Belüftungsgeräte sorgen auch in diesem Sommer für eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Aasees. Sprudelndes Wasser verrät ihre Standorte.
Sie sollen vorsorglich die Sauerstoffversorgung des Wassers verbessern und so Rückzugsräume für Fische schaffen. Grund sind die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen und die damit verbundene starke Algen- und Cyanobakterienbildung („Blaualgen“).
Der Sauerstoffgehalt des Aasees bewegt sich derzeit weiterhin in einem stabilen Bereich. Die Belüftung dient deshalb der Vorsorge: Durch den Wetterumschwung können die Algen absterben. Beim Abbau der abgestorbenen Biomasse wird Sauerstoff verbraucht, sodass insbesondere in tieferen Wasserschichten Sauerstoffmangel entstehen kann. Die Belüftungsgeräte durchmischen das Wasser und reichern es lokal mit Sauerstoff an.
Flache Gewässer wie der Aasee erwärmen sich im Sommer besonders schnell. Gleichzeitig kann sich das Wasser in warme und kalte Schichten aufteilen, sodass kaum noch Sauerstoff in tiefere Wasserschichten gelangt. Für Fische und andere Wasserlebewesen entsteht dadurch Stress.
Unter diesen Bedingungen können sich Algen und Cyanobakterien („Blaualgen“) im Aasee stark vermehren. In der Folge kann es insbesondere in den frühen Morgenstunden zu Sauerstoffmangel im Wasser kommen. Stirbt eine solche Algenblüte ab, kann sich die Wasserqualität zusätzlich verschlechtern. Die Belüftungsgeräte sollen in solchen Situationen lokal Bereiche mit höherem Sauerstoffgehalt schaffen, in die sich Fische zurückziehen können. Eine Sauerstoffanreicherung des gesamten Sees oder eine Abkühlung des Wassers ist mit den Geräten nicht möglich.
Die Stadt überwacht die Wasserqualität in den Sommermonaten eng, um kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Da der Betrieb der Belüftungsgeräte viel Energie benötigt, werden sie nur so lange wie nötig eingesetzt. Die Maßnahme ist Teil der städtischen Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts für den Aasee. Ziel ist es, das Ökosystem langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.