Die größte Oppositionspartei im Stadtrat hatte in der Vorwoche per Brief an Oberbürgermeister Tilman Fuchs und die Stadtkämmerin die Vorlage sämtlicher Akten und anderer Schriftverkehre im Zusammenhang mit der Ermittlung, Festlegung, Überprüfung und Fortschreibung des im Doppelhaushalt 2026/27 angesetzten Ertrages aus den Schlüsselzuweisungen des Landes eingefordert. Wie die Stadt bereits mitgeteilt hat, will das Land im laufenden Jahr nur 2,8 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen nach Münster überweisen. Zeller hatte für 2027 nach 129 Millionen Euro im Jahr 2025 und 108 Millionen Euro im Jahr 2026 bereits nur noch 95 Millionen Euro eingeplant.
Dem Vorwurf, die Höhe der Schlüsselzuweisungen hätten der Verwaltung früher bekannt sein und insbesondere eine Neukalkulation vor Beschlussfassung des Haushalts im Mai nach sich ziehen müssen, tritt Christine Zeller entgegen.
In einer Sondersitzung des Haushalts- und Finanzausschusses hatte die Kämmerin am 10. September bereits präzise erläutert, auf welchen Daten und Informationen des Landes ihre Berechnung erfolgt ist.