In Angelmodde werden in dem Baugebiet südlich der Hiltruper Straße bis 2028 Grundstücke für 260 bis 280 Wohnungen baureif.
Damit schafft die Stadt die Voraussetzungen für bis zu 12.750 neue Wohnungen und legt fest, welche Baugebiete vorrangig weiterentwickelt werden. Etwa 8.000 Wohnungen sind auf städtischen Flächen vorgesehen oder auf Flächen, deren Entwicklung durch einen Vorhabenträger konkret beabsichtigt ist.
Der Bedarf an Wohnraum bleibt hoch: Ende 2025 zählte Münster mehr als 320.000 Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz, die Leerstandsquote lag bei 0,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Bericht zur Wohnbaulandentwicklung 2024–2025 hervor.
Gleichzeitig werden die baureifen Baulandreserven knapper. In den vergangenen beiden Jahren wurde mehr Bauland für den Wohnungsbau in Anspruch genommen als neu bereitgestellt: 2024 und 2025 wurden Flächen für rund 450 Wohnungen baureif, während im selben Zeitraum mehr als 1.100 Wohnungen in den Baugebieten entstanden. Ende 2025 reichten die baureifen Reserven noch für rund 3.150 Wohnungen und lagen damit leicht unter dem angestrebten Umfang von rund 3.400 Wohnungen.
Wohnungsmix im Baulandprogramm
Das Baulandprogramm sieht unterschiedliche Wohnformen vor. Insgesamt sind zwischen circa 11.800 und 12.750 Wohneinheiten vorgesehen. Davon entfallen etwa 85 bis 90 Prozent auf Mehrfamilienhäuser und 10 bis 15 Prozent auf Einfamilienhausbebauung (Doppel- und Reihenhäuser).
Grundstücke für mehr als 1.100 Wohnungen können in bereits weit entwickelten städtischen Baugebieten bis 2028 baureif werden. Dazu gehören unter anderem Albachten-Ost (rund 475 Wohneinheiten), Handorf – Kirschgarten (circa 180), Angelmodde – Südlich Hiltruper Straße (etwa 260 bis 280) und Amelsbüren – Nordwestlich Am Dornbusch (circa 200). In diesen Gebieten ist die Planung bereits abgeschlossen. Für die Baureife müssen noch die öffentlichen Erschließungsanlagen hergestellt werden – zum Stichtag Ende 2025 war dies noch nicht erfolgt, inzwischen liegt eine Baustraßenerschließung aber sowohl in Albachten-Ost als auch in Handorf und in Amelsbüren vor.
Mehr als 20 Baugebiete mit hoher Priorität
Mit dem Baulandprogramm wird eine Priorisierung vorgenommen: Bei der Frage, welche Baugebiete vorrangig weiterentwickelt werden sollen, berücksichtigt die Stadt unter anderem die Größe und Lage der Baugebiete sowie die Möglichkeiten einer zeitnahen Umsetzung. Auch planerische und ökologische Anforderungen sowie der Stand der jeweiligen Entwicklung spielen dabei eine Rolle. Mehr als 20 Baugebiete haben eine hohe oder sehr hohe Priorität und sollen damit bis zum Jahr 2035 weiterentwickelt werden.
Dazu zählen unter anderem Nienberge – Feldstiege / Beerwiede, Mauritz-Ost – Maikottenweg, Wolbeck – Südlich Berdel, Handorf – Nördlich Kötterstraße, Hiltrup – Nördlich Osttor. Bei Gebieten mit mittlerer Priorität ist die Baureife in der Regel erst in den 2030er-Jahren vorgesehen.
Weitere Baugebiete aufgenommen
Mit der Fortschreibung kommen weitere Baugebiete hinzu. Dazu gehören eine Fläche östlich der Tilsiter Straße in Roxel, das neue Baugebiet Nördlich Altenberger Straße in Nienberge sowie das Klosterareal Pluggendorf. Für das Klosterareal und das Gasometer in Gremmendorf werden die bisherigen Planungen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen angepasst.
Mit dem beschlossenen Baulandprogramm schafft die Stadt den Rahmen für die weitere Entwicklung der Baugebiete. Die notwendigen planerischen, liegenschaftlichen und erschließungstechnischen Arbeiten werden weitergeführt und in den Arbeitsprogrammen der Stadt verankert. Die städtischen Töchter Wohn+Stadtbau und KonvOY spielen bei der Umsetzung weiterhin eine zentrale Rolle.