Eine Delegation aus Münster rund um Oberbürgermeister Tilman Fuchs (9.v.l.) besuchte gemeinsam mit Roelof Bleker, Bürgermeister von Münsters niederländischer Partnerstadt Enschede (11. v. l.), das Werksgelände des Abfallverwerters Twence in Hengelo.
Die CO2-Abscheidungsanlage der Twence spart pro Jahr 100.000 Tonnen CO2 ein.
In Empfang nahm ihn dort Roelof Bleker, Bürgermeister von Münsters niederländischer Partnerstadt Enschede. Hintergrund ist eine seit 2019 bestehende Kooperation zwischen den Anteilseignern der Twence – unter anderem die Gemeinde Enschede – und der Stadt Münster mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (awm). Im Rahmen der Zusammenarbeit verwerten die awm Bioabfälle aus den Niederlanden zu Biogas und Kompost, während die Twence die Restabfallsortierreste aus Münster weiterverarbeitet. Am Ende der Verwertung entsteht Fernwärme für Haushalte und Industriebetriebe in der Region Twente, zu der auch Enschede und Hengelo gehören.
„Herausforderungen wie dem Klimanotstand können wir nur begegnen, wenn wir über Stadt- und Staatsgrenzen hinausdenken. Die Kooperation zwischen den awm und der Twence zeigt das eindrucksvoll, indem sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz auf beiden Seiten der Grenze leistet – ein hervorragendes Beispiel für internationale Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene“, erklärte Fuchs in Hengelo.
Seit vergangenem Jahr verwertet die Twence Restabfall noch klimafreundlicher als zuvor: Im Juni 2025 ging in Hengelo eine europaweit einzigartige Anlage in Betrieb, die dem Rauch der dortigen Verbrennungsanlage Kohlenstoffdioxid (CO2) entzieht und es in Flüssiggas umwandelt. Pro Jahr verhindert die sogenannte CO2-Abscheidungsanlage so den Ausstoß von 100.000 Tonnen des Treibhausgases.
Beim Besuch in Hengelo waren auch Christoph Kattentidt, Dezernent des Oberbürgermeisters, Nachhaltigkeitsdezernent Arno Minas und die beiden awm-Betriebsleiter Christian Wedding und Dr. Daniel Baumkötter Teil der städtischen Delegation aus Münster. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Tilman Fuchs tauschten sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Enschede und der Twence über die Zusammenarbeit aus und erhielten eine Führung über das Werksgelände.