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Mehr Sauerstoff im Aasee - Belüftungsgeräte sollen bei Hitze unterstützen

Das Amt für Mobilität und Tiefbau installiert am 8. Juni zwölf Belüftungsgeräte auf dem Aasee. Die Anlagen sollen die Stabilisierung des Sees bei langanhaltenden Hitze- und Trockenperioden unterstützen und „Sauerstoffinseln“ für Fische schaffen.

Wasserfläche mit grünem Ufer und mehreren sprudelnden "Inseln"
Bildrechte: Stadt Münster

Belüftungsgeräte sorgen auch in diesem Sommer für eine ausreichende Sauerstoffversorgung des Aasees. Sprudelndes Wasser verrät ihre Standorte.

Karte der Standorte als rote Punkte
Bildrechte: Stadt Münster

Standorte der Belüftungsgeräte im Aasee (rote Punkte).

Die Belüftungsgeräte durchmischen die Wasserschichten und reichern den Aasee zusätzlich mit Sauerstoff an. Nach der Installation ist zunächst ein Probelauf vorgesehen, um die Funktionsfähigkeit der Anlagen zu testen. 

Hintergrund sind zunehmende Hitze- und Trockenperioden infolge des Klimawandels. Flache Gewässer wie der Aasee erwärmen sich in solchen Wetterlagen besonders schnell. Gleichzeitig kann sich das Wasser in warme und kalte Schichten aufteilen, sodass kaum noch Sauerstoff in tiefere Wasserschichten gelangt. Für Fische und andere Wasserlebewesen entsteht dadurch Stress.

Unter diesen Bedingungen können sich Algen und Cyanobakterien (Blaualgen) im Aasee stark vermehren. In der Folge kann es insbesondere in den frühen Morgenstunden zu Sauerstoffmangel im Wasser kommen. Stirbt eine solche Algenblüte ab, kann sich die Wasserqualität zusätzlich verschlechtern. Die Belüftungsgeräte sollen in solchen Situationen lokale Bereiche mit höherem Sauerstoffgehalt schaffen und so Rückzugsräume für Fische ermöglichen.

Die Belüftung wird vorsorglich bereits bei stabiler Gewässerqualität eingesetzt. Da der Betrieb energieintensiv ist, wird er so kurz wie möglich genutzt. Die Stadt überwacht die Gewässergüte in den Sommermonaten eng, um kritische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die aktuellen Messergebnisse erfordern derzeit keinen Einsatz der Geräte.

Die Maßnahme ist Teil der städtischen Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts für den Aasee. Ziel ist es, das Ökosystem langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. 

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