Newsdetail

Paulinum-Lehrkräfte besuchen Rishon LeZion

Eine vierköpfige Delegation aus Münster war vom 1. bis zum 3. November in Münsters israelischer Partnerstadt Rishon LeZion zu Gast. Teil der Delegation waren der Schulleiter und zwei Lehrkräfte des Gymnasiums Paulinum sowie Christiane Lösel, Leiterin des Büros Internationales der Stadt Münster. 

Gruppenbild
Bildrechte: Stadt Münster

Vertreterinnen und Vertreter der drei Partnerschulen sowie der Stadtverwaltungen Rishon LeZion und Münster trafen sich zum Austausch an der Gan Nahum Highschool in Rishon LeZion.

Hintergrund ist die Kooperation des Gymnasiums mit zwei Schulen in Rishon LeZion und der rund anderthalb Autostunden von dort entfernten Gemeinde Kaabiye.

Im Februar dieses Jahres waren erstmals Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen am Paulinum zu Gast. Ziel des Besuches war, über die Arbeit an gemeinsamen Kunstprojekten den interreligiösen und interkulturellen Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen zu fördern. Denn während Rishon LeZion jüdisch geprägt ist und in den Schulen auf Hebräisch unterrichtet wird, leben im von Beduinen gegründete Kaabiye vor allem Muslime. Unterrichtssprache ist dort Arabisch.

Im Rahmen der Reise nach Israel hatte die Delegation aus Münster jetzt erstmals die Gelegenheit, die Gan Nahum Highschool in Rishon LeZion persönlich zu besuchen. Dort traf sie sich auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Tomashin Highschool aus Kaabiye. Mit Lehrkräften beider Partnerschulen tauschte sich die Gruppe zu Methoden, Arbeitsweisen und Bildungssystemen aus und führte Gespräche über den Ausbau der Zusammenarbeit der drei Schulen. Ziel ist, dass künftig – sobald die Sicherheitslage es zulässt – auch Schülerinnen und Schüler des Paulinums die Möglichkeit haben, nach Israel zu reisen und die beiden Schulen kennenzulernen. Basis für die Kooperation soll weiterhin ein religions- und kulturübergreifender Ansatz sein.

Neben dem Schulbesuch wurde die Delegation in Rishon LeZion auch von Bürgermeister Raz Kinstlich empfangen, legte einen Kranz am Holocaust-Denkmal nieder und tauschte sich mit dem Jugendamt der Stadt aus. Am gestrigen Dienstag, 3. November, reiste die Gruppe zurück nach Münster.

Die Stadtverwaltungen Rishon LeZion und Münster unterstützen die interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit der drei Schulen aktiv. Finanziert wird die Kooperation von Engagement Global mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Büro des Landes NRW für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur mit Sitz in Tel Aviv.

Büro Internationales