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Zusätzliche Förderung von Mikro-Gesundheitsprojekten in den Stadtteilen

Die Stadt Münster und die Techniker Krankenkasse (TK) setzen ihre Zusammenarbeit zur Stärkung der Gesundheit in den Stadtteilen fort. Aufgrund der positiven Resonanz stellt die TK eine zusätzliche Förderung für weitere Mikroprojekte im Jahr 2027 bereit.

Drei Personen stehen vor dem Gebäude des Gesundheitsamtes
Bildrechte: Stadt Münster / MünsterView

Dr. Tim Kornblum, Leiter des Gesundheits- und Veterinäramts der Stadt Münster (r.), Kathrin Mersch vom Gesundheitsamt und Nikolaj Salzmann von der Techniker Krankenkasse freuen sich, ihre Zusammenarbeit zur Stärkung der Gesundheit in den Stadtteilen fortsetzen.

Für die Jahre 2026 und 2027 stehen bereits insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung. Die laufende Förderphase stößt auf großes Interesse: 14 Mikro- und Kleinprojekte werden in diesem und dem nächsten Jahr umgesetzt. 

Die Höhe der zusätzlich für 2027 verfügbaren Fördermittel wird festgelegt, sobald absehbar ist, wie groß der Bedarf ist und in welchem Umfang die bereits bewilligten Projekte die Fördermittel in Anspruch nehmen. Pro Projekt können bis zu 5.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Zum 1. Juli startet die Bewerbungsphase für das kommende Jahr.

Infoveranstaltung am 6. Juli 

Zum Auftakt der neuen Förderphase findet am 6. Juli von 16.30 bis 18 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung statt. Dort werden die Förderkriterien vorgestellt und Fragen zum Antragsverfahren beantwortet. Interessierte können sich bis einschließlich 2. Juli bei Kathrin Mersch unter mersch@stadt-muenster.de anmelden. Die Zugangsdaten werden im Anschluss per E-Mail zugesandt.

Der Verfügungsfonds unterstützt Mikroprojekte, die Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld erreichen. Gefördert werden Maßnahmen zu Themen wie Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung, Entspannung, Gewaltprävention, Medienkompetenz, Einsamkeitsprävention, Umgang mit Genuss- und Suchtmitteln sowie dem Zusammenhang von Klimawandel und Gesundheit.

Antragsberechtigt sind freie Träger, Vereine, Initiativen und deren Einrichtungen sowie städtische Institutionen. Gefördert werden neue Vorhaben sowie bestehende Angebote, die inhaltlich weiterentwickelt werden sollen. Für Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen bestehen gesonderte Fördermöglichkeiten der TK. 

Gesundheitsförderung direkt im Stadtteil 

Seit 2024 konnten durch den Verfügungsfonds bereits 30 gesundheitsfördernde Angebote in den Stadtteilen umgesetzt werden. Diese stärken die Gesundheitskompetenz in unterschiedlichen Lebensbereichen und richten sich insbesondere an Kinder, ältere Menschen, Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung sowie pflegende Angehörige in Stadtteilen wie dem Hansaviertel, Berg Fidel, Coerde und Wolbeck. 

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass wohnortnahe Gesundheitsangebote Menschen erreichen, die sonst nur schwer Zugang zu Gesundheitsförderungsangeboten finden“, so Dr. Tim Kornblum, Leiter des Gesundheits- und Veterinäramtes. „Mit der neuen Förderphase möchten wir engagierte Akteurinnen und Akteure dabei unterstützen, gute Ideen für mehr Gesundheit und Teilhabe in die Praxis umzusetzen.“

Nikolaj Salzmann von der TK ergänzt: „Die bisherigen Projekte haben gezeigt, wie viel Potenzial in lokalen Initiativen steckt und wie viele unterschiedliche Zielgruppen wir erreichen. Deshalb setzen wir die erfolgreiche Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Münster fort und ermöglichen über zusätzliche Fördermittel weitere Mikroprojekte im Jahr 2027.“

Der Verfügungsfonds für Mikroprojekte ist Teil des Handlungsprogramms „Gesunde Stadt Münster“, das die Stadt gemeinsam mit der Universität Münster entwickelt hat. Er trägt zum Ziel des Handlungsprogramms bei, Gesundheitsförderung dauerhaft in der Stadtentwicklung zu verankern. 

Anträge ab 1. Juli möglich

Das Gesundheits- und Veterinäramt der Stadt Münster nimmt ab 1. Juli bis 30. September Anträge entgegen. Alle eingereichten Projekte müssen den Qualitätsrichtlinien des Leitfadens Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) entsprechen. Das Gesundheitsamt empfiehlt vor der Antragstellung die Teilnahme an der Infoveranstaltung beziehungsweise die Kontaktaufnahme mit dem Amt. Weitere Informationen zu den Förderkriterien und zu den geförderten Projekten der vergangenen Jahre gibt es bei Kathrin Mersch vom Gesundheitsamt der Stadt Münster, Tel. 02 51/4 92-53 68, mersch@stadt-muenster.de und online.

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

Gesundheits und Veterinäramt