Der Kreisverkehr Von-Esmarch-Straße in Gievenbeck soll optimiert werden, eine Umplanung zur Ampelkreuzung ist vom Tisch: Das hat der Stadtrat am Mittwochabend mehrheitlich beschlossen.
Damit hob der Rat seinen Beschluss vom 20. Mai auf und entschied stattdessen mehrheitlich, dass der Kreisverkehr durch bauliche Optimierungen sicherer gemacht werden soll.
Noch im Mai dieses Jahres hatte der Rat mehrheitlich beschlossen, Planungen zum Umbau des Kreisverkehrs in eine ampelgesteuerte Kreuzung aufzunehmen. Ausschlaggebend dafür war die Einstufung des Kreisverkehrs als Unfallhäufungsstelle seit dem Jahr 2018. Dagegen formierte sich das Bürgerbegehren „Kreisel statt Ampel“ mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit mit einem optimierten Kreisverkehr zu erhöhen. Vertreterinnen und Vertreter des Bürgerbegehrens hatten der Stadt Münster bis zum 25. September etwa 18.000 Unterschriften übergeben. Da der Rat mit seinem Beschluss dem Ziel des Bürgerbegehrens „Kreisel statt Ampel“ entspricht, muss dessen Zulässigkeit nicht mehr weiter geprüft werden. Es wird folglich kein Bürgerentscheid stattfinden.
Der Beschluss beauftragt die Stadtverwaltung jetzt, für die Kreuzung Von-Esmarch-Straße / Busso-Peus-Straße / Roxeler Straße einen optimierten Kreisverkehr mit benutzungspflichtigen Radwegen zu planen. Diese Umbauvariante wird in einem aktuellen Gutachten als zweitbeste Lösung genannt. Laut Gutachten könnten deutlich abgesetzte Furten für Radfahrerinnen und Radfahrer den Kreisverkehr zwar sicherer machen. Für den motorisierten Verkehr aber könnte sich die Durchfahrtsqualität verschlechtern – vor allem bei einem prognostizierten erhöhten Verkehrsaufkommen in diesem Bereich.