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Romberger Hof am Theater Münster wird restauriert

Seit dieser Woche wird die Ruine des Romberger Hofes am Theater restauriert. 

Die Ruine des Romberger Hofes ist umgeben von einem Baugerüst
Bildrechte: Foto: Stadt Münster / Hanna Neander

Die Ruine des Romberger Hofes am Theater Münster wird von einer Spezialfirma restauriert.

Die Witterung und eine schlechte Wasserführung haben dem Natursandstein im Laufe der Jahre so zugesetzt, dass sowohl die historische Bausubstanz als auch die Statik der Ruine Schäden aufweisen. „Die Restaurierung dient vor allem dazu, die Ruine langfristig zu erhalten, weitere Schäden zu verhindern und ihren historischen Charakter zu bewahren“, erklärt Dr. Frauke Berghorn von der städtischen Denkmalbehörde.

Die Gesamtkosten für die Restaurierung betragen rund 320.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Arbeiten mit 90.000 Euro aus seinem Denkmalförderprogramm. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Restaurierung zudem mit 100.000 Euro. Am Donnerstag, 23. Juli, übergab die Stiftung den Fördervertrag an die Stadt.

„Die architektonische Verbindung aus der historischen Ruine, zwei jahrhundertealten Platanen und den modernen Bauelementen des Theaters gilt als einzigartig. Der Innenhof wird selbst zum Bühnenbild, er muss erhalten und somit auch restauriert werde“, so Sigrid Karliczek, Leiterin des Ortskuratoriums Münster der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Stiftung ist nach eigenen Angaben die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland und setzt sich für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein.

Mahnmal für die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg

Die Reste des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Romberger Hofes wurden bei dem Neubau des Theaters Münster in den Jahren 1954 bis 1956 als Ruine in die Planung integriert. Der nach dem Krieg erhaltene Teil der Gartenfassade aus Sandstein dient neben der Nutzung als Theaterkulisse auch als ein wichtiges Mahnmal zur Erinnerung an die Zerstörungen in Münster im Zweiten Weltkrieg.

Als ehemaliger Adelshof wurde die jetzige Ruine im Stil der italienischen Hochrenaissance und des französischen Klassizismus von Baumeister Wilhelm Ferdinand Lipper in den Jahren 1779 bis 1781 erbaut. „Um dieses einzigartige und vielseitige Denkmal – Ruine, Kulisse und Mahnmal – langfristig für die Öffentlichkeit zu erhalten ist die nachhaltige Konservierung der Ruine von hoher Bedeutung“, sagt Berghorn.

Restaurierungsarbeiten bis zum Herbst

Das Baudenkmal Romberger Hof muss saniert werden, da neben der Witterung und fehlerhaften Entwässerung auch zu harte Putze und andere nicht geeignete Materialien aus vorherigen Reparaturmaßnahmen dem Baumberger Sandstein und der Statik der Ruine stark zugesetzt haben.

Eine auf Stein spezialisierte Restaurierungsfirma hat deswegen ein spezielles Sanierungskonzept erarbeitet: Die Fachleute reparieren Schäden an den Ziegel- und Natursandsteinen, reinigen die Fassade mit Heißdampf, um Verschmutzungen und Verkrustungen zu entfernen und bessern beschädigte Fugen aus. Zudem konservieren sie die Steine, tauschen einzelne zerstörte Steine aus und schließen Risse in der Fassade. Sie bringen eine Schlämme zum Schutz besonders beanspruchter Steine auf und verbessern den Ablauf des Wassers.

Die Arbeiten im Innenhof sind nach dem Ende der Theater-Spielzeit 2025/26 gestartet und sollen im Herbst abgeschlossen sein.
 
Städtische Denkmalbehörde 

Amt für Immobilienmanagement