Der Kreisverkehr zwischen von-Esmarch-Straße, Busso-Peus-Straße (l.) und Roxeler Straße (r.) ist ein Unfallhäufungspunkt. Daher soll die Stadt Münster die Planung für den Umbau zur Ampelkreuzung wieder aufnehmen.
Anlass geben Unfälle, bei denen vor allem Radfahrende verletzt wurden – zuletzt im Februar dieses Jahres. Mit dem Grundsatzbeschluss zum Umbau folgt der Rat einer Empfehlung der Unfallkommission Münster. Ein aktuelles Gutachten im Auftrag der Stadt, das den Schwerpunkt auf Verkehrssicherheit legt, spricht sich klar für eine Ampelkreuzung an dieser Stelle aus.
Eine Ampelkreuzung bietet zudem die Möglichkeit, den Busverkehr zu bevorrechtigen. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, erhält vollständig getrennte Grünphasen gegenüber abbiegenden Kraftfahrzeugen, um Unfälle zu vermeiden. Sicherheitsdefizite beschränken sich damit auf Rotlichtverstöße. Das Gutachten stuft die Akzeptanz einer Ampelkreuzung anstelle des Kreisverkehrs als hoch ein. Eingriffe in die Signalsteuerung ermöglichen außerdem, flexibel auf sich verändernde Verkehrsströme zu reagieren.
Für den Umbau des Kreisverkehres zur Ampelkreuzung liegt seitens der Stadt Münster bereits eine qualifizierte Planung vor. Er würde insgesamt etwa 1,9 Millionen Euro kosten, die Verwaltung rechnet mit 60 Prozent Förderung.
Mit dem Ratsbeschluss kann die Verwaltung die noch ausstehenden Planungsphasen finalisieren. Nächster Schritt ist ein kombinierter Planungs- und Baubeschluss zur politischen Entscheidung.