Rund 500.000 Euro für das Theater im Pumpenhaus
Das Projekt CORE (Corridor for Regional Exchange in the Arts) wird für drei Jahre mit 2,1 Millionen Euro durch die Europäische Union, das niederländische und nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium, die Niedersächsische Staatskanzlei sowie die Provinzen Groningen und Gelderland gefördert.
Münster rückt mit CORE in den Fokus gelebten europäischen Austauschs. Denn die Künstlerinnen und Künstler gehen nicht nur mit ihren Stücken auf Tournee, sondern arbeiten und residieren auch in den Partnerstädten. Vier freie Theater- und Produktionshäuser der Grenzregion kommen in dem Projekt zusammen: Auf niederländischer Seite beteiligen sich als Lead Partner das Theater a/d Rijn in Arnheim sowie das Grand Theatre in Groningen. Auf deutscher Seite ist neben dem Theater im Pumpenhaus das FFT (Forum Freies Theater) in Düsseldorf Projektpartner. Über die dreijährige Laufzeit bauen die vier Häuser ein Netzwerk für die darstellenden Künste und ihr Publikum auf und bringen Menschen aus der Grenzregion zusammen. Hinter den Kulissen arbeiten die Theater an Themen wie Barrierefreiheit und Digitalisierung zusammen.
Tilman Fuchs, Oberbürgermeister der Stadt Münster, gratuliert der Kultureinrichtung zur Bewilligung des EU-Projekts: „CORE ist ein großartiger Erfolg für das Theater im Pumpenhaus und für den Kulturstandort Münster. Die Bewilligung würdigt die internationale Netzwerkarbeit des Hauses und zeigt, dass sich die verlässliche Kulturförderung von Stadt und Land in europäischem Maßstab auszahlt.” Gerade jetzt setze eine deutsch-niederländische Kulturkooperation ein wichtiges Zeichen internationaler Verbundenheit, betont Fuchs. Mehrsprachige Formate aus Theater, Tanz und Performance machen Themen und Debatten sichtbar, die das Publikum beider Länder beschäftigen.
Über die Zusammenarbeit mit dem Institut für Niederländische Philologie und dem COFUND-Fellowship-Programm „Migration, Diaspora, Citizenship" ist CORE in der Universitätsstadt Münster verankert. Im Dialog zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft entstehen rund um das Projekt Bildungs- und Vermittlungsangebote.
Förderung der Stadt Münster und des Landes NRW zahlt sich aus
Mit dem Theater im Pumpenhaus und dem Probe- und Produktionszentrum Hoppengarten verfügt Münster über zwei wichtige Arbeitsorte für die Freie Szene. Mit CORE erhalten die Künstlerinnen und Künstler zusätzliche technische und produktionsbezogene Unterstützung in einem europäischen Netzwerk. Die länderübergreifenden Residenzen, Koproduktionen und Gastspiele eröffnen ihnen neue Wege der künstlerischen Entwicklung.
Cornelia Wilkens, Dezernentin für Soziales und Kultur bei der Stadt Münster, würdigt die Bewilligung als Meilenstein: „Die Bewilligung des EU-Projektes CORE ist ein bemerkenswerter Erfolg für das Pumpenhaus, dessen internationales Profil in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt wurde. Dass sich das Pumpenhaus in einem unabhängigen europäischen Auswahlverfahren nun durchgesetzt hat, spricht für die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Hauses. Davon werden die Künstlerinnen und Künster ebenso profitieren wie das Publikum in Münster.“
Till Wyler von Ballmoos, Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter, und Randi Günnemann, Co-Leitung, vom Theater im Pumpenhaus, stellen dankend heraus: „Möglich wurde der mehrjährige EU-Förderzuschlag allein deshalb, weil die Stadt Münster gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen die institutionelle Förderung des Hauses zuverlässig trägt.” Mit Vorfreude blicken sie auf die zukünftige Zusammenarbeit, Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektivwechsel, die das Projekt für die vier Häuser bereithält.