Katrin Reuscher (v.l.), Bürgermeisterin von Sendenhorst, Dr. Martin Uhlendorf, Leiter Infrastrukturförderung beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Nils Werner, Leiter Geschäftsbereich Markt & Kunde beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), WLE-Geschäftsführer Detlef Berndt, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Förderbescheids. Mit Förderzusagen haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung des 187-Millionen-Euro-Projekts gesichert.
Münster (SMS) Die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster-Sendenhorst rückt näher. Mit Förderzusagen haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung des 187-Millionen-Euro-Projekts gesichert, sodass Gleise wie Bahnübergänge erneuert und Haltepunkte gebaut werden können. Verantwortlich für die Ertüchtigung der Strecke ist die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).
Nach mehr als 50 Jahren Pause sollen auf der rund 21 Kilometer langen Strecke zwischen Münster Hauptbahnhof und Sendenhorst wieder Personenzüge fahren. Die Wiederaufnahme der Zugverbindung ist Teil des Großprojekts S-Bahn Münsterland, die mit dichteren Takten auf neun Linien und einer besseren Vernetzung Münster und die Region langfristig enger verbinden soll. Die Linie mit dem Arbeitstitel S 68 wird künftig mit batteriebetriebenen Zügen Sendenhorst und Albersloh im Kreis Warendorf sowie die Stadtteile Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf, das Gewerbegebiet Loddenheide und die Halle Münsterland mit dem Stadtzentrum verbinden.
„Die WLE-Reaktivierung stärkt die Schiene in Münster und schafft für viele Pendler aus dem Südosten Münsters eine attraktive Alternative zum Auto“, betont Tilman Fuchs, Oberbürgermeister der Stadt Münster. „Mit der Finanzierung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein geschafft. Eine gute Nachricht ist das insbesondere für den wachsenden Stadtteil Gremmendorf, die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden im Gewerbegebiet Loddenheide und die Halle Münsterland, deren Erreichbarkeit sich verbessern wird – staufrei und umweltfreundlich.“ Rund eine Viertelstunde soll die Bahnfahrt vom Hauptbahnhof bis Wolbeck künftig dauern, bis Sendenhorst 30 Minuten.