Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Wohnungswirtschaft und der Bezirksvertretung Nord entwickeln die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm), das Ordnungsamt, das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie das Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung Maßnahmen, die in dem Stadtviertel erprobt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit ausgewertet werden sollen. In der ersten Sitzung der Task Force am Donnerstag, 23. Juli, wurden dazu drei Teams eingerichtet, die sich künftig schwerpunktmäßig mit den Bereichen Ordnungsrecht und Kontrollen, Wohnungswirtschaft und Bürgerschaft sowie Entsorgung vor Ort beschäftigen.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend sukzessive auf weitere Viertel übertragen werden. Hierzu erstellt die Stadtverwaltung eine priorisierte Liste.
Mithilfe der Bürgerschaft gefragt
Ein wichtiger Baustein im Kampf gegen illegale Müllablagerungen ist die Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger. Die Task Force wirbt deshalb für die Nutzung des städtischen Mängelmelders. Über diesen können wilde Müllablagerungen schnell und unkompliziert gemeldet werden. Die eingehenden Meldungen helfen dabei, Müll-Hotspots zu identifizieren und Maßnahmen gezielt dort einzusetzen, wo sie besonders benötigt werden.
Zum Mängelmelder
Neben der Meldung von Müllablagerungen können auch Hinweise auf Verursachende, Zeugenaussagen sowie die Dokumentation entsprechender Vorfälle einen wichtigen Beitrag zur Ahndung illegaler Müllablagerungen leisten. Denn die Kosten für illegale Abfallentsorgung werden, wenn kein Verursacher ermittelt werden kann, über die Abfallgebühren von der Allgemeinheit übernommen.
Stadt wertet Maßnahmen aus
Die Einrichtung der Task Force geht auf einen Beschluss des Hauptausschusses der Stadt Münster zurück. Die Federführung übernimmt Stadtrat Arno Minas, der die Zusammenarbeit koordiniert. Ziel ist es, Maßnahmen aus den unterschiedlichen Fachbereichen eng aufeinander abzustimmen und schnell umsetzbare Verbesserungen zu entwickeln. Über die eingesetzten Ressourcen sowie die Wirksamkeit der Maßnahmen wird die Verwaltung in der ersten Sitzungskette 2027 den politischen Gremien berichten.