Archivbild des Vornholtgrabens (2025)
Seit dem vergangenen Sommer hat es insgesamt zu wenig geregnet. Deshalb führen viele Bäche und Flüsse aktuell deutlich weniger Wasser als üblich. Das belastet die Lebensräume von Fischen, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen. Zusätzlich verschärft die Trockenheit der oberen Bodenschichten die Situation. Auch die in den kommenden Tagen erwarteten Regenfälle sind zu gering, um die Lage der Gewässer nachhaltig zu verbessern.
Angesichts der angespannten Lage bittet die Untere Wasserbehörde der Stadt Münster darum, auch kleinere Entnahmen für den Eigenbedarf, etwa als Anlieger zur Gartenbewässerung oder zum Schöpfen mit Eimern oder Gießkannen, zu unterlassen.
Die Wasserbehörden im Münsterland – Kreise, kreisfreie Städte und Bezirksregierung – beobachten die Entwicklung der Wasserstände weiterhin genau. Sie beraten sich regelmäßig über mögliche weitere Maßnahmen. Dazu kann auch eine Allgemeinverfügung gehören, die – wie im vergangenen Jahr – Wasserentnahmen zum Schutz der Gewässer einschränkt oder verbietet. Im Umland haben einzelne Kreise, etwa der Kreis Borken, bereits entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen.