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Finanzierung für Bahnverbindung Münster-Sendenhorst gesichert

Die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster-Sendenhorst rückt näher. 

Katrin Reuscher (v.l.), Bürgermeisterin von Sendenhorst, Dr. Martin Uhlendorf, Leiter Infrastrukturförderung beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Nils Werner, Leiter Geschäftsbereich Markt & Kunde beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), WLE-Geschäftsführer Detlef Berndt, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Förderbescheids. Sie stehen in einem Bürorraum, im Hintergrund sind zwei Fahnen mit Pferde-Icon zu sehen.
Bildrechte: Stadt Münster / Michael Lyra

Katrin Reuscher (v.l.), Bürgermeisterin von Sendenhorst, Dr. Martin Uhlendorf, Leiter Infrastrukturförderung beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Nils Werner, Leiter Geschäftsbereich Markt & Kunde beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), WLE-Geschäftsführer Detlef Berndt, NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Förderbescheids. Mit Förderzusagen haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung des 187-Millionen-Euro-Projekts gesichert.

Münster (SMS) Die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster-Sendenhorst rückt näher. Mit Förderzusagen haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen die Finanzierung des 187-Millionen-Euro-Projekts gesichert, sodass Gleise wie Bahnübergänge erneuert und Haltepunkte gebaut werden können. Verantwortlich für die Ertüchtigung der Strecke ist die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE).

Nach mehr als 50 Jahren Pause sollen auf der rund 21 Kilometer langen Strecke zwischen Münster Hauptbahnhof und Sendenhorst wieder Personenzüge fahren. Die Wiederaufnahme der Zugverbindung ist Teil des Großprojekts S-Bahn Münsterland, die mit dichteren Takten auf neun Linien und einer besseren Vernetzung Münster und die Region langfristig enger verbinden soll. Die Linie mit dem Arbeitstitel S 68 wird künftig mit batteriebetriebenen Zügen Sendenhorst und Albersloh im Kreis Warendorf sowie die Stadtteile Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf, das Gewerbegebiet Loddenheide und die Halle Münsterland mit dem Stadtzentrum verbinden.

„Die WLE-Reaktivierung stärkt die Schiene in Münster und schafft für viele Pendler aus dem Südosten Münsters eine attraktive Alternative zum Auto“, betont Tilman Fuchs, Oberbürgermeister der Stadt Münster. „Mit der Finanzierung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein geschafft. Eine gute Nachricht ist das insbesondere für den wachsenden Stadtteil Gremmendorf, die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden im Gewerbegebiet Loddenheide und die Halle Münsterland, deren Erreichbarkeit sich verbessern wird – staufrei und umweltfreundlich.“ Rund eine Viertelstunde soll die Bahnfahrt vom Hauptbahnhof bis Wolbeck künftig dauern, bis Sendenhorst 30 Minuten.

Bund und Land übernehmen 95 Prozent der Baukosten

Der Bund stellt für die Reaktivierung des Personenverkehrs 161 Millionen Euro bereit, das Land Nordrhein-Westfalen weitere neun Millionen Euro. Das Land hatte zuvor bereits die Planungskosten mit mehr als sechs Millionen Euro gefördert. Die Bundesmittel decken rund 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten des Projekts. Dritter Finanzierungspartner ist die WLE als Infrastrukturbetreiberin der Strecke.

Bereits Ende Januar hatte die Bezirksregierung Münster einen Planfeststellungsbeschluss erlassen und der WLE damit formal das Baurecht erteilt. Das Oberverwaltungsgericht muss noch über mehrere Klagen und zwei Eilanträge entscheiden, die sich dagegen richten.

Im Zuge der Modernisierung der Strecke wird die WLE im Auftrag der Stadt an jedem der fünf Haltepunkte in Münster eine Mobilstation bauen. Zu jeder Mobilstation gehört eine sogenannte Leezenbox, in der Fahrräder wettergeschützt abgestellt werden können, um insbesondere den Umstieg zwischen Bahn und Rad zu erleichtern.

Amt für Mobilität und Tiefbau