrechte: Stadt Münster / Phillina Zuther

Bei der Einweihung am Sonntag: (v. l.) Gottfried Wingler-Scholz, Leiter der Feuerwehr Münster, Oberbürgermeister Tilman Fuchs, Martin Thiedig und Jens Wentker, beide Löschzugführung.

Viele Menschen mit Bierstand und Wasser-Mitmach-Spiel vor dem Feuerwehrhaus in Albachten.
Bildrechte: Stadt Münster / Phillina Zuther

Das Feuerwehrhaus in Albachten ist am Sonntag mit einem Fest eingeweiht worden. Mit dem fertiggestellten Neubau erhält der Löschzug Albachten einen modernen und zukunftsfähigen Standort. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro.

Das Gebäude im Neubaugebiet Albachten-Ost vereint eine Fahrzeughalle für vier Einsatzfahrzeuge, zeitgemäße Funktions- und Schulungsräume sowie eine Wohnung für ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro.

Multifunktionsfläche für Ausbildungs- und Übungszwecke

Die Fahrzeughalle öffnet sich zur Marga-Spiegel-Straße und wird durch eine großzügige Multifunktionsfläche ergänzt. Diese dient sowohl als Aufstell- und Bewegungsfläche für Einsatzfahrzeuge zum sicheren Ausrücken als auch für Ausbildungs- und Übungszwecke. Der eingeschossige Funktionstrakt mit Schulungs- und Aufenthaltsräumen schließt direkt an die Halle an und ermöglicht kurze Wege zwischen den einzelnen Bereichen.

„Mit diesem modernen und nachhaltigen Standort stärken wir die Freiwillige Feuerwehr in Albachten, damit sie auch in Zukunft schnell, verlässlich und gut ausgestattet dort helfen kann, wo Menschen in Not sind. Das neue Feuerwehrhaus ist zugleich ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die Kameradinnen und Kameraden, die sich in Albachten seit Generationen ehrenamtlich für die Sicherheit anderer einsetzen“, sagte Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs.

Der damalige Oberbürgermeister Markus Lewe hatte am Mittwoch, 19. Februar 2025, den ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Albachten gesetzt. Auf dem Grundstück am Barbara-Renz-Weg ist ein markanter Neubau entstanden, der die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr langfristig sichert und zugleich hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz erfüllt.

Der Entwurf des Amtes für Immobilienmanagement basiert auf den Erfahrungen aus dem Bau moderner Feuerwehrhäuser in anderen Stadtteilen Münsters und wurde gezielt an die Bedürfnisse des Löschzugs Albachten angepasst. Das Gebäude gliedert sich in die Fahrzeughalle, einen eingeschossigen Funktionstrakt sowie eine Wohnung im ersten Obergeschoss.

Der Haupteingang liegt am Barbara-Renz-Weg und erschließt die zentralen Funktionsbereiche. Hier befinden sich das Büro der Löscheinheitsführung, ein Schulungsraum für Einsatzkräfte und Jugendfeuerwehr sowie ergänzende Nebenräume.

Die getrennten Umkleide-, Dusch- und Sanitärbereiche für Damen und Herren verfügen jeweils über einen direkten Zugang zur Fahrzeughalle und ermöglichen kurze Wege im Einsatzfall. Alle Gebäudeteile haben eine beigegraue Klinkerfassade erhalten, während das Treppenhaus zur Wohnung mit einer Cortenstahl-Fassade akzentuiert wurde.

Nachhaltige Energieversorgung

Besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Energieversorgung. Neben einer Dachflächenbegrünung hat der Neubau eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher erhalten. Die Anlage mit einer Leistung von 24,5 Kilowatt-Peak (Kilowatt-Spitzenwert) deckt einen Großteil des Verbrauchs des Feuerwehrhauses ab und spart rund sieben Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerungen, Bewegungsmelder, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sowie die Wärmeversorgung über das kalte Nahwärmenetz mit Wärmepumpen sorgen für einen energieeffizienten und klimafreundlichen Betrieb.

Die Freianlagen sind funktional gegliedert und auf die Anforderungen des Feuerwehrbetriebs abgestimmt. Im östlichen Grundstücksbereich befinden sich Pkw-Stellplätze für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zur sicheren Anfahrt im Alarmfall. Hecken grenzen die Stellplätze zur öffentlichen Grünfläche und zur Straße hin ab. Die Infrastruktur berücksichtigt bereits die Anforderungen an Elektromobilität.

Südlich des Gebäudes befinden sich Fahrradstellplätze, ein Abfallstandort sowie ein Stellplatz für die Wohnung. Zusätzliche Baumpflanzungen tragen zur Begrünung des Grundstücks bei. Die befestigten Einsatzflächen vor der Fahrzeughalle wurden für den Feuerwehrbetrieb ausgelegt. Ein durchdachtes Regenwassermanagement mit Rückhalteflächen und oberflächennaher Wasserführung sorgt für einen nachhaltigen Umgang mit Niederschlagswasser und trägt zum Schutz vor Starkregenereignissen bei.

Amt für Bevölkerungsschutz, Feuerwehr und Rettungsdienst